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Private Wirtschaftshochschule: Die Frankfurt School zieht an die Adickesallee

Zwischen dem Polizeipräsidium und dem Hauptfriedhof baut sich die Frankfurt School of Finance and Management einen neuen Campus. Bevor die Erasmus-Schule im August in deren jetziges Gebäude in der Sonnemannstraße einziehen kann, muss dort aber noch einiges verändert werden.
Noch versperrt die Baustelle den Blick auf das imposante Gebäude der „Frankfurt School of Finance“. Auf dem Areal an der Adickesallee war früher die Oberfinanzdirektion, der Flachbau vorne ist ein Überbleibsel davon. Die Vorlesungen an der Hochschule sollen im September im neuen Gebäude starten. Foto: Salome Roessler Noch versperrt die Baustelle den Blick auf das imposante Gebäude der „Frankfurt School of Finance“. Auf dem Areal an der Adickesallee war früher die Oberfinanzdirektion, der Flachbau vorne ist ein Überbleibsel davon. Die Vorlesungen an der Hochschule sollen im September im neuen Gebäude starten.
Frankfurt. 

Noch ist der Blick auf den künftigen Campus der „Frankfurt School of Finance and Management“ von sandigem Boden und Baugeräten statt von saftigen Wiesen geprägt. Dennoch ist schon erkennbar, dass das neue Domizil der privaten Wirtschaftshochschule sich nicht hinter den imposanten Gebäuden des nahen Campus Westend verstecken muss. Die schlichte Geometrie übernahmen die Architekten von „Henning Larsen Architects“ vom Gebäude der ehemaligen Oberfinanzdirektion, das zuvor an dieser Stelle stand. Der neue Bau gliedert sich in zwei Riegel, deren Aussparungen Terrassen entstehen lassen. Den Vorgaben des Denkmalschutzes entsprechend wurde der Pavillon nicht abgerissen, sondern in die Gestaltung des Campus eingearbeitet.

Christopherus Nöchel freut sich schon auf den neuen Standort der Erasmus-Schule. Denn das Gebäude ist moderner und zentraler als das  bisherige. Bild-Zoom Foto: Leonhard Hamerski
Christopherus Nöchel freut sich schon auf den neuen Standort der Erasmus-Schule. Denn das Gebäude ist moderner und zentraler als das bisherige.

Obwohl die „Frankfurt School“ erst im Jahr 2001 ihr aktuelles Heim in der Sonnemannstraße nahe der Europäischen Zentralbank (EZB) bezog, wurde der Umzug notwendig, weil es der Hochschule in den letzten Jahren dort zu eng geworden war und man weitere Räume anmieten musste. In dem neuen Gebäude zwischen dem Polizeipräsidium und dem Hauptfriedhof sollen ab dem nächsten Jahr alle Bereiche unter einem Dach Platz finden.

Mehr Ruhe- und Lernräume

Mit dem Neubau habe man die Räumlichkeiten auf die Bedürfnisse von Studium und Lehre abstimmen können, heißt es aus der Hochschule. So werde es mehr Räume geben, in denen sich die Studenten ausruhen oder gemeinsam lernen können. In sogenannten „Havard-Räumen“ wolle man zudem die Frontalstellung zwischen Dozent und Studierenden auflösen, damit diese in Seminaren besser miteinander diskutieren könnten. Wie in einer Miniaturversion eines Amphitheaters steht der Lehrende in der Mitte. Die Plätze der Studierenden umringen ihn und erhöhen sich trichterförmig zu den Wänden hin. So schaut man auch von der letzten Reihe in die Gesichter seiner Kommilitonen statt nur auf deren Rücken und Hinterköpfe. Insgesamt sollen Bau und Umzug 100 Millionen Euro gekostet haben. Läuft alles nach Zeitplan, werden im August die ersten Umzugslaster gepackt, und der akademische Betrieb wird im September am neuen Ort aufgenommen.

Neustart für Erasmus-Schule

Pünktlichkeit ist dabei besonders gefragt, denn in den alten Hochschulräumen soll schon im August wieder unterrichtet werden. Der Arbeiter-Samariter-Bund hat das Gebäude für die von ihm betriebene „Erasmus Frankfurter Stadtschule“ erworben. Dazu gehört die Erasmus-Grundschule mit etwa 450 und Frankfurts kleinstes Gymnasium mit neun Schülern. Letzteres hat erst im vergangenen Jahr seinen Betrieb aufgenommen und setzt das trilinguale Konzept der Grundschule in einer weiterführenden Schule fort. Die Erasmus-Schulen können zwar einen Teil der Einrichtung von der „Frankfurt School“ übernehmen: etwa Projektoren, Stühle und Tische. Bevor es im neuen Haus aber losgehen kann, muss auch dort umgebaut werden. Im dritten Stock müssen aus Büroräumen Schulzimmer werden. Der kleine Teich im Innenhof hat für Studenten sicher eine schöne Atmosphäre gemacht. Für Grundschüler sei er aber eine Gefahrenquelle, sagt Christopherus Nöchel, der für die Erasmus-Schulen den Umbau organisiert. Auch die Geländer, die davor schützen, dass man ins Wasser oder von der Terrasse im dritten Stock zu stürzt, seien für Kinder ungeeignet. Das Problem: Querstreben. Kinder kletterten überall hinauf, wo es nur gehe. Darum seien die Geländer mit horizontalen Streben eher als Leitern zu betrachten und müssten durch Geländer mit vertikalen Streben ersetzt werden. In der Architektur steckt der Teufel im Detail.

Das Foyer in der Sonnemannstraße wird noch umgebaut. Hier gehen bald die Erasmus-Schüler ein und aus. Bild-Zoom Foto: Leonhard Hamerski
Das Foyer in der Sonnemannstraße wird noch umgebaut. Hier gehen bald die Erasmus-Schüler ein und aus.

Veränderungen muss es aber nicht nur drinnen geben. Die Sonnemannstraße ist eine vielbefahrene Hauptstraße. Für den Schulbetrieb muss das Tempo dort auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt werden. Auch braucht es Parkmöglichkeiten für Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen. Nach Nöchel ist man darüber mit der EZB im Gespräch. Erasmus-Schule und „Frankfurt School“ sagen, sie liegen im Zeitplan.

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