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Adolf Katzenmeier tot: Deutscher Fußball trauert um «Adi» Katzenmeier

Für Karl-Heinz Körbel war er der «Retter» seiner Karriere, Joachim Löw würdigte ihn als «gute Seele» des Nationalteams. Knapp ein halbes Jahrhundert war Adolf Katzenmeier beim Deutschen Fußball-Bund nicht wegzudenken.
Der langjährige Nationalmannschafts-Physiotherapeut Adolf Katzenmeier steht am 19.11.2014 in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main (Hessen) bei einem Empfang zu seinem 80. Geburtstag. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Der langjährige Nationalmannschafts-Physiotherapeut Adolf Katzenmeier steht am 19.11.2014 in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main (Hessen) bei einem Empfang zu seinem 80. Geburtstag.
Frankfurt.  45 Jahre lang war er beim Deutschen Fußball-Bund der Mann mit den heilenden Händen. Bei sieben Welt- und Europameisterschaften betreute Adolf Katzenmeier die Nationalspieler, Franz Beckenbauer hatte den Physiotherapeuten kurz vor der WM 1974 als Masseur für das Team empfohlen. «Das Helfen ist mein Leben», sagte Katzenmeier zu seinem 80. Geburtstag im November 2014. In der Nacht zu Mittwoch ist er in Frankfurt am Main gestorben.

Die Spieler und Trainer vertrauten «Adi», wie er liebevoll genannt wurde. Zur Feier seines runden Geburtstags waren neben Bundestrainer Joachim Löw, Auswahlmanager Oliver Bierhoff und Torwart-Trainer Andreas Köpke auch zahlreiche weitere Wegbegleiter gekommen. «Adi war über viele, viele Jahre hinweg bei der Nationalmannschaft die gute Seele», sagte Löw.

Sepp Herberger holte Katzenmeier bereits 1963 zum DFB, zunächst betreute er die Juniorenteams, die Amateur- und Olympiaauswahl. Zur Heim-WM vor 42 Jahren wurde er Masseur des Nationalteams, leitete später auch die physiotherapeutische Abteilung. Im November 2008 wurde er verabschiedet.

«Wir haben viele Schlachten zusammen geschlagen», erinnerte sich Völler an seine Zeit als Profi und Coach. «Adi war immer zäh wie Leder.» Die Nachricht mache ihn «sehr betroffen. Mit ihm verbinde ich viele schöne, gemeinsame Erlebnisse», sagte der Manager der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff.

Auch Rekord-Bundesligaspieler Karl-Heinz Körbel hatte dem Masseur viel zu verdanken. «Er war der Retter meiner Karriere», berichtete Körbel, der sich 1986 das Schien- und Wadenbein gebrochen hatte. Seine Heilung sei ein «Meisterstück» Katzenmeiers gewesen. «Adi ist einer der wenigen Künstler, die es in diesem Geschäft noch gibt.»

Und auch die aktuelle Generation hat Katzenmeier nicht vergessen. Es gehe «ein Stück Nationalmannschafts-Geschichte», sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. «Er war nicht nur ein ausgezeichneter Physiotherapeut, sondern auch ein sensibler und einfühlsamer Mensch, dem sich die Spieler jederzeit anvertrauen konnten.» Die Trauerfeier und Beisetzung Katzenmeiers sollen auf Wunsch der Angehörigen im engsten Familienkreis stattfinden, teilte der DFB mit.

 
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