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Schüler-Presse-Preis: Die besten Nachwuchsreporter

Von Die besten Schülerzeitungen wurden jetzt beim Wettbewerb Schüler-Presse-Preis ausgezeichnet. Mit dabei bei den Preisträgern ist die Schule am Ried. Die erste Ausgabe von „Ried Me“ hatte der Jury gut gefallen.
Lehrerin Christiane Scholz-Bargon, Mirko Vukovic, Miriam Fenske und Siwei Chen (v. l.) von „Ried Me“ freuen sich über die Auszeichnung. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Lehrerin Christiane Scholz-Bargon, Mirko Vukovic, Miriam Fenske und Siwei Chen (v. l.) von „Ried Me“ freuen sich über die Auszeichnung.
Innenstadt/Bergen-Enkheim. 

Neuigkeiten verbreiten sich heute dank E-Mail, Internet und sozialer Netzwerke wie Facebook und Kurznachrichtendiensten wie Twitter nahezu in Echtzeit bis in die abgelegensten Winkel der Welt. Der Wettlauf mit der Zeit hat längst auch die Medienbranche erreicht. Das wissen natürlich auch die Redakteure von „RiedMe“. Das ist die Schulzeitung, die an der Schule am Ried erscheint. Und deshalb verwundert es nicht, dass kurz nach der Preisverleihung des Schüler-Presse-Preises auf der Internetseite der Kooperativen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe in der Barbarossastraße (Bergen-Enkheim) schon nachzulesen war, dass das Blatt mit zu den besten Frankfurter Schülerzeitungen gehört.

Damit hatten die Redakteure überhaupt nicht gerechnet. Das Exemplar, das sie zur mittlerweile 24. Auflage des gemeinsam von der 1822-Stiftung der Frankfurter Sparkasse und der Frankfurter Neuen Presse ausgelobten Wettbewerbs eingereicht hatten, war schließlich die erste Ausgabe. „Deshalb ist die Auszeichnung besonders toll“, sagt Mirko Vukovic (10), während er die Urkunde betrachtet, die die erfolgreiche Teilnahme bestätigt. Ein Ehrenplatz in der Redaktion ist ihr sicher. „Und es ist auch ein Ansporn weiterzumachen“, ergänzt Lehrerin Christiane Scholz-Bargon, die die AG Schulzeitung initiiert hat.

Zehn Schüler aus allen Klassenstufen haben die AG Schulzeitung gewählt und sind seitdem mit großem Ehrgeiz dabei. Zunächst ging es aber darum, einen Titel für das Blatt zu finden. „Ried Me“ war klarer Favorit – das Wortspiel ist angelehnt an das englische „Read me“, was übersetzt „Lies mich“ bedeutet. Den Schriftzug als Logo hat dann Redakteurin Chiara Olivan Neubauer entworfen.

250 Exemplare gedruckt

Von der ersten Ausgabe wurden 250 Exemplare gedruckt. Für einen Euro wird die Schulzeitung, die zunächst einmal pro Schuljahr erscheint, verkauft. Damit ist sie relativ günstig. Doch ohne die finanzielle Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer der Schule am Ried könnte der Druck nicht gestemmt werden, weiß Miriam Fenske (15). Um die Auflage steigern zu können, muss die Redaktion allerdings noch Werbung in eigener Sache machen. „Viele wissen gar nicht, dass es uns gibt“, bedauert Mirko. Mit einer Plakataktion will er potenzielle Leser ansprechen, immerhin besuchen 1200 Jugendliche die Schule.

Die beste Werbung ist und bleibt aber Mundpropaganda. Themen, die die Menschen fesseln, persönlich betreffen und bewegen oder die Missstände aufdecken, sind nun mal Gesprächsthema Nummer eins. Mit den Schultoiletten haben die Redakteure gleich in der ersten Ausgabe von „Ried Me“ ein heißes Eisen angefasst und den Schülern den Spiegel vorgehalten. Denn wie die Autoren Antonia Robes und Chiara Olivan Neubauer recherchiert haben, sind am schlechten Zustand der WC allein die Schüler schuld, weil sie Wände vollkritzeln und Toilettenpapier in die Klos stopfen. Deshalb werden sie auch unmissverständlich aufgefordert, solchen Quatsch zu unterlassen.

Welche Themen ins Blatt drängen, besprechen die Redakteure in den regelmäßigen Konferenzen. Persönliche Interessen stehen dabei natürlich im Vordergrund. Es gibt aber auch Allrounder, also Alleskönner. „Ich finde es interessant, sich mit verschiedene Themen auseinanderzusetzen und darüber zu berichten“, sagt Miriam. Alle zwei Wochen treffen sich die Redakteure und präsentieren, wie sie mit Recherchieren und Schreiben vorwärts gekommen sind. Und sie geben sich gegenseitig Tipps, wie es besser gemacht werden könnte. Besonders gut gefallen hat den Jury-Mitgliedern, die alle Schülerzeitungen gelesen haben, die Fotogeschichte zum Thema „Abzocke und Erpressung“. „Die Schüler wollten das unbedingt machen und ein brisantes Thema aufgreifen“, erzählt Scholz-Bargon.

Über den Tellerrand blicken

Grundsätzlich überzeugt auch die Aufmachung des Blatts, das klar gegliedert ist, ein Inhaltsverzeichnis hat und auf Hochglanzpapier gedruckt ist. Der Leser erfährt viel über das Schulgeschehen. Im Interview werden der neue Schulleiter und die Schulsprecherin vorgestellt, ein Tagebuch der Skifreizeit geliefert und die Ergebnisse der Schülerbefragung zur Ausstattung der Schule und dem Verhalten der Lehrer geliefert. Doch die Schüler blicken auch über den Tellerrand und berichten über Pegida in Frankfurt. Einziger Kritikpunkt am Blatt: Es könnten mehr Bilder verwendet werden.

Mit dem Schüler-Presse-Preis würdigen die Frankfurter Sparkasse und die FNP das Engagement von Nachwuchsreportern, die auch in ihrer Freizeit Geschichten recherchieren und in Konferenzen über Layout und Bebilderung ihrer Artikel diskutieren, während Gleichaltrige im Freibad ihren Spaß haben oder Sport treiben.

Apropos Sport: Das Thema interessiert viele Leser, Tageszeitungen könnten es sich nicht leisten, ohne Sportteil zu erscheinen. Im Erstlingswerk der Schule am Ried wurde darauf verzichtet. Das sei ein Zufall gewesen, meint Mirko. Denn: In der zweiten Ausgabe, die schon erschienen ist, aber wegen des Datums der Veröffentlichung nicht zum Wettbewerb eingereicht werden durfte, ist das anders. Da ist der Riedlauf der Schüler ein großes Thema.

Die Teilnehmer

17 Schulen mit 29 Zeitungen haben beim Schüler-Presse-Preis mitgemacht. Nachfolgend sind sie aufgelistet: Bertold-Otto-Schule (BOS News), Franckeschule (Franky), Freiligrathschule (Freilipost

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