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Sanierung sorgt für ungewohnte Ruhe im Dichterviertel: Dornbusch: Baustelle sperrt Schleichverkehr aus

Von Die Sanierung der Straße „Am Dornbusch“ kommt voran. Während die Autofahrer sich in regelmäßigen Abständen an eine geänderte Verkehrsführung gewöhnen müssen, atmen die Bewohner des Dichterviertels auf: Die Stadt hat den Schleichverkehr ausgesperrt.
Die Grillparzerstraße ist eine Sackgasse, die Baustelle hat die Durchfahrt für Autos unmöglich gemacht. Das sorgt für Ruhe im Dichterviertel, denn der Schleichverkehr bleibt draußen. Foto: Heike Lyding Die Grillparzerstraße ist eine Sackgasse, die Baustelle hat die Durchfahrt für Autos unmöglich gemacht. Das sorgt für Ruhe im Dichterviertel, denn der Schleichverkehr bleibt draußen.
Frankfurt. 

Die halbe Fahrbahn der Straße „Am Dornbusch“ fehlt, der Asphalt ist weg – zwischen der Raimund- und der Grillparzerstraße klafft ein riesiges Loch im Boden. Bagger rollen darin auf und ab, ein Erdhügel reiht sich an den nächsten. Rot-weiße Absperrgitter leiten den Verkehr um die Baustelle herum und verhindern zugleich, dass die Fahrzeuge über die Grillparzerstraße ausweichen. Denn diese hat die Stadt seit Ende Juni zur Sackgasse erklärt, ebenso die parallel verlaufende Eichendorffstraße.

„Mit Beginn des aktuellen Bauabschnittes herrscht bei uns himmlische Ruhe“, kommt Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU), der in der Grillparzerstraße wohnt und jahrelang für den Umbau der Straße „Am Dornbusch“ gekämpft hat, fast ins Schwärmen. Normalerweise werde das Dichterviertel, speziell die Grillparzerstraße nämlich gerne als Schleichweg genutzt, und zwar von Autofahrern, die von der Straße „Am Dornbusch“ nach links in de Eschersheimer Landstraße abbiegen wollen, es aber nicht dürfen. „Einige machen es verbotenerweise trotzdem, aber die meisten fahren bei uns durch die Straße. Vor allem abends war es immer schlimm“. Hesse hofft, dass sich die Autofahrer nun neue Wege suchen und diese auch nach Abschluss der Baustelle weiter nutzen.

Die halbe Fahrbahn der Straße „Am Dornbusch“ fehlt. Bis Oktober wird zwischen der Raimund- und der Grillparzerstraße gearbeitet. Bild-Zoom Foto: Heike Lyding
Die halbe Fahrbahn der Straße „Am Dornbusch“ fehlt. Bis Oktober wird zwischen der Raimund- und der Grillparzerstraße gearbeitet.

Seit Herbst 2015 wird die Straße „Am Dornbusch“ saniert. Rund 3,7 Millionen Euro investiert die Stadt in den Umbau und bleibt damit im vorab kalkulierten Kostenrahmen, wie Michael Wejwoda vom Amt für Straßenbau und Erschließung mitteilt. Nicht eingehalten werden könne jedoch der zunächst angedachte Zeitplan, wonach bereits im Herbst alles fertig sein sollte. Nun rechnet das Amt mit der Fertigstellung Mitte Februar 2018.

Einstige Buckelpiste

Saniert wird die Straße in fünf Bauabschnitten. Anschließend werden nicht nur die alten Straßenbahnschienen in der Mitte, sondern auch das Kopfsteinpflaster und mehrfach gestopften Löcher im Asphalt verschwunden sein. Immer wieder war die Straße vor den Umbaumaßnahmen als Buckelpiste bezeichnet worden – vom Ortsbeirat wie auch von den Bürgern.

Aufgrund der Sanierung entstehen mindestens 1,60 Meter breite Rad- und etwa 2,50 Meter breite Gehwege in beide Richtungen. Eine mit 5,50 Metern überbreite Fahrspur pro Richtung gewährleistet einen quasi vierstreifigen Pkw-Verkehr. Die zwischen Hansaallee und Eschersheimer Landstraße bestehende Busspur bleibt erhalten, während der stillgelegte Gleisbereich der Straßenbahn mit Kopfsteinpflaster entfernt wird. Am Fahrbahnrand werden Längsparkbuchten und Fahrradabstellplätze eingerichtet. Beide Bushaltestellen und alle Straßenquerungen, die sich im Ausbaubereich befinden, werden barrierefrei ausgebaut.

Die ersten drei Bauabschnitte sind mittlerweile ebenso abgeschlossen wie der erste Teil des Abschnitts vier. Ebenso wurde die Hansaallee zwischen Platenstraße und Am Dornbusch grundhaft erneuert. „Derzeit erfolgt die bauliche Realisierung des Bauabschnittes 4 b zwischen Raimundstraße und Grillparzerstraße“, erklärt Wejwoda. Bis zum 20. Oktober sollen die Arbeiten dauern. Der Verkehr werde entsprechend umgeleitet durch die Raimund- und die Fallerslebenstraße.

Während der Bauarbeiten sind alle Häuser und Wohnungen, die direkt an der Baustelle liegen, jederzeit erreichbar. Das gelte sowohl für Fußgänger wie auch für Radfahrer. Die Grundstückeinfahrten können nach wie vor mit dem Auto angefahren werden.

Arbeiten bis Februar

Nach Abschluss des vierten Bauabschnittes rücken die Bagger weiter vor bis an die Kreuzung Am Dornbusch / Eschersheimer Landstraße. Umgebaut und saniert werden der Einmündungsbereich zur Eschersheimer und zur Henry-Budge-Straße – bis Mitte Februar soll dort gearbeitet werden. Ob die jetzt eingekehrte Ruhe bleibt, kann Friedrich Hesse nur hoffen. Viel wichtiger ist für ihn ohnehin die Sanierung der Straße. „Die war längst überfällig“, betont der Ortsvorsteher.

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