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Umfrage: Das sind unsere 20 hessischen Lieblingswörter

Simbel, Dorschenanner oder Gelärsch: Hessisch ist die schönste Sprache der Welt, das ist klar. Wir haben die 20 Wörter gekürt, die wir lieben. Und wollen wissen: Was sind Ihre Lieblingswörter?
Foto: imago stock&people (imago stock&people)
Eigentlich wollten wir eine Top 10 unserer liebsten hessischen Wörter schreiben. Tja, das hat nicht geklappt. Weil wir uns nicht entscheiden konnten und es unser schöner Dialekt ja auch verdient hat, präsentieren wir nun die 20 Lieblingswörter der FNP-Redaktion. Viel Spaß!

Hinweis: Die Wörter sind nicht geordnet, sondern nur zur Veranschaulichung mit Zahlen sortiert.

Unzufrieden, weil Ihr liebstes super-tolles Lieblingswort nicht dabei ist? Unter unserer Auswahl können Sie Ihr Wort eintragen (gern auch mit Begründung), das jeder Hesse einfach lieben muss.

1. „Gelärsch“

Schon die Sprachmelodie, die an einen Altglascontainer erinnert, der in einen Lkw geleert wird, zeigt: Das Wort Gelärsch bedeutet mehr als nur Kram oder Krempel – allein emotional.

2. „Doorschenanner“

Das Wort Dorschenanner (Für alle Hochdeutschsprechenden: Durcheinander) zergeht nicht nur auf der Zunge, es klingt auch in sich selbst, wie ein großer Seuzfer. (we)

3. „Schnutedunker“

Unbewiesene These: Nur das Hessische kennt ein Wort für Menschen, die sich gern die Lippen benetzen. Vorzugsweise mit Apfelwein. (hv)

4. "Bobbes"

Bobbes klingt doch viel schöner als “Arsch” oder “Hintern” und lässt sich auch prima als putziges Schimpfwort verwenden. (göc)

5. "Simbel" und "Hannebambel"

Das Hessische hat einfach die schönsten "Beleidigungen": Simbel klingt deutlich weniger aggressiv als Depp oder Idiot, hat aber die gleiche Wirkung. (göc) "Hannebambel" ist letztlich die perfekte Mischung aus Kosewort und Tadel. (ag)

6. "Schlippscher"

“Frankfurter Mädel” klingt in den Ohren eines Frankfurters einfach falsch. (göc)

7. "oigeplackt"

Die Bezeichnung für Zugezogene sorgt immer wieder für Verwirrung und enttarnt Nicht-Hessen durch ihre schwere Aussprache sofort als selbige.  (joy, ok)

8. "Dabbes"

Wenn ein Wort, das Tollpatsch bedeutet, sich selbst schon tollpatschig anhört, dann ist es perfekt. (dp, kop)

9. "Kolter"

Schöner kann man "Wolldecke" nicht sagen. Die Redaktion blieb sich jedoch uneins darüber, ob es "der Kolter" oder "die Kolter" heißen muss. Der Duden sagt, beides sei möglich. Und Sie? Jedenfalls hält uns unsere Kolter immer prima die Füße  warm. (dun, kop, mhr)



10. "Maamauerbaabambeler"

Bei schönem Wetter ist es das beste, was man machen kann. Und Nicht-Hessen können kaum erraten, was es ist. (Anna Soldan) "Maamauerbaabambeler" heißt: "Main-Mauer-Bein-Baumeler", also jemand der auf einer Mauer am Main sitzt und dort die Beine baumeln lässt – also im Grunde nichts tun.

11. "Geeleriewe"

“Geeleriewe”, ist eines dieser Worte, bei denen man erst mal rätselt, wie man das wohl schreibt. In Bad Soden-Neuenhain gibt es sogar eine Geeleriewekerb. Rüben haben also Tradition. (dit)

12. "babbisch"

Sogar als überzeugter Nicht-Hesse hat unser Kollege dieses Wort ins seinen Sprachgebrauch übernommen. (ach) Kein Wunder: Das hessische Wort für "klebrig" macht Spaß beim Aussprechen.

13. "ebbes"

Das Wort "ebbes“ ("etwas") ist einer unserer Lieblinge, weil es immer passt. Gibt’s „ebbes Neues“? Hast Du schon „ebbes gekocht“? Hast Du beim Einkaufen „ebbes gefunden“? (pp)

14. "Biebscher"

Unsere Kollegin sagt: "Ei, weil se halt biebe tun, die Küken." (stef)

15. "Stöffche"

Der liebevollste Name für ein Nationalgetränk. Unsere Kollegin hat das Wort lieb gewonnen, weil sie ihr "Stöffche" nicht nur selbst keltert, sondern weil es einfach immer lecker schmeckt, ob im Winter (heiß) oder im Sommer (kalt). (dun) 

16. "Hiedroohbread"

Dieser Ausdruck ist so passend, weil es sich bei einem Tablett eben um ein “Hintragebrett” handelt. (kop)

17. "Kneippche"

Das Kneippche, unser kleines Messer, ist nicht nur in der Küche einfach unersetzlich, sondern auch im hessischen Sprachgebrauch. Derweil sei es das einzige Wort, das der ihr norddeutsche Ehemann mittlerweile in seinen Wortschatz aufgenommen habe, verrät eine Kollegin.

18. "Gummer"

"Hast du ganz viel Kummer, isst du eine Gummer", textete ein Redakteur. Ob Gurken wirklich bei emotionalen Problem helfen, sei mal dahingestellt. Sympathisch finden wir das Wort aber so oder so.

19. "Kerschel"

Auch: "Krimskrams". Manchmal hat man zwar zuviel davon daheim, aber dann bleibt einem immer noch, sich an dem Wort selbst zu erfreuen.
 

20. "Welscherholz"

Welscherholz (auch "Nudelholz") ist so schön, weil es nach dem klingt, was man damit macht, nämlich "welschern", alias walzen. (stef)
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