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Stiftung Polytechnische Gesellschaft: Die etwas andere Geburtstagsfeier

Von 45 000 Frankfurter sind in den vergangenen zehn Jahren von der Stiftung der Polytechnischen Gesellschaft gefördert und unterstützt worden. Ganz so viele kamen aber nicht zur Geburtstagsfeier, die gemeinsam mit Politikern, Vertretern von Vereinen und Förderern im Casino der Goethe-Universität über die Bühne ging.
Theaterstück statt staubtrockene Reden: Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Roland Kaehlbrandt, lud seine Gäste zu einer etwas anderen Feier ein, um den zehnten Geburtstag der noch jungen Stiftung zu würdigen. Foto: Christian Christes Theaterstück statt staubtrockene Reden: Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Roland Kaehlbrandt, lud seine Gäste zu einer etwas anderen Feier ein, um den zehnten Geburtstag der noch jungen Stiftung zu würdigen.
Frankfurt. 

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) war da. Ebenso der ehemalige Präsident der Goethe-Uni Werner Müller-Esterl, der Vorsitzende des Sportkreises Roland Frischkorn, Frankfurts Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) und natürlich der erste Bürger der Stadt, der Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler. „Das Wort Stadtverordnetenvorsteher musste ich erst lernen, als ich nach Frankfurt kam“, sagte der wortgewandte Vorsitzende der Stiftung der Polytechnischen Gesellschaft dr. Roland Kaehlbrandt. „Das Wort hat neun Silben. Stiftung Polytechnische Gesellschaft hat zehn.“ Und da hatte Kaehlbrandt schon den ersten Lacher auf seiner Seite.

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Mehr als 400 Gäste

Mehr als 400 geladene Gäste waren zur Zehn-Jahresfeier der noch jungen Stiftung in das Casino der Goethe-Universität auf dem Campus Westend gekommen. Üblicherweise werden solch runde Geburtstage von großen Institutionen oder Vereinen mit zahlreichen, meist trockenen Reden, Lobeshymnen und dem anschließenden Stürmen des üppigen Buffets gefeiert. Davon wollte sich die Stiftung Polytechnische Gesellschaft aber abheben.

Walther von Wietzlow, Roland Kaehlbrandt, Johann-Peter Krommer, und Hans-Georg Müller (v.l.) beim Tortenanschnitt. Bild-Zoom Foto: Christian Christes
Walther von Wietzlow, Roland Kaehlbrandt, Johann-Peter Krommer, und Hans-Georg Müller (v.l.) beim Tortenanschnitt.

Lieber bettete man den Rückblick auf die Arbeit der noch jungen Stiftung in ein zweistündiges Theaterstück ein, in dessen Mittelpunkt ein junges Paar stand, gespielt von Laurentia Schuster (Siegerin des Diktatwettbewerbs 2013) und Malte Schwarz (Mitglied der Stiftungsband „Plan C“), das überlegte, wo sie wohnen wollen – in Berlin oder Frankfurt. Auf diese Weise wurden die einzelnen Projekte der Stiftung wie die Willkommenstage, das Diesterweg-Stipendium, der Deutsch-Sommer und zahlreiche andere vorgestellt – teils in Vorträgen, teils anhand kurzer Filme. Musikalisch begleitet wurde das Bühnenprogramm von den Opernstudios. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass sich das Paar am Ende für Frankfurt entschied. Die Idee stammte von Roland Kaehlbrandt selbst.

Lobeshymnen blieben dabei natürlich trotzdem nicht aus. So sprach Siegler auf der Bühne von Frankfurt als echter Bürgerstadt, die weltoffen und tolerant sei, in der Raver-Clubs und Apfelweinkneipen nebeneinander existieren könnten. „Und die Gründung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft war eine goldene Entscheidung“, so Siegler. „Sie macht viel, was die Stadt oft nicht kann. Man müsste die Stiftung erfinden, wenn es sie nicht geben würde.“

Mehr als 400 geladenen Gäste waren gekommen, um mit der Stiftung Geburtstag zu feiern. Bild-Zoom Foto: Christian Christes
Mehr als 400 geladenen Gäste waren gekommen, um mit der Stiftung Geburtstag zu feiern.

„Eine Erfolgsstory“

Die Stiftung wurde 2005 von der traditionsreichen Bürgervereinigung Polytechnische Gesellschaft – die im nächsten Jahr übrigens 200 Jahre alt wird – gegründet. Zuvor hatte sie ihre Anteile an der Frankfurter Sparkasse 1822 an die Hessische Landesbank verkauft. Der Erlös waren fast 400 Millionen Euro. Mittlerweile ist das Stiftungsvermögen auf 411 Millionen Euro gewachsen. Mit den 18 entwickelten Leitprojekten konnten bisher 45 000 Menschen gefördert werden.

Malte und Laurentia spielten Theater. Bild-Zoom Foto: Christian Christes
Malte und Laurentia spielten Theater.

„Nach zehn Jahren kann ich feststellen, dass die Stiftung zu einer Erfolgsstory geworden ist“, sagte Walther von Witzlow, Präsident der Polytechniker. „Ich hoffe, die Leistungskurve geht weiter nach oben.“ Und Kaehlbrandt versprach: „Die Ideen gehen uns nicht aus. Wir werden die Stiftung weiterentwickeln.“ Als Nächstes planen sie ein Projekt zur Textsicherheit von Schülern.

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