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Die „Kastanie“ war ein Herzenswunsch

Das Team der „Kastanie“: Regina Hertel, David Garcia, Danijel Durak (Inhaber und Küchenchef ) und Jadranka Durak-Schäfers. Foto: L.Hamerski Das Team der „Kastanie“: Regina Hertel, David Garcia, Danijel Durak (Inhaber und Küchenchef ) und Jadranka Durak-Schäfers.

Danijel Duraks Herz schlägt für Fechenheim. „Ich lebe seit 25 Jahren in diesem Stadtteil und wollte auch mein Restaurant hier eröffnen.“ Als die Gastwirtschaft in der Leinwebergasse plötzlich zu pachten war, hat er sich deshalb sofort mit dem Vermieter in Verbindung gesetzt – und den Zuschlag erhalten. Seinen Traum vom eigenen Lokal konnte sich der Jungunternehmer allerdings nicht auf Anhieb erfüllen. „Um aus dem früheren ,Engel‘ die heutige ,Kastanie‘ zu machen, haben wir gute sechs Monate renoviert“, erzählt der 31-Jährige. Mit Unterstützung des Vaters hat Durak die rustikale Gastwirtschaft in ein modernes Restaurant verwandelt. Der nostalgische Charme des Fachwerkhauses ist dabei erhalten geblieben.

Durch braune Holzmöbel und Sitzbänke in sattem Rot wirkt alles sehr gemütlich. Eine Reihe hoher Türen verbindet den Gastraum mit einem Innenhof. Hier wächst auch die namensgebende Kastanie in den Himmel. Außerdem gibt es mehrere Platanen, die im Sommer schattige Plätze garantieren. Da machen Veranstaltungen gleich noch mehr Spaß. Zumal sich die Anwohner dadurch nicht gestört fühlen. „Mit unseren Nachbarn haben wir wirklich großes Glück“, betont Durak.

Der Gastronom ist übrigens nicht nur Hausherr, sondern auch Küchenchef der Kastanie. „Kochen ist schon immer meine Leidenschaft gewesen. Bereits als Kind habe ich meiner Mutter in der Küche geholfen.“ Die Kochlehre hat er im Arabella Sheraton in Niederrad absolviert. Danach folgten verschiedene Stationen im Rhein-Main-Gebiet. „Ich habe viel ausprobiert, um viele Eindrücke zu sammeln“, sagt er. Solchermaßen gerüstet wagte er seinen Traum vom eigenen Lokal zu realisieren. In der „Kastanie“ bietet Durak eine Speisekarte, die er zweimal jährlich wechselt. Mit zusätzlichen Empfehlungen reagiert er auf das, was die Saison und der Großmarkt hergeben.

„Ich gehe dort selbst einkaufen, weil ich dabei die besten Ideen bekomme.“ Sein Angebot umfasst einfache Gerichte mit Pfiff, lässt aber auch Tendenzen zu einer gehobenen Küche erkennen, die sich Abstecher in andere Länder erlaubt. Das Ergebnis ist ein milder Schafskäse im Kürbiskernmantel, der gut mit den würzig abgeschmeckten Blattsalaten und dem karamellisierten Mangofilet harmoniert (7,20 Euro). Allerdings hat Durak den Zucker zu lange in der Pfanne geschmolzen. Den kleinen Patzer macht er bei den Hauptgerichten wieder wett: Zum zarten Schweineschnitzel gibt es Bratkartoffeln, Spargel und Sauce Hollandaise (18,90 Euro) – alles einwandfrei. Eine Alternative bilden die Gnocchi, deren Teig aus Kartoffeln, Basilikum und Mehl besteht. „Ich verwende keine Eier, weil ich sie auch in einer veganen Variante verkaufe“, so der Küchenchef. Heute schmecken seine Kartoffelnocken mit Tomaten-Orange-Sahne, kross frittiertem Rucola, Walnüssen und frisch gehobeltem Parmesan (8,50 Euro).

Und was hält der Weinkeller dazu bereit? Zum Schnitzel darf es laut Inhaber gern ein Blanc de Noir sein (0,2 l für 6,90 Euro). „Die roten Trauben für diesen Weißwein gedeihen bei Florian Geisser in der Pfalz.“ Überhaupt finden sich auf der Karte viele Erzeugnisse von deutschen Winzern. Vor allem bei den Rotweinen sind auch Kollegen aus Frankreich, Italien und Spanien vertreten. Wer es auf die zweimal im Jahr wechselnde Karte schafft, entscheiden die Fachleute vom Weinkontor Schwan. Sie haben auch den Apfel-Secco der Griesheimer Kelterei Nöll (0,1 l für 4 Euro) ins Sortiment genommen. Anspruchsvolle Lokalpatrioten können ihren Durst also mit einem feinen Stöffchen aus Frankfurt stillen.

Restaurant Kastanie: Fechenheim, Leinwebergasse 4–6, Tel. 069 417100, www.kastanie-in-fechenheim.de, Mo–Do 11.30–15 + 17–22.30, Fr 11.30–15 + 17–23.30, Sa 17–23.30, So 11–21.30 Uhr, Sitzplätze: 40 innen/50 außen, Küche: europäisch

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