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„Die ganze Kirche hat getanzt“

Von Vor einigen Monaten nahm die evangelische Kirchengemeinde Cantate Domino 22 Flüchtlinge auf. Jetzt hat sie für die Männer, die mittlerweile in der Gutleutkirche leben, einen Benefizabend veranstaltet.
Beim Benefizabend für die Flüchtlinge wurde auch zusammengesungen
Foto: Rüffer Beim Benefizabend für die Flüchtlinge wurde auch zusammengesungen Foto: Rüffer
Frankfurt. 

Die Hilfe für die 22 afrikanischen Flüchtlinge, die vor einigen Monaten in der evangelischen Kirchengemeinde Cantate Domino spontan Unterschlupf fanden und die mittlerweile in der entwidmeten Gutleutkirche im Bahnhofsviertel leben, reißt nicht ab. Am Samstag wurde für sie ein Benefizabend veranstaltet. Etwa 200 Gäste fanden den Weg in die Ernst-Kahn-Straße und feierten mit ihnen einen bunten Abend.

„Eine wunderbare Veranstaltung“, heißt es dazu unter anderem auf der Facebook-Seite „Wir für 22“. Und auch Christa Hengsbach, die den Kulturabend mit organisierte, war zufrieden. Alle hätten in der Kirche gemeinsam gesungen und getanzt. „Außergewöhnlich“, sagt Hengsbach. Sonst würde in katholischen und evangelischen Kirchen „ja eigentlich nur passiv rumgesessen“.

Mit Gedichten über Heimat und Flucht von Emine Uguz und Tamara Primorac-Labas sowie den kleinen Aufführungen der Theatergruppe „Sabas Töchter“ sei eine noch stärkere Verbundenheit mit den 22 Afrikanern aufgebaut worden. Heimat sei schließlich auch da, wo man Freunde hat – „Und die haben die Männer hier gefunden“, sagte Hengsbach. Diese Freundschaft äußere sich nicht nur in der finanziellen Hilfsbereitschaft – ein vierstelliger Spendenbetrag sei bei dem Benefizabend zusammengekommen. Damit sich die Männer an Weihnachten nicht alleine fühlen, werden sie gemeinsam mit einigen deutschen Familien Heiligabend verbringen.

„Unser Ziel war es, die Unterstützer und die Afrikaner zusammenzuführen. Das ist uns gelungen“, sagt Hengsbach. So sehr, dass sich die Afrikaner laut Hengsbach „immer mehr öffnen und ihre Stimme nutzen wollen“. Das nächste Projekt also: Mit den Männern ein gemeinsames Theaterstück erarbeiten.

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