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Kräuter, Salat und Gemüse: Dritte grüne Oase für Bornheim eingeweiht

Von Zusammen mit dem Ortsbeirat 4, dem Frankfurter Garten und der Veranstaltungsmanagerin Marlene Haas hat Stadtrat Markus Frank (CDU) die dritte grüne Oase der „Bernemer Willkommenskultur“ an der Höhenstraße eingeweiht.
„Angießen“: Franz Steul vom Gewerbeverein, Stadtrat Markus Frank, Ortsvorsteher Bodo Pfaff-Greiffenhagen und Marlene Haas (v.l.). Foto: Rainer Rüffer „Angießen“: Franz Steul vom Gewerbeverein, Stadtrat Markus Frank, Ortsvorsteher Bodo Pfaff-Greiffenhagen und Marlene Haas (v.l.).
Bornheim. 

Man staunt nicht schlecht, was Anfang November noch alles gedeiht: „Sellerie, Feldsalat, Currykraut und Lorbeer können die kalte Jahreszeit sehr gut überstehen“, sagt Ilona Lohmann-Thomas. Auch einer winterfesten Erdbeere gelinge das. Während einige Interessierte die neue grüne Oase an der U-Bahn-Station „Höhenstraße“ bestaunen, bahnt sich eine Mutter mit Kindern ihren Weg. „Ich störe nur ungern, aber ich muss jetzt hier mal durch“, sagt sie entschlossen.

Ein Auftritt, der so richtig zur „Bernemer Willkommenskultur“ passt: „Vielleicht scheint dir unsere Art manchmal etwas ruppig, doch das meinen wir nicht so“, steht auf dem Schild, das die Passanten am unteren Ende der Berger Straße grüßt. Dort weihte Stadtrat Markus Frank (CDU) gestern die dritte grüne Oase mit Hochbeeten neben der U-Bahnstation „Bornheim Mitte“ und dem Bornheimer Fünffingerplätzchen ein, wo die mit Kräutern, Salat- und Gemüsepflanze bestückten Beete zugleich eine kleine Stadtteilbühne verschönern.

Gegen den Winterblues

Auch die dritte Oase, die unter der Obhut des Ortsbeirats 4 (Bornheim, Ostend) steht, versteht sich als Initiative gegen den Winterblues und die Langeweile, die so manch einen in der kalten Jahreszeit befällt. „Diese Oasen einweihen zu dürfen, ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsaktion, in der alle Beteiligten viel Engagement und Herzblut für die Berger Straße gezeigt haben“, betonte Frank. Er erinnerte an den für die Bornheimer Einkaufsstraße schmerzlichen Leerstand vieler Geschäfte, der die Initiative ins Rollen brachte. „Und hinter der Bepflanzung und Pflege steht zudem viel unsichtbare Mühe, den Ortsbeirat, den Gewerbeverein und Vereinsring Bornheim sowie die Marktbeschicker zur Belebung unseres Stadtteils zusammenzuführen“, ergänzte Ortsvorsteher Bodo Pfaff-Greiffenhagen (SPD).

„Dass wir das hier leisten können, ist vor allem der Unterstützung des Frankfurter Gartens und viel ehrenamtlichem Engagement zu verdanken“, lobte Marlene Haas, Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer und Inhaberin der Agentur KULT Pour. Sie hat sich das Konzept für eine „Bornheimer Willkommenskultur“ mit nachhaltiger Entwicklung ausgedacht, das in der Höhenstraße auch die ansässigen veganen Geschäfte berücksichtigt. Die Willkommensoasen werden aus dem Etat der Stadt Frankfurt und des Ortsbeirats 4 mit je 30 000 Euro unterstützt.

Mangel an Stellplätzen

Ein Problem für die Willkommensoasen ist der Mangel an Fahrradstellplätzen, wie ein wild geparktes Rad zwischen zwei Beeten an der U-Bahnstation Höhenstraße zeigte. Hier wiesen Frank und der Ortsbeirat 4 darauf hin, dass die Gitter an den Abgängen der U-Bahn nicht als Parkplätze für Fahrräder gedacht seien. Notfalls müsse man ein solches Fahrzeug entfernen lassen. Flexibler zeigte man sich an der Station „Bornheim Mitte“, hier wurde eine häufig mit Rädern zugeparkte Lücke einfach ausgespart. Dort sind die Marktbeschicker als Kuratoren zuständig, die auf einem Willkommensschild für Urbanität auf ihren Markt und Sozialeinrichtungen in der Nähe hinweisen.

„Einer für alle, alle für einen“ heißt es an der Bühne am Bornheimer Fünffingerplätzchen, wo sich die Initiatoren kulturelle Veranstaltungen wie ein Open-Air-Kino vorstellen könnten. „Wir wollen zum Nikolausmarkt eine Postkartenaktion starten und sehen, was die Bürger wirklich wollen“, sagt Marlene Haas. Weiterhin wünschenswert bleiben kostenloses W-LAN in Bornheim und ein Visionsbüro für weitere Projekte und die Belebung mit neuen Geschäften, ähnlich dem Stadtteilbüro in Bockenheim. Bald jedoch soll es die Grünpflanzen der Oasen auch in einem Willkommensshop im Kaufhaus Hessen geben.

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