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Der weiße Garten von Eschersheim

Vor fast 30 Jahren legte Helga Urban ihren weißen Garten an, der viele Liebhaber von Pflanzen und Blumen lockt. Dreimal im Jahr bietet sie Führungen zu verschiedenen Themen durch ihr Gartenparadies an.
Die passionierte Gärtnerin Helga Urban (72) hegt und pflegt ihren weißen Garten. Zu den Pflanzen, die in dem Kleinod wachsen, zählt auch die Rose „Schneewittchen“, eine Strauchrose, die mehrmals im Jahr blüht.	Fotos: Rainer Rüffer Bilder > Die passionierte Gärtnerin Helga Urban (72) hegt und pflegt ihren weißen Garten. Zu den Pflanzen, die in dem Kleinod wachsen, zählt auch die Rose „Schneewittchen“, eine Strauchrose, die mehrmals im Jahr blüht. Fotos: Rainer Rüffer
Eschersheim. 

Die Wolken am Himmel ziehen sich langsam zu und lassen nur noch vereinzelt Sonnenstrahlen durch. Regen kündigt sich an und taucht den weißen Garten von Helga Urban (72) in ein geheimnisvoll wirkendes Licht. Wie viele Pflanzen das Kleinod beherbergt, kann die passionierte Gärtnerin nicht genau benennen. Vor fast 30 Jahren hat sie damit begonnen, die rund 200 Quadratmeter große Fläche hinter ihrem Haus anzulegen und stetig weiter zu entwickeln.
 

Bilderstrecke Ein urbanes Gartenparadies: Hier blüht es fantastisch
Helga Urban hat sich in Eschersheim ein grünes, oder besser gesagt, weißes Paradies angelegt. Fotos: RüfferWo man hinschaut, sieht man weiße Tupfen.Weiße Tumblerrosen ranken sich an Kletterhilfen empor.

 

Blühende Gartenpracht

 

Der Garten zeigt sich aktuell von seiner schönsten Seite: So haben sich die Blüten verschiedener Rosen geöffnet, zu der beispielsweise das „Schneewittchen“ zählt. Es handelt sich hierbei um eine Strauchrose, die mehrmals im Jahr blüht. Außerdem gibt es verschiedene Rambler-Rosen wie die „Rambling Rector“, die in Bäume hineinwächst und wie eine Girlande herunterhängt. Im Herbst bildet diese kleine Hagebutten, die an Liebesperlen erinnern. Zu den Rambler Rosen zählt auch die Gardenia-Rose, die derzeit ebenfalls blüht. Sie ist gefüllt und duftet wunderschön.

 

Es gibt außerdem eine weißblühende Kletterhortensie, die an der Hauswand hochklettert und nach Honig duftet. Weiße Glockenblumen, Lilien, Pfingstrosen, Clematis, Freilandorchideen und der Rittersporn zeigen sich derzeit ebenfalls in voller Pracht. „Als ich 1985 anfing, den Garten zu bearbeiten, war ich noch voll berufstätig und hatte viel weniger Zeit als heute“, erzählt sie. Mittlerweile ist dort ein kleines Gartenparadies entstanden, das viele Liebhaber von Blumen und Pflanzen lockt. Dreimal pro Jahr bietet Urban hier Führungen zu bestimmten Themen an. Für 2014 sind diese bereits ausgebucht.

Der Wunsch nach einem eigenen weißen Garten wuchs bei Helga Urban bereits in jungen Jahren. „Mein Mann Klaus und ich haben uns damals in der Tanzstunde kennengelernt“, erzählt sie. „Sonntags sind wir gerne gemeinsam spazieren gegangen. An der Bockenheimer Landstraße gab es früher zahlreiche alte Gärten, die mir sehr gut gefallen haben.“ So sei der Traum entstanden, einen eigenen weißen Garten anzulegen. „Mein Garten ist so aufgebaut, dass über das Jahr verteilt immer etwas blüht“, fügt sie hinzu. Im Winter sei dies natürlich weniger als zu den anderen Jahreszeiten.

Damit ihr Garten größer wirkt, arbeitet Urban bei der Gestaltung mit einem Trick: In einer Ecke stehen zwei Spiegel, durch die eine Illusion erzeugt wird. Hiermit wird dem Besucher der Eindruck vermittelt, dass der Garten nach hinten raus viel größer ist als in Wirklichkeit. Dieser Eindruck wird außerdem Hochbeete erzeugt, die sich dort ebenfalls befinden. Im Wintergarten – eine umgebaute Garage – zieht sie Setzlinge nach. Er dient auch zur Überwinterung der Pflanzen, die kein kaltes Wetter vertragen.

 

Gartenbuchautorin

 

Urban verfügt über ein umfangreiches Wissen, hat selbst bereits 17 Gartenbücher zu verschiedenen Themen wie „Duftgärten“, „Pflanzen für den weißen Garten“ oder „Kamelien“ verfasst, teils zusammen mit ihrem Mann Klaus Urban. „Angefangen hat es damit, dass mein Mann und ich das Buch ,Klassische Rosen’ von Peter Beales vom Englischen ins Deutsche übersetzt haben“, sagt Urban. Weitere Buchübersetzungen folgten, bevor sie selbst mit dem Schreiben begann. „Dem ging die Idee voraus, ein Buch über Kamelien zu übersetzen, das ich bei einer Reise in Neuseeland entdeckt haben.“ Doch der Verlag schlug ihr vor, ein eigenes Buch zu dem Thema zu schreiben.

Während des Rosen- und Lichterfestes im Palmengarten (6. bis 9. Juni) ist Urban mit einem Beratungsstand über Rosen in der Galerie.

 

Weitere Informationen im Internet unter www.hukurban.de.

 

(alf)
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