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Echte Frankfurter Leut’

Ralf Löhr und Kiki Krebs mit ihrem Buch, in dem sie 55 Frankfurter Charaktere beschreiben.	Fotos: Kammerer Bilder > Ralf Löhr und Kiki Krebs mit ihrem Buch, in dem sie 55 Frankfurter Charaktere beschreiben. Fotos: Kammerer
Frankfurt. 

Was haben Oberbürgermeister Peter Feldmann , Moderatorin und Schriftstellerin Susanne Fröhlich , der Comedian Henni Nachtsheim , der ehemalige Präsident der Hessischen Landespolizei Udo Scheu und Schauspieler Peter Lerchbaumer gemeinsam? Ihnen allen widmet sich das Buch „Stadtgespräche aus Frankfurt a. M.“. Also schon wieder ein Buch über die Mainmetropole. Das könnte man denken. Doch das gut 190 Seiten starke Werk aus der Feder von Autorin Kiki Krebs mit Bildern des Fotografen Ralf Löhr geriet erfrischend anders.

Die Autoren rücken nicht Orte oder Gebäude in den Mittelpunkt, sondern die Frauen und Männer, die die Metropole prägen. 55 von ihnen kommen darin vor. „Wir haben versucht, einen Querschnitt zu bilden“, schildert Kiki Krebs die Intention der beiden Macher, die ein Jahr lang an diesem Titel arbeiteten.

Matthias Wagner K (r.) und Ata Macias an den Töpfen.
Hier wird kein Einheitsbrei gekocht . . .

Als sie merkten, dass sie beide gerne essen, kam ihnen die Idee, im Club Michel an der Münchener Straße ein „Einheitsmenü“ anlässlich des Tages der Deutschen Einheit, zu brutzeln.

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Vom Banker über den Künstler bis zum Obdachlosen reicht die Bandbreite des Buches, das in seiner ersten Auflage 2500 Exemplare zählt. „Es ging uns um Leute, die uns selbst interessieren, die uns immer auffallen. Dabei wollten wir nicht nur an der Oberfläche kratzen, sondern tiefer schürfen“, so Ralf Löhr. „Das Buch soll bei Neu-Frankfurtern Neugierde wecken, aber auch bei Menschen, die schon lange hier wohnen.“

Die Absicht der beiden kommt gut an. „Das ist ein super Projekt, deshalb habe ich auch mitgemacht“, sagt Mime Peter Lerchbaumer. Der wurde in seiner Rolle als Rudi Fromm im Frankfurter Tatort als Vorgesetzter des Ermittlerduos Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) und Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf) bekannt. „Der Anspruch, den die beiden Autoren in dieses Buch gesetzt haben, stimmt. Ich finde es gut, dass dies 54 Menschen neben mir verewigt werden“, so der Schauspieler, der im kommenden Jahr seinen 70. Geburtstag feiert. „Momentan stehen keine Rollen an“, sagt Lerchbaumer, „ich kümmere mich um meinen 14-jährigen Sohn“. Zwar stehe er „ununterbrochen“ im Kontakt mit Professor Claus Helmer, Chef des Fritz-Remond-Theaters und der Komödie, „aber es klappt leider nicht“, so Lerchbaumer, der sich als Fan der neuen Staffel von „Ein Fall für zwei“ outet.

Lara Fabian kommt zum ersten Mal an den Main.
Lara Fabian mit Hessen-Debut

Sie sitzt im Auto, ist auf dem Weg vom Aufnahmestudio nach Hause und entspannt ein wenig, denn sie befindet sich mitten in den Vorbereitungen für ihre erste Deutschlandtournee.

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„Ihnen ist es gelungen, die unterschiedlichen Akzente unserer Stadt hervorzuheben“, urteilt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Sie haben die Menschen porträtiert, die diese Stadt stark machen und ihr ein Gesicht geben“, findet der OB der sich am Heiligen Abend des vergangenen Jahres zum Interview mit Kiki Krebs traf. „Das Buch ist ein wunderbarer Streifzug durch die Stadt und eine Liebeserklärung an Frankfurt.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch Tigerpalast-Chef Johnny Klinke , der auch in dem Buch vorkommt. „Es sind nicht die glatten, auswechselbaren Menschen, die die Autoren hier vorstellen, sondern die, die über Jahrzehnte hinweg etwas geschaffen haben.“ Sie alle verbinde ein ganz besonderes Engagement für die Mainmetropole – „diese Menschen sind die letzten Helden des Lebensgefühls dieser Stadt und das Buch eine wundervolle Sammlung von Charakteren“.

Die Idee hinter „Stadtgespräche“ findet Udo Scheu „großartig“ und erinnert sich, als Kiki Krebs ihn fragte. „Sie suchte Frankfurter mit einer bewegten Biografie. Und die habe ich, deshalb habe ich nicht nein gesagt“, berichtet der ehemalige Leiter der Frankfurter Staatsanwaltschaft. Er kam mit seiner Frau, der Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu, zur Präsentation ins Haus des Buches. „Gut finde ich, dass man mal zeigt, wie vielseitig Frankfurt sein kann und ist, und welches Potenzial in unserer Stadt steckt.“ es

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