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Die IGS Süd wird kommen – nur wann?

Von In Sachsenhausen läuft mit dem Zusammenschluss mehrerer Schulen alles auf eine IGS Süd hinaus. Frühestens 2016 könnte die neue Schule starten.
OB Peter Feldmann hat sich im Oktober von Reinhold Dallendörfer, Schwanthalerschule, die Lage der umliegenden Schulen erklären lassen.	F.: Faust OB Peter Feldmann hat sich im Oktober von Reinhold Dallendörfer, Schwanthalerschule, die Lage der umliegenden Schulen erklären lassen. F.: Faust
Sachsenhausen. 

Die Gedankenspiele für einen Bildungscampus mit einer neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) in Sachsenhausen schreiten voran. In diesem Jahr allerdings wird es wohl nichts mehr werden mit dem Umbruch in der Schullandschaft des Frankfurter Südens. Zumindest gehen davon die am Prozess beteiligten Schulleiter aus. „Stand ist, wir warten auf den Schulentwicklungsplan“, sagt Reinhold Dallendörfer, Leiter der Schwanthalerschule. Bildungsdezernentin Sarah Sorge (Grüne) will das Papier voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März vorlegen.

Zum Schuljahreswechsel im Sommer, so wie von einigen im Stadtteil ursprünglich erhofft, wird sich eine neue IGS Süd damit allerdings wohl nicht mehr realisieren lassen. Klar ist, dass die Schwanthalerschule als Hauptschule keine Zukunftsperspektive mehr sieht und deshalb den Zusammenschluss mit der nahe gelegenen Holbeinschule unter dem neuen gemeinsamen Dach einer IGS sucht. „Die Tendenz geht ganz klar zur IGS Süd, darauf wird es hinauslaufen. Es gibt auch konkrete Vorschläge, die sind aber natürlich alle vorbehaltlich der politischen Entscheidung“, bleibt Dallendörfer vage. Er geht zwar davon aus, dass sich die Koalitionspartner im Römer auf die IGS einigen werden, dann jedoch müsse ja auch noch Wiesbaden der Umstrukturierung zustimmen. „Ich rechne damit, dass es zum Schuljahreswechsel 2016 / 2017 klappt“, sagt Dallendörfer.

Räume inspiziert

Diese Einschätzung teilt auch sein Kollege Rüdiger Lang, der Leiter der Holbein-Realschule. „Sinnvoll wäre es, eine Planungsgruppe noch im Schuljahr 2015 / 2016 einzurichten und dann ein Jahr später mit dem Neustart zu beginnen“, sagt Lang.

Eine Kommission des Stadtschulamtes sei bereits bei ihm in der Schule gewesen, um die Räumlichkeiten zu inspizieren, berichtet Lang. Neben der konkreten pädagogischen Ausformung der IGS Süd steht nämlich auch noch die Entscheidung darüber aus, wo der neue Bildungscampus entstehen soll. Einiges spricht dafür, den neuen Schulverbund im Gebäude der Schwanthalerschule zu etablieren. „Über einen räumlichen Verbund wird nachgedacht“, sagt Lang. Dafür allerdings müsste die Textorschule umziehen, etwa in das frisch renovierte Gebäude der ehemaligen Heinrich-von-Stephan-Schule. Auch ein Gebäudetausch zwischen Textor- und Holbeinschule scheint eine denkbare Option zu sein. Zur Diskussion stand aber auch bereits, die Textorschule in den IGS-Verbund mit aufzunehmen und so einen „Bildungscampus“ entstehen zu lassen.

Es wird wohl ein ganz schönes Geschiebe und Gedrücke, bis die neue IGS Süd ihre konkrete Form gefunden haben wird. Auch, weil bereits eine weitere Schule das Aufgehen im Verbund der Schulen als Zukunftsoption sieht. Die Wallschule, eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, soll im Zuge der Inklusionbemühungen der Stadt sukzessive auslaufen. Schulleiterin Maria Sator-Marx sieht in der neuen IGS durchaus Vorteile, auch für ihre Schüler. „Es gibt unterschiedliche Denkmodelle und sicher ist noch nichts. Aber wir sind in die Gespräche eingebunden, und alle Seiten bemühen sich um eine konstruktive Diskussion“, sagt Sator-Marx.

Förderschule macht mit

Der neuen IGS Süd kann die Schulleiterin durchaus Positives abgewinnen. „Wir könnten uns gut vorstellen, mit den Klassen eins bis vier im Gebäude der ehemaligen Heinrich-von-Stephan-Schule eine neue Grundschule aufzubauen. Die könnte ganztägig und inklusiv arbeiten. Die älteren Schüler der Wallschule könnten dann unter dem Dach der IGS Süd eine neue schulische Heimat finden. „Wir würden uns in die Planungen für die IGS Süd gerne einbringen und dort mit unseren Kindern aufgehen“, sagt Sator-Marx.

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