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Eckenheimer, schaut auf diesen Platz

Von Ein Bolzplatzfest soll die Eckenheimer einander näher bringen. Vor allem die Kinder und Jugendlichen nahmen diese Einladung an und kickten auf der Brache zwischen Feuerwehr- und Gederner Straße.
Vollen Einsatz zeigten die jungen Kicker gestern auf dem Bolzplatz zwischen Gederner und Feuerwehrstraße. Foto: Leonhard Hamerski Vollen Einsatz zeigten die jungen Kicker gestern auf dem Bolzplatz zwischen Gederner und Feuerwehrstraße.
Eckenheim. 

Sebastian Sesay hat alle Hände voll zu tun, um das kleine Fußballturnier auf dem Bolzplatz zwischen Feuerwache und der Siedlung an der Gederner Straße zu koordinieren. „Gegen wen spielen wir als nächstes? Wann sind wir dran“, löchern ihn Nekhat (11) und Efe (12) vom Team „Eckenheimer“. „Zwei Spiele müsste ihr warten, dann spielt ihr gegen ,Play Station’“, erklärt er den Nachwuchskickern. Ein kleiner Zettel dient ihm als Spielbogen, in zwei Gruppen treten zehn Teams aus der Nachbarschaft gegeneinander an. Der Idee nach soll das Turnier ein Nachbarschaftsfest sein, so wünschen es sich Astrid Jannotti und Anna Jaensch vom Jugendbüro Eschersheim, die mit ihrem Kollegen Robert Wald als Streetworker auch in Eckenheim aktiv sind. „Aber das hat sich bei uns in Eschersheim am Wasserturm auch erst nach und nach entwickelt.“ Das jährliche Fest gibt es dort seit 2008, auf der Wiese in Eckenheim findet es erst zum zweiten Mal statt, das Eröffnungsturnier für den Bolzplatz 2013 nicht mitgerechnet. Später am Nachmittag kommen auch tatsächlich ein paar Eltern, die ihre Kinder aus der benachbarten Kita abgeholt haben, andere Erwachsene finden nur vereinzelt hierher.

Sorgen um die Jungen

Eingeladen haben die Streetworker nicht nur die Anwohner aus der ehemaligen Army-Siedlung an der Gederner Straße, sondern bis hin zur Eckenheimer Landstraße und der Feuerwehrstraße. Probleme gebe es in der doch eher heterogenen Nachbarschaft keine, sagt Jaensch, nur ab und zu Klagen der Anwohner über Lärm vom Bolzplatz. „Sie haben Bedenken, die Jugendlichen könnten hier Drogen verkaufen oder konsumieren.“ Aber dem sei nicht so. „Das Fest soll auch dazu dienen, damit die Nachbar die Jugendlichen mal persönlich treffen.“ Jaensch und Jannotti haben den Grill angeworfen, Turnierteilnehmer bekommen die erste Wurst gratis. Meist sind es Jungen zwischen elf und 18 Jahren. Auch Mädchen spielen mit, „Play Station“ etwa ist ein reines Mädchen-Team. „Aber auch Erwachsene dürfen mitspielen“, sagt Jaensch.

Navina, Madeleine (beide 10) und David (6) haben einen kleinen Flohmarktstand aufgebaut. Anya (6) kauft ihnen eine Barbiepuppe mit lila Kleid und Pferd ab, Fonty (7) ein Buch. Auch eine Familie aus der Feuerwehrstraße ist da, trotz großer Umwege – denn der Weg, am Bolzplatz vorbei nach Eckenheim und zur Münzenberger Schule, ist wegen Bauarbeiten gesperrt. Obwohl das nicht sein müsste, sagt Daniela Richter, der Weg führe an der Baustelle vorbei, bräuchte eigentlich nur stundenweise zu sein.

Der Bolzplatz auf der Brache entstand, weil Jugendliche aus der Dörpfeld- und Gummersbergstraße geklagt hatten, sie hätten keinen Platz, um sich zu treffen. Nach Plänen der Stadt sollte die Brache seit vielen Jahren schon zum Park werden, 2015 wurden dafür Pläne vorgestellt, 2018 sollen um das Fußballfeld herum auch Bänke stehen, der Weg zur Feuerwehrstraße ausgebaut werden und eine Verbindung zur Barchfeldstraße und zum „Ami-Spielplatz“ hinter der Münzenbergerschule entstehen.

Nächstes Mal mehr

„Die Planung ist gut, die Stadt hat auch einige unserer Anregungen aufgenommen“, urteilt Jannotti. Ist der Park einmal fertig, werde es noch leichter, die Nachbarn aus allen Himmelsrichtungen zu einem Fest zusammen zu bringen.

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