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Autobahntunnel in Frankfurt: Diese Probleme gibt es, weil der Riederwald nicht voran kommt

Immer wieder verschiebt sich der Bau des Riederwaldtunnels. Ärgerlich für die Riederwälder ist: Einige Maßnahmen, die für den Stadtteil wichtig wären, verschieben sich automatisch mit.
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Riederwald. 

Eigentlich wollte Hessen Mobil, die Straßenbaubehörde des Landes, im November eine neue Studie zum Verkehrsaufkommen im Riederwaldtunnel im Jahr 2030 vorstellen – doch der Monat ist fast vorbei. Ortsvorsteher Werner Skrypalle (SPD) erhielt mündlich die Auskunft, die öffentliche Präsentation verschiebe sich – einen neuen Termin gebe es nicht. Und auch das für Sommer 2015 versprochene Lärmschutzkonzept für die Zeit des Tunnelbaus (wir berichteten) legte Hessen Mobil noch nicht vor, kritisiert Rainer Frey von der Bürgerinitiative (BI) Riederwald.

Wieder mal ein Jahr später

Damit verzögert sich einmal mehr auch der Baubeginn des Autobahntunnels, ärgert sich Frey. „Seit ich hier lebe, verschiebt sich er sich Jahr um Jahr nach hinten. Das ist ärgerlich, weil viele dringende Probleme nicht angegangen werden mit dem Verweis: Das lohnt sich erst, wenn der Tunnel fertig ist.“

Eines dieser Probleme ist der Zustand der Straße Am Erlenbruch, über die der Verkehr aus Osten Richtung Innenstadt rollt, so Frey. Die Straße sei seit 20 Jahren eine Holperstrecke, für Motorradfahrer sei sie zurzeit lebensgefährlich, klagte Linke-Ortsbeirat Stefan Klee unlängst. So lange der Tunnel nicht gebaut sei, werde der Erlenbruch nur „in einem verkehrssicheren Zustand gehalten“, erklärte der Magistrat zuletzt im März 2016.

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Unsicherer Schulweg

Seit zehn Jahren bemüht sich die Pestalozzischule, den Schulweg über den Erlenbruch und die U-Bahn-Gleise sicherer zu machen, sagt Schulelternbeirat Klaus Weber. „Jeden Morgen hängt es am seidenen Faden, ob hier ein Unfall passiert.“ Für Schulleiterin Miriam Boiar ist „der Schulweg ist eine Katastrophe, vor allem jetzt in der dunklen Jahreszeit“. Auch hier halte sich die Stadtverwaltung zurück, sagt Frey – in der Erwartung, dass Straße und Gleise der Tunnel-Baugrube weichen und anschließend sicherer neu errichtet werden.

Für den Tunnelbau werden seit Jahren schon Bäume gefällt und Kleingärten entfernt, ärgert sich Frey. Erst gestern fällten Arbeiter mehrere Bäume nahe des FSV-Stadions. „Das ist doch unnötig.“ Ein Problem hat auch der Kleingärtnerverein Eckenheimer Wald, sagt dessen Vorsitzender, Ronald Cieslik. „Seit vor fünf Jahren die Westhälfte unserer Anlage am Teufelsbruch abgerissen wurde, haben wir keine Zufahrt mehr. Wir müssen alles zu Fuß dorthin transportieren.“

Verschiebt sich der Bau des Tunnels weiter, bekommt auch die ABG Holding Probleme. „Wir wollen ab 2021 unsere Häuser am Erlenbruch sanieren“, sagt Geschäftsführer Frank Junker. „Ein, zwei Jahre weitere Jahre zu warten, macht nichts – aber dann müssen wir beginnen.“ Das wird knapp: Vor einem Jahr erklärte Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), der Tunnel werde nicht 2022, sondern 2025 fertig – wenn nicht mehr dazwischen kommt.

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