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Der Konsul packt ein

Von Bastian von Jarzebowski Natürlich geht auch der Bembel mit auf die Reise. Die ganze Woche lang hat der us-amerikanische Generalkonsul Edward Alford (60) Koffer gepackt. Jetzt hat er Frankfurt verlassen. Es geht zu seinem neuen Job in Banjul, der Hauptstadt Gambias.

Nach vier Jahren in der Mainmetropole hat ihn das Außenministerium der Vereinigten Staaten auf seinen neuen Posten versetzt.

Alford geht nicht ganz ohne Wehmut. Denn in den vergangenen Jahren hat er Frankfurt lieben gelernt. "Alles im Leben hat seine Vor- und Nachteile. In meinem Beruf sieht man sehr viel von der Welt. Aber man bekommt keinen richtigen Heimatort." Der Generalkonsul und künftige Botschafter reist indes mit leichtem Gepäck. Denn die meisten Möbel bleiben in seiner Frankfurter Residenz für den Nachfolger. Nur ein paar Andenken wie den Bembel hat er eingepackt.

Diplomaten sind Nomaden und reisen mit leichtem Gepäck. Nachdem Alford seine Lieblingsstücke versorgt hatte, haben zwei Möbelpacker genügt, um die Sachen in den Lastwagen zu laden. Per Luftfracht sind Umzugskartons bereits auf dem Weg nach Afrika.

Sein neuer Job wird für Alford eine große Umstellung. Er leitete hier das größte US-Konsulat der Welt mit fast 1000 Angestellten. Es ist die bedeutendste Drehscheibe zur Versorgung von fast der Hälfte aller US-amerikanischen Auslandsvertretungen. Die Hauptstadt von Gambia hat gerade einmal 32 000 Einwohner. Ein Dorf im Vergleich zu Frankfurt.

Dennoch freut sich Alford auf seine neue Aufgabe: "Die Menschen dort sind sehr gastfreundlich, haben einen ganz eigenen Stolz und sind sehr warmherzig."

Edward Alford kam vor fast 40 Jahren zum ersten Mal nach Deutschland. Als Soldat lernte der Pfarrerssohn aus Virginia in Augsburg seine Frau Sigrid kennen. Dann wurde er Diplomat.

Bevor er vor drei Jahren den Posten als US-amerikanischer Generalkonsul in Frankfurt annahm, brachte ihn seine Laufbahn als Diplomat in die ganze Welt. Rom, Nairobi, Moskau, Bagdad, Windhoek oder Islamabad waren nur einige seiner Stationen. Auf seine drei Jahre in Frankfurt blickt er mit einer großen Zufriedenheit zurück.

In Gambia wird er den bedeutendsten Posten seiner Laufbahn einnehmen. Dann hat er als Botschafter seines Landes auf der Karriereleiter der Diplomaten die höchste Stufe erreicht. Egal, wo er auf der Welt schon war: Mit Deutschland, so sagt der 60-Jährige, sei er immer stark verbunden gewesen. Er liebt Rilke, hat Schiller gelesen und hat die vergangenen drei Jahre in der Geburtsstadt Goethes genossen.

Im Frankfurter US-Konsulat wir die stellvertretende Generalkonsulin Charisse M. Phillips für die kommenden Monate die Geschäfte übernehmen. Alfords Nachfolger wird im Herbst erwartet. Zurzeit bereitet er sich auf den Posten vor.

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