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"Bonechina" in Alt-Sachsenhausens: Diese neue Frankfurter Bar hat keinen Bar-Keeper

In Alt-Sachsenhausen eröffnete eine Bar der ungewöhnlichen Art. Die Gäste können sich ihre Getränke selbst mixen und ein Elefant spendet Tonic Water. Wir haben uns dort umgesehen.
Bringen eine neue Barkultur nach Sachsenhausen. Geschäftsführerin Denise Omurca und Barchef Sven Riebel. Foto: Christian Christes (CHRISTES) Bringen eine neue Barkultur nach Sachsenhausen. Geschäftsführerin Denise Omurca und Barchef Sven Riebel.
Sachsenhausen. 

Ein barockes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1747. Es klingelt. Ein Barkeeper öffnet dem Gast die Tür, begrüßt ihn und führt ihn herein. Willkommen im „Bonechina“!

Neues Konzept

Rautenförmige Kacheln kleiden den Raum in eine Art Elefantenhaut. Niedrige Bänke aus Birnenholz, himmelblaue Stoffsessel sowie schwere Vorhänge machen’s gemütlich. Hängeschränke, Spülbecken und Vasen in Form von Putzmittelflaschen erinnern an eine Wohnküche. Bloß der Herd fehlt. Auf der Küchenzeile steht dafür ein Sortiment an Spirituosen. Ambiente-Musik dringt aus unsichtbaren Lautsprechern. An der Wand hängt eine Karte mit der Aufschrift „Die besten Partys finden in der Küche statt“. In der Tat erinnert die Atmosphäre an eine Küchenparty. Alles bleibt in Bewegung, niemand sitzt allein in einer Ecke. Bloß, wo ist die Bar in der Bar? Es gibt keine!

„Wir sind keine klassische Bar, sondern eine Bar-Inszenierung“ erklärt Barchef und Mitinhaber Sven Riebel. „Ein Bartresen bedeutet eine Barriere zwischen Barmann und Gast. Bei uns ist die Idee, diese Grenze aufzubrechen und den Gast am Geschehen mitwirken zu lassen.“ Er führt aus: „Worum geht es in einer Bar? Um Kommunikation! Unsere Form der Raumgestaltung bringt die Leute miteinander ins Gespräch.“

In der Tat sorgt allein das Konzept für Gesprächsstoff: Hier bestellt der Gast nicht einfach einen Cocktail, er hat die Wahl und kann sich a) einen handgefertigten Drink in einer Flasche aus dem Kühlbecken nehmen, b) unter Anleitung des Barkeepers selbst einen Drink mixen, c) alleine einen Drink mixen oder d) ganz klassisch ein Getränk bestellen. Das Trink-Erlebnis kostet jeweils rund 11 Euro. Wer mag, verfeinert sich das Ganze mit aromatisierten Eiswürfeln. Momentan sind Rosmarin- sowie Pfirsichgeschmack der Renner.

Der Elefant aus Porzellan

Hingucker im Bonechina ist der große Elefant aus dunklem Porzellan, der auf einem Podest steht und an eine gefaltete Origamifigur erinnert. Auf Knopfdruck sprudelt Tonic Water aus seinem Mund. Entwickelt wurde das Kunsttier vom Frankfurter Studio Aberja sowie dem Bildhauer Marc Rammelmüller. „Die Grundidee war es, einen Raum zu kreieren, in dessen Mitte ein Elefant steht – wie ein Elefant im Porzellanladen“, erklärt Geschäftsführerin Denise Omurca. „Um den Elefanten herum, soll sich alles tummeln, ähnlich wie rund um einen Dorfbrunnen.“ Viel Platz zum Tummeln gibt es allerdings nicht, der Raum ist für rund 30 Gäste konzipiert. An den Wochenenden kann man die Location für Veranstaltungen mieten.

Hinter dem Projekt stecken neben Omurca und Riebel die Macher der Lindenberg-Gruppe, die mit frischen Hotel- und Gastrokonzepten bereits die Stadt aufmischten.

„Wir wollen in Alt-Sachsenhausen eine Form der Gastronomie etablieren, die es bisher noch nicht so gab“, sagt Omurca. Tatsächlich ist das Bonechina ein Exot zwischen den ganzen alteingesessenen Kneipen, Döner-Buden und Shisha-Bars des Viertels. Ein Elefant bereichert das Nachtleben.

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