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Die Männer hinter dem verkaufsoffenen Sonntag

Zeigen den Flyer zum Stadtteil-Sonntag: Sebastian Schugar, Stadtrat Markus Frank, Ralph Haerth und Franz Steul (v.l.).	Foto: Rainer Rüffer Zeigen den Flyer zum Stadtteil-Sonntag: Sebastian Schugar, Stadtrat Markus Frank, Ralph Haerth und Franz Steul (v.l.). Foto: Rainer Rüffer
Frankfurt. 

Der Stadtteilsonntag mit 14 teilnehmenden Quartieren am 12. Oktober wird erstmals vom Dachverband Frankfurter Gewerbevereine organisiert. Für dessen Vorstand bedeutet das sehr viel ehrenamtliche Arbeit neben Beruf und Familie.

120 000 Flyer, über 2000 Aufkleber, 1700 Plakate in unterschiedlichen Größen und acht Spannbänder mussten nicht nur hergestellt, sondern müssen auch noch verteilt werden – in verschiedenen Geschäften, die sich wiederum auf die ganze Stadt erstrecken. Hinzu kommen eine Internetseite, die aktualisiert werden muss, und Radiospots sowie eine Zeitungsbeilage, die konzipiert, hergestellt und verbreitet werden wollen, damit der Stadtteilsonntag so erfolgreich wird, wie jener im vergangenen Jahr.

Beim dreiköpfigen Vorstand des Dachverbands Frankfurter Gewerbevereine – Franz Steul (1. Vorsitzender) aus Bornheim, Sebastian Schugar (1. Stellvertreter) aus Fechenheim und Ralph Haerth (2. Stellvertreter) aus dem Ostend – der den Sonntag heuer zum ersten Mal selbst plant und koordiniert, ist man daher froh, dass sich hauptsächlich die Frankfurter Wirtschaftsförderung um die Druckerzeugnisse kümmerte. Denn die unzähligen Gespräche mit sehr vielen Beteiligten in der ganzen Stadt kosten den Vorstand enorm viel Zeit – ehrenamtlich sowie neben dem Hauptberuf und der Familie wohlgemerkt. Für Tausendsassa Steul, der auch die Geschicke des Gewerbevereins Bornheim-Mitte lenkt, jahrzehntelang im Vorstand der TG Bornheim aktiv war und noch immer Inhaber des Spielwarengeschäfts Meder auf der Berger Straße ist – bestand die zeitintensivste Arbeit jedoch im Suchen und Finden von Sponsoren und Partnern. Zu den 35 000 Euro der Stadt kamen so noch einmal rund 30 000 Euro hinzu. „Auch wenn das städtische Geld eine große Summe ergibt, sind das bei 14 Stadtteilen genau 2500 Euro pro Quartier und damit nicht mehr viel“, erklärt Steul. Hinzu kommt viel Arbeit, die über 500 im Dachverband organisierten Gewerbetreibenden, Dienstleister und Institutionen von der Wirksamkeit des Stadtteilsonntags zu überzeugen, weil sich dieser nicht in Umsatz messen lasse, erläutert Ralph Haerth: „Der Umsatz kommt später.“ Der Mehrwert bestehe zunächst in der viel höheren Aufmerksamkeit gegenüber lokalen Anbietern und des eigentlichen Problems, dass Internethandel und Konzernketten den Nahversorgern das Leben extrem schwer machen. Und dass die Stadtteilbewohner merken, welche Schätze sie eigentlich vor der Tür haben.

Sebastian Schugar erklärt die Motivation, sich für die Quartiere richtig ins Zeug zu legen, mit Heimatliebe: „Damit es rund ums zu Hause so schön bleibt, wie es ist.“

(peh)
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