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Bauprojekte: Durch diese schmale Gasse rollt der Baustellenverkehr

Von Zwei Bauprojekte bestimmen 2018 laut Ortsvorsteher Frank Immel die Arbeit des Ortsbeirats 14: Der Ausbau der Main-Weser-Bahn auf vier Gleise und der Bau einer Flüchtlingsunterkunft an der Straße Im Niederfeld.
Frank Immel zeigt, wie schmal die Zufahrt zur Niddabrücke ist, über die der Baustellenverkehr rollen soll, wenn die Main-Weser-Bahn ausgebaut wird. Foto: Holger Menzel Frank Immel zeigt, wie schmal die Zufahrt zur Niddabrücke ist, über die der Baustellenverkehr rollen soll, wenn die Main-Weser-Bahn ausgebaut wird.
Harheim. 

Zwar will die Deutsche Bahn 2018 mit dem Ausbau der Main-Weser-Bahn von zwei auf vier Gleise beginnen, die ersten Bäume sind dafür bereits gerodet. Doch viele Fragen rund um den Baustellenverkehr, der auch durch Harheim fließen soll, seien noch offen, sagt Ortsvorsteher Frank Immel (CDU). Dazu soll die schmale, nur für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zugelassene Brücke über die Nidda verstärkt werden. Aber nicht nur die Brücke, sondern auch die zu ihr führende Verlängerung des Harheimer Stadtwegs sind sehr schmal. „Die Straße ist hier sehr schmal, ein Lastwagen passt hier so gerade eben durch.“

Gefährliche Baulaster

Nicht nur der Ortsbeirat 14, auch die Polizei, mit der Immel darüber gesprochen hat, mache sich große Sorgen um die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer auf diesem Abschnitt, über den die Harheimer zur S-Bahn-Station Berkersheim gelangen. Aber auch der Rest des Stadtwegs sei gefährlich. „Hier parken Autos, es herrscht ständig Verkehr.“ Zumal die Straße die einzige Zufahrt zur Bezirkssportanlage ist.

Sorge macht dem Ortsbeirat beim Bahnausbau auch, wie es rund um die Berkersheimer Haltestelle künftig aussehen wird, sagt Immel. „Der Sinn des Bahnausbaus ist doch, dass die Fahrgäste schneller in die Innenstadt kommen. Wenn wir aber länger zu Fuß vom Bus auf den Bahnsteig brauchen, weil die Haltestelle abseits liegt und wir über lange Rampen zum Gleis müssen, geht dieser Beschleunigungseffekt verloren“, fürchtet der Ortsvorsteher.

Der Ortsbeirat könne bei diesem Thema bislang schwer mitreden, weil die Stadt ihm nicht alle Pläne für die geplante Brücke, die den heutigen Bahnübergang ersetzen soll, weiterreiche. Die Bahn habe bei einem Gespräch mit dem Ortsbeirat diese Pläne gezeigt, aber auf die Stadt verweisen: Nur die dürfe die Pläne herausgeben. „Warum sie das nicht tut, wissen wir nicht.“

Frist für Klagen läuft ab

Als zweites großes Thema für den Ortsbeirat sieht Immel den voraussichtlichen Bau des Flüchtlingsheims mit kombiniertem Wohnen für Senioren im Norden des Baugebiets Harheim-Süd. „Nach Auskunft des Sozialdezernats sind die Widersprüche, die im Spätsommer bei der Bauaufsicht eingingen, alle abschlägig beschieden worden.“ Bis Mitte Januar laufe noch die Frist, in der diese Entscheidungen beklagt werden können. Danach sei klar, ob dieses Jahr gebaut werden könne oder nicht.

Die Proteste gegen die Unterkunft seien außerhalb de Stadtteils größer dargestellt worden, als sie es tatsächlich waren, sagt Immel. „Selbstverständliche gab es Diskussionen. Das hatte aber mit der besonderen Lage der Unterkunft zu tun.“ Seines Wissens sei sie die einzige, die in einem Wohngebiet entstehe.

Nicht glücklich sei der Ortsbeirat über die geplante Dauer der Unterbringung, die zunächst 20 Jahre betrage – mit zwei Optionen, die Nutzung um jeweils fünf Jahre zu verlängern, also auf bis zu 30 Jahre. „Wir hätten gerne gehabt, dass das kürzer ist, konnten uns aber nicht durchsetzen.“ Immerhin passten die nun geplanten Gebäude in Reihenhausoptik gut ins Umfeld des Neubaugebiets, das vor allem aus Einfamilienhäusern besteht. „Das ist eine normale Wohnsituation, ohne Sicherheitsdienst und Zaun ums Gelände. Das trägt zu einer besseren Integration bei.“

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