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Renaturierung: Die Wasserqualität des Erlenbachs soll besser werden

Die Wasserqualität verbessern, noch mehr Flora und Fauna eine Heimat und Kindern weitere Möglichkeiten zum Planschen geben, das möchte der Ortsbeirat Nieder-Erlenbach durch Renaturierung des Erlenbachs.
Ingrid Reitzammer hockt am Erlenbach. Sie kämpft für die Renaturierung. Foto: Leonhard Hamerski Ingrid Reitzammer hockt am Erlenbach. Sie kämpft für die Renaturierung.
Nieder-Erlenbach. 

Sanft schlängelt sich der Erlenbach durch den idyllischen Stadtteil, dicht gesäumt von hohen alten Bäumen. Er bietet kleine Buchten und Steininseln zum Ausruhen für Enten und Gänse, Hunde jagen Stöckchen nach und Kinder planschen gern im Wasser. An manchen Stellen ist der Bach durch Steine und Mauern befestigt. Damit die Wasserqualität besser wird und mehr Tiere und Pflanzen heimisch werden können, hat der Ortsbeirat 13 einstimmig dem Vorschlag der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ingrid Reitzammer zugestimmt, eine Anfrage zur Renaturierung des Erlenbachs an den Magistrat zu stellen.

Im Februar hatte Professor Dr. Ursel Heudorf vom Gesundheitsamt die Bürger während einer Ortsbeiratssitzung darüber aufgeklärt, dass Ende 2017 im Erlenbach multiresistente Keime nachgewiesen worden sind, aber die Wasserqualität seit 1997 deutlich besser geworden ist. „Jeder, der im Wasser war, sollte sich die Hände waschen. Das gilt vor allem für Kinder“, sagte sie und empfahl, im Erlenbach nicht zu schwimmen. „Wir möchten, dass es noch besser wird“, sagt Reitzammer und wünscht sich ein Konzept zur kompletten Renaturierung in Nieder-Erlenbach. „Ich glaube, auf Dauer ist das nicht nur gut für Pflanzen und Tiere, sondern auch hilfreich, um Keime zu reduzieren. Am Alten Wehr, an der Brücke zum Schloss, an der Brücke am Bürgerhaus und hinter dem Tennisplatz wäre eine Renaturierung gut.“ Sogar einen Altarm kann man ausbaggern, um für Hochwasserschutz bei Unwettern zu sorgen, ergänzt Helmut Michel (CDU). „Bei Gronau gibt es das auch, und da wohnen jetzt sogar Kraniche.“

Gut für die Artenvielfalt

Henner Deutsch (Grüne) bezweifelt, dass die Keime verschwinden werden, „aber für die Artenvielfalt ist das absolut gut“. Seniorenbeirat Norbert Emde berichtet von einer Bachbegehung im März. „Vom Sportplatz bis zum Schäferköppel haben wir 120 Forellen gezählt und davon 35 bis 40 Jungforellen, die im Erlenbach zur Welt gekommen sind.“ Ingo Kusch (SPD) gibt zu bedenken, dass bei einem Altarm für die Liegewiese und Kleingärtner dann ein Ausgleich geschaffen werden soll. Von der BFF meldet sich Ingeborg Leineweber zu Wort. „Am Tennisplatz gab es am Steg Einfassungen und die schwämmen immer mehr auf. Da hat sich ein neues Flussbett entwickelt. Bei Asphaltwegen muss man aufpassen.“ Die Mitglieder des Ortsbeirates sind sich einig, dass der Magistrat ein Konzept erarbeiten sollte, wie und an welchen Stellen eine Renaturierung des Erlenbaches möglich ist.

Technisch machbar

Auf Anfrage ist auch die zuständige Stadt-Entwässerung nicht abgeneigt, sich Gedanken über den Erlenbach zu machen. „Noch liegt mir der Antrag nicht vor, aber an der einen oder anderen Stelle kann man sicherlich etwas machen“, so Stefanie Toth. „Der Erlenbach ist insgesamt relativ naturbelassen und ich sehe keinen akuten Handlungsbedarf. Dort, wo Häuser nah dran sind, ist es schwierig, und auch Grundstücke von Kleingärtnern oder Äcker sind schwer zu bekommen. Die Unterhaltung ist auch nicht immer einfach, aber technisch ist alles machbar. Man muss dann eben auf die Leute und Bauern zugehen. Ich werde mir den Erlenbach im Stadtteil demnächst noch mal anschauen, um mir ein genaues Bild zu machen.“

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