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Weihnachtsmarkt: Der Frankfurter Weihnachtsbaum ist da

Fast unbeschadet steht der Frankfurter Weihnachtsbaum seit gestern an seinem Platz vor dem Römer. Den meisten Schaulustigen gefällt die 33 Meter hohe Rotfichte aus dem Sauerland.
Kompliziert: Der Transporter muss von der Berliner Straße auf den Paulsplatz. Bilder > Foto: Rainer Rüffer Kompliziert: Der Transporter muss von der Berliner Straße auf den Paulsplatz.
Frankfurt. 

Gute drei Stunden dauert es am Dienstagnachmittag, bis der diesjährige Frankfurter Weihnachtsbaum auf seinem Platz steht. Leicht schief ragt die Spitze der insgesamt 33 Meter hohen Rotfichte vor dem Römer in den Himmel. Die Besucher, die das Spektakel ab 13 Uhr verfolgt haben, sind zufrieden.

Dabei hat es beim Anliefern zunächst Schwierigkeiten gegeben. Unweit des Römerbergs kann der Schwertransporter eine Kurve erst nach mehreren Anläufen nehmen und drückt dabei einige Äste gegen eine Ampel. Der 125 Jahre alte und über 8 Tonnen schwere Brocken übersteht die Fahrt dennoch fast unbeschadet. Spendiert wird er von der sauerländischen Stadt Schmallenberg, aus dessen Stadtwald er stammt.

Trotz der sorgfältigen Auswahl im Vorfeld ist der Baum dann doch einige Zentimeter zu dick für den für ihn vorgesehenen Betonschacht vor dem Römer. Daher muss er um gut zwei Meter gekürzt werden, um schließlich platziert werden zu können. Auf ihm werden in den nächsten Wochen noch fast drei Kilometer Lichterketten mit rund 6 000 Lichtern befestigt. Fertig sein muss alles am Montag, 27. November, wenn der Frankfurter Weihnachtsmarkt feierlich eröffnet wird.

Für die Größe findet der Frankfurter Matthias Mzyk (54), der das Aufstellen mitverfolgt, den Baum schön. „Einen Weihnachtsbaum stellt man sich immer eher dreieckig vor, aber bei der Höhe ist das nicht möglich“, sagt er. Ein bisschen Meckerei gehöre aber schließlich auch dazu. Erstmalig hat der Baum dieses Jahr keinen Namen, wie auch Jo Artor feststellen muss. Die 62-Jährige ist Stadt-Guide und führt Touristen auf ihren Frankfurt-zu-Fuß-Touren („Frankfurt on foot“) auch am Weihnachtsbaum vorbei. Sie ist aber auch gekommen, um sich wie jedes Jahr einen heruntergefallenen Zweig mitzunehmen.

Zum ersten Mal beim Aufstellen dabei sind die Jura-Studenten Simon Kapitzer, Niklas Hofmann und Thorben Fischer. Sie haben es sich bereits kurz vor eins auf einer Bank gegenüber dem Römer bei einem Bier gemütlich gemacht. „Wir läuten damit gemeinsam die Weihnachtsmarkt-Saison ein“, erzählen sie, und harren die drei Stunden in der Kälte aus.

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