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Stadtverwaltung: Der Stellenplan steht, doch Mitarbeiter fehlen

Von Der mit dem Haushalt 2017 verabschiedete Stellenplan sieht 575 zusätzliche Stellen in der Stadtverwaltung vor. Die zu besetzen, dürfte nicht ganz einfach sein.
Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) erhält mehr Mitarbeiter. Foto: Christian Christes (CHRISTES) Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) erhält mehr Mitarbeiter.
Frankfurt. 

Die FDP im Römer reagierte mit Ablehnung auf die geplante Stellenvermehrung in der Stadtverwaltung. Sie forderte eine Verwaltungsreform statt mehr Arbeitskräfte. Nach jüngstem Stand sind es 575 neue Arbeitsplätze, die dort entstehen sollen. Damit sind es noch einmal elf Stellen mehr, als es diese Zeitung in ihrer Haushaltsberichterstattung gemeldet hatte.

Ursache dafür sind die Anträge der Fraktionen der Koalition aus CDU, SPD und Grünen im Römer, die noch weitere Stellen forderten. Geplant waren ursprünglich 540 neue Jobs. Personaldezernent Stefan Majer (Grüne) begründete die Personalaufstockung mit dem Wachstum der Stadt. Von 2010 bis 2016 sei die Zahl der Einwohner Frankfurts um knapp elf Prozent auf heute fast 730 000 Einwohnerinnen und Einwohner angewachsen: „Das sind 80 000 Bürger mehr.“

Genehmigung fehlt noch

Doch bis mehr Mitarbeiter eingestellt werden können, muss erst einmal der Haushalt 2017 von der Genehmigungsbehörde, dem hessischen Innenministerium, gebilligt werden. Erst dann kann das Personalamt der Stadt Frankfurt Maßnahmen zur Personalgewinnung ergreifen. Selbstverständlich können nicht alle 575 Stellen auf einen Schlag besetzt werden.

Derzeit hat die Stadt laut Personalamtsleiter Christian Ley 508 Beschäftigte in 16 Berufen in Ausbildung (Stand 31. Dezember 2016). Davon sind 150 im gehobenen Dienst und 150 im mittleren Dienst der Verwaltung in Ausbildung. Sie haben gute Chancen, unbefristet in den Dienst der Stadt übernommen zu werden. Dennoch wird die Kommune mittelfristig die zusätzlichen Stellen nicht ausschließlich mit dem eigenen Nachwuchs besetzen können. Denn: „In den nächsten zehn Jahren gehen 25 Prozent der städtischen Beschäftigten in den Ruhestand“, sagt Ley. Deshalb sollen auch mit Hilfe von Zeitungsanzeigen Mitarbeiter von außerhalb geworben werden. „Wer Karriere machen oder sich verändern will, ist bei der Stadt Frankfurt willkommen“, erklärt der Personalamtsleiter.

Sachbearbeiter gesucht

Von den 575 Stellen entfallen 38 Prozent auf den mittleren Dienst, 50 Prozent auf den gehobenen und zwölf auf den höheren. Gesucht sind laut Ley vor allem Sachbearbeiter und Sachgebietsleiter des mittleren und gehobenen Dienstes.

Allein das Jugend- und Sozialamt kann mit mehr als 200 zusätzlichen Stellen rechnen. Denn mit der Zahl der Einwohner erhöhe sich auch die Zahl der Bedürftigen, erklärt Christian Ley.

Auch die große Zahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die Frankfurt aufgenommen hat, erfordert zusätzliche Arbeitskräfte in den Jugend- und Sozialämtern. 50 neue Mitarbeiter sollen die Jobcenter verstärken.

Ein weiterer Schwerpunkt der Personaloffensive ist das Stadtschulamt. Dort sind 40 neue Stellen eingeplant, um den Schulentwicklungsplan und den „Aktionsplan Schule“ umzusetzen. Dieser sieht vor, in fünf Jahren 150 Millionen Euro für die Sanierung von Schulen auszugeben.

Das Ordnungsamt erhält 35 zusätzliche Mitarbeiter. Die Schwerpunkte liegen bei der Stadtpolizei, der Ausländerbehörde sowie der Lebensmittelüberwachung.

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