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Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode: Die fleißigen Schneiderlein laden zum Tag der offen Tür ein

Von Die Mode vereint Kreativität und Handwerk miteinander. Beides ist beim Beruf des Maßschneiders gefragt. Als Ausbildung kann dieser an der Berufsfachschule der Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode erlernt werden.
Valeria Mocreac (19) (v. l.), Sarah Agromi (18), Max Bär (24) sind fasziniert von Mode und haben eine dreijährige, vollschulische Ausbildung zum Maßschneider an der Schule für Bekleidung und Mode begonnen. Heute zeigen sie zum Tag der offenen Tür zum Thema „Pyjama-Party“ erste Arbeiten. Bilder > Foto: Heike Lyding Valeria Mocreac (19) (v. l.), Sarah Agromi (18), Max Bär (24) sind fasziniert von Mode und haben eine dreijährige, vollschulische Ausbildung zum Maßschneider an der Schule für Bekleidung und Mode begonnen. Heute zeigen sie zum Tag der offenen Tür zum Thema „Pyjama-Party“ erste Arbeiten.
Bockenheim. 

Max Bär (24) und Sarah Agromi (18) sind sehr an Mode interessiert. Nicht nur, dass sie sich gerne modisch kleiden. Beiden ist es wichtig, das Handwerk dahinter zu erlernen. Daher haben sie sich für eine Ausbildung zum Maßschneider entschieden und vor ein paar Wochen an der Schule für Bekleidung und Mode damit begonnen. Sie erlernen den Beruf nicht in einem Betrieb, sondern machen an der dortigen Berufsfachschule eine dreijährige Ausbildung. Diese schließt mit der Gesellenprüfung ab. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.

Dass sie und ihre Klassenkameraden aus dem ersten Ausbildungsjahr bereits verschiedene Nähtechniken können, zeigen die Schüler heute von 9 bis 13 Uhr. In dieser Zeit lädt die Einrichtung in der Hamburger Allee 23, in der mehrere Schulformen vereint sind, Interessierte zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Die unterschiedlichen Schulformen (siehe Info-Box) stellen sich vor.

Pyjama-Party

„Pyjama-Party“ – unter diesen Titel haben Bär, Agromi und ihre Klassenkameraden aus dem ersten Ausbildungsjahrgang zum Maßschneider ihre Präsentation gestellt. Schaufensterpuppen tragen ihre Entwürfe: Sie haben Pyjama-Hosen aus leichten, zarten Stoffen genäht. Ebenso Oberteile, die hierzu einen Kontrast bilden – diese sind langärmlig und aus Spitze.

„Im ersten Ausbildungsjahr lernen die Schüler verschiedene Grundlagen, die sie in ihren Entwürfen angewendet haben“, erklärt Lehrerin Sabrina Koch. Dazu zählten beispielsweise sogenannte Tunnelnähte und verschiedene Säume. „Mir ist es sehr wichtig etwas Handwerkliches zu machen“, beschreibt Max Bär seine Motivation.

Welche Richtung Bär später einmal einschlagen wird, dass weiß er zwar noch nicht. Mit Mode sollte es, wenn möglich, auf jeden Fall etwas zu tun haben. So geht es auch Agromi. Sie ist nicht die Erste in ihrer Familie, die den Beruf des Maßschneiders erlernt. „Meine Oma in Italien hat schon als Maßschneiderin gearbeitet“, erzählt sie.

Cherina Dinhvanh (25) ist bereits im dritten Ausbildungsjahr. Noch lässt sich das Motiv nur erahnen, das sie mit Hilfe einer Industrienähmaschine auf den vor ihr liegenden Stoff steppt. Eigentlich sind es sogar drei unterschiedliche Lagen an Material, die sie verarbeitet. „Die Technik heißt Ziersteppen. Ich habe einen Oberstoff und einen Futterstoff. Dazwischen liegt Watteline“, erklärt sie und zeigt es. Bei dieser Technik sind gutes Sehen und eine ruhige Hand erforderlich, denn die Fäden, mit denen die angehende Maßschneiderin arbeitet, müssen mit der Nähmaschine exakt gesetzt werden. Ist das gesteppte Zierelement erst einmal soweit fertig, wird es beispielsweise als Applikation für Jacken oder Taschen genutzt.

Info: Pyjama-Party und Pflegetipps

Die Berufsfachschüler der Maßschneider stellen sich und ihre Werkstücke heute im Gebäude A mit verschiedenen Präsentationen vor. Neben der Pyjama-Party, den gesteppten Zierelementen, den Blusen und

clearing

Wie unterschiedlich ein und dasselbe Motiv in dieser Technik aussehen kann, zeigen Dinhvanh und ihre Mitschüler aus der Klasse 12 BM II in einer kleinen Ausstellung im Flur im Erdgeschoss. Jana Riedel (22), Aimée Grünewald (23), Benedict Sieben (24), Amanda Geier Gallego (21) und Jeremy Lucio Tippmann (19) überlegen, wie sie ihre Einzelstücke am besten in Szene setzen. Schließlich möchte sie den Besuchern zum „Tag der offenen Tür“ die Vielfältigkeit des Berufes Maßschneider zu zeigen.

Gesellenprüfung 2017

Im Raum der Klasse 12 BM I ist alles vorbereitet. Die Auszubildenden aus dem dritten Jahr haben sich mit dem Thema Blusen und Westen auseinandergesetzt. Die Lehrerinnen Beatrice Saur und Cornelia Hönes haben ihnen diese Aufgabe im Hinblick auf die anstehende Gesellenprüfung im kommenden Jahr gestellt. Das Gesellenstück wird ein Zweiteiler sein, für den sie spezielle Nähtechniken anwenden müssen wie die Futterverarbeitung, Reverstechnik oder Paspelknopflöcher. Die Welt der Mode steht ihnen danach offen – egal ob im Atelier, durch Fortbildung zum Meister oder an anderer Stelle wie dem Theater.

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