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Neues Zentrum für Bethaniengemeinde: Der Abriss beginnt endlich

Von Für rund 1,2 Millionen Euro baut die evangelische Bethaniengemeinde ein neues Gemeindehaus. Außerdem saniert und erweitert sie ihre Kita.
Hinter dem Gemeindehaus (rechts) stapeln sich Heizkörper und Möbel, die Fenster sind verschwunden. Links ist die Kirche zu sehen. Foto: L.Hamerski Hinter dem Gemeindehaus (rechts) stapeln sich Heizkörper und Möbel, die Fenster sind verschwunden. Links ist die Kirche zu sehen.
Frankfurter Berg. 

Der Fußweg vor dem Haus der evangelischen Bethaniengemeinde ist gesperrt. Im Garten türmen sich alte Schreibtische und Schränke, die alten Heizkörper sind zu einem kleinen Berg aufgehäuft. Drinnen sind die Waschbecken und Toiletten abgebaut, erste Wände sind bereits eingerissen, auf dem Flur liegt Schutt, im schon seit Ende Juli 2015 geschlossenen Gemeindesaal steht eine einsame Schubkarre. Noch wird drinnen gearbeitet, wird das Haus entkernt. Doch wenn das beendet ist, rücken Bagger an: Das alte Gemeindehaus weicht einem Neubau.

Hell wird das neue Zentrum – von außen wie auch innen: Zum Kirchplatz hin erhält es eine große Fensterfront, über der sich ein trapezförmiges Dach erhebt. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Jung & Burgeff, 1,2 Millionen Euro soll der Neubau kosten. „Die Baukosten übernimmt der Regionalverband. Wir als Gemeinde müssen rund 60 000 Euro aufbringen für den Innenausbau, für Tische, Stühle, Schränke und die Büroeinrichtung“, erklärt Guido Firle (46), der Vorsitzende des Kirchenvorstands. Zurzeit läuft eine Spendenaktion, denn rund zwei Drittel der Summe fehlen noch.

Im ersten Bauabschnitt wird das alte Gemeindehaus mit einer Versammlungsfläche von 99 Quadratmetern durch einen 93 Quadratmeter großen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. Das Gemeindebüro und die Hortgruppe der Kita sind bereits ins leerstehende Pfarrhaus umgezogen. Rund ein Jahr sollen die Arbeiten dauern. Im zweiten Bauabschnitt saniert und erweitert die Gemeinde ihre Kita.

Firmen waren zu teuer

Eigentlich sollte der Abriss im Januar beginnen, die Genehmigung gibt es seit Sommer 2015, sagt Firle. „Verzögert hat sich alles, weil wir nicht genügend Firmen fanden, die mit ihren Angeboten im geforderten Kostenrahmen blieben.“ Inzwischen sei das gelöst. „Die Gemeinde konnte es kaum erwarten. Denn je eher es losgeht, desto eher steht das neue Gemeindehaus.“

Das Gebäude und seine Räume fehlten den Mitgliedern für ihre Veranstaltungen, sagt Firle. „Sie wurden viel genutzt. Nun findet alles in der Kirche statt.“ Das funktioniere für Konfirmandenunterricht, Frauenkreis oder Seniorennachmittag mit zahlreichen Absprachen, mit viel Auf- und Abbauen. Aber Veranstaltungen wie das Gemeinde-Sommerfest, der Weihnachtsmarkt oder das Public Viewing zur Fußball-Europameisterschaft, die am 10. Juni in Paris beginnt, müssen ausfallen. Veranstaltungen, mit denen die Gemeinde ebenso Geld verdiente wie mit Vermietungen, etwa für Kurse der Volkshochschule. Geld, das sie nun gut gebrauchen könnte.

Das alte Gemeindehaus sei lange nicht mehr instand gehalten worden und sanierungsbedürftig gewesen, sagt Firle. „Aber eine Sanierung wäre teurer geworden als ein Neubau. Zumal im Keller Wasser stand, die Wände ständig feucht waren.“ Eine Sanierung wäre zudem nicht nur teurer geworden, eine Garantie, dass der Keller danach auch wirklich trocken sei, hätte es nicht gegeben.

Ein Haus aus Fertigteilen

Nach dem Abriss des alten Hauses werde die Bodenplatte für den Neubau gegossen, sagt Firle. Bis Mitte Mai soll der Rohbau stehen, das Richtfest ist laut Just/Burgeff Architekten für Juli oder August geplant. Das Haus selbst entsteht in Holzständerbauweise aus vorgefertigten Teilen, die einfach nur aufgestellt werden. „Zum einen vermindert das die Belastungen für die Anwohner. Zum anderen wäre ein Bau aus Stein mit täglichen Materiallieferungen direkt neben dem Hort einfach zu gefährlich“, sagt Firle. Im Frühjahr 2017 soll das Haus fertig sein.

Schneller als anfangs geplant, sollen die Arbeiten an der Kita beginnen: Hier rücken die Arbeiter im Dezember 2016 an. Statt Mitte 2018 soll die Fertigstellung Ende 2017 sein. Dabei wird die Kita im Gemeindegarten erweitert. So finden zwei neue U-3-Gruppen und endlich auch die Hortgruppe in der Kita Platz.

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