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Neuer Markt kommt: Edeka zieht ins Erdgeschoss des ABG-Neubaus auf dem Riedberg

Von Der Ruf der Riedberger wurde erhört – sie bekommen ihren zweiten großen Supermarkt im Stadtteil. Im Herbst 2018 soll das fünfstöckige Gebäude mit Wohnungen und Gewerbeflächen im Quartier „Universität“ eröffnen und Entlastung für das Riedberg-Zentrum bringen.
Dort, wo derzeit ein Loch in der Erde klafft, soll im Herbst 2018 das Gebäude mit 97 Wohnungen und Supermarkt eingeweiht werden. Foto: Salome Roessler Dort, wo derzeit ein Loch in der Erde klafft, soll im Herbst 2018 das Gebäude mit 97 Wohnungen und Supermarkt eingeweiht werden.
Riedberg. 

Es ist eines der letzten sogenannten Filetstückchen auf dem Riedberg: das lange brachliegende Areal an der Ecke Altenhöfer-/ Riedbergallee. Wo sich in den vergangenen Jahren wilde Sträucher und Gräser ihren Weg bahnten, klafft seit einigen Wochen ein tiefes Loch, Bagger buddeln in der Erde. Denn im Herbst 2018 soll dort ein neues, fünfstöckiges Gebäude den Stadtteil bereichern. Mit 97 Mietwohnungen sowie dem von den Riedbergern lange geforderten zweiten großen Supermarkt. Zudem sollen im Erdgeschoss, auf der Seite zur Alfred-Wegener-Straße mehrere kleine Läden, wie ein Café, Platz finden.

Bauherr ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding Frankfurt. 47 Millionen Euro investiert sie in den Neubau. Edeka ist der Mieter und Betreiber des Vollsortimenters im Erdgeschoss, zudem soll auch ein Fitnessstudio in dem Gebäude Platz finden. Bei den Wohnungen handelt es sich um Einheiten mit zwei bis fünf Zimmern. 29 Wohnungen sind öffentlich gefördert, dort wird der Quadratmeterpreis bei 8,50 Euro liegen. Die frei finanzierten Wohnungen sollen 12,50 Euro pro Quadratmeter kosten. 206 Stellplätze wird die Tiefgarage bieten.

Wachsender Stadtteil

Während der Bau neuer Wohnungen auf dem Riedberg in den vergangenen Jahren zum Alltag gehörte, schlägt die Nachricht über den 2200 Quadratmeter großen Edeka-Markt große Wellen. Eben weil der Stadtteil stetig wächst – bis zu 15 000 Menschen sollen dort einmal leben – existieren die Forderungen nach einem zweiten Vollsortimenter nicht erst seit gestern. Zumal das 8000 Quadratmeter große Riedberg-Zentrum mit Rewe-Markt, Dm-Drogerie und Aldi vor allem am Wochenende aus allen Nähten Platz. Das führt nicht nur zu langen Schlangen an den Kassen, auch die 200 Stellplätze in der Tiefgarage sind meist komplett belegt. Ein weiterer Lebensmittelmarkt sei jedoch trotzdem nicht notwendig, sagte die Stadt immer wieder und berief sich dabei auf ein zehn Jahre altes Einzelhandelsgutachten.

Zentrum entlasten

Umso mehr freuen sich die im Stadtteil lebenden Menschen, dass der neue Markt nun doch kommt und hoffentlich Entlastung bringt. Auch wenn er nach Meinung vieler Riedberger am falschen Standort gebaut wird. „Die Menschen aus dem Westflügel müssen weite Wege gehen, um einzukaufen. Viel wichtiger wäre es, dort einen Supermarkt zu eröffnen“, sagt eine ältere Dame.

Mit dieser Meinung spricht sie nicht nur vielen Stadtteilbewohnern aus der Seele, auch der Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) hätte eine andere Lage präferiert. „Der Fehler war, sich lange auf die alten Gutachten zu berufen, dass nur die auf dem Riedberg lebenden, aber nicht dort arbeitenden Menschen berücksichtigt hat. Mittlerweile gibt es im Westflügel keine freien Grundstücke mehr. Deswegen sollte man jetzt das Beste aus der Situation machen“, betont Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU).

Sehr schade findet sie es allerdings, dass im Neubau kein Platz für eine Arztpraxis ist – denn der Riedberg brauche dringend einen weiteren Allgemeinmediziner sowie einen Kinderarzt. „Wegen des Parkplatzkonzeptes ist das nicht möglich, hat mir die ABG mitgeteilt“, kann Friedrich für diese Argumentation nur wenig Verständnis aufbringen.

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