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33. Frankfurter Erntefest auf Rossmarkt: Ein Bauernhof mitten in Frankfurt

Beim Frankfurter Erntefest verwandelt sich der Rossmarkt in „Hessens größten Bauernhof“. Mitten in Frankfurt. Was erwartet die Besucher in diesem Jahr?
Kinder sollen beim Erntefest lernen, wie das Essen auf den Teller kommt und wo die Lebensmittel in der Region produziert werden. Kinder sollen beim Erntefest lernen, wie das Essen auf den Teller kommt und wo die Lebensmittel in der Region produziert werden.
Frankfurt. 

Immer mehr Menschen zieht es vom Land in die Stadt. Die Folge: „Die Bürger verlieren den Bezug zur Landwirtschaft“, bedauert Karlheinz Gritsch, Vorsitzender des Frankfurter Landwirtschaftlichen Vereins. „Viele, die im Supermarkt Fleisch oder Milch kaufen, wissen gar nicht mehr, wo die Produkte herkommen.“

Von Donnerstag bis Samstag, 22. bis 24. September können Städter das beim 33 Frankfurter Erntefest jedoch erfahren. Sie erwartet eine abwechslungsreiche Mischung aus kulinarisch- und informativ-gehaltvollen Veranstaltungen.

Maschinenpark aufgebaut

Neben zahlreichen Nutztieren – dieses Jahr sogar an acht Standorten – und einem Kuhstall auf Rädern gibt es auf dem Rossmarkt einen landwirtschaftlichen Maschinenpark zu bestaunen. Ausgestellt sind historische und moderne landwirtschaftliche Arbeitsgeräte. „Besucher erfahren zum Beispiel, wie Most gekeltert, Honig geschleudert, ein Korb geflechtet und Holzofenbrot gebacken wird“, verrät Gritsch.

Vor allem Kinder sollen einen Einblick in die Landwirtschaft bekommen. So wurden über 450 Frankfurter Schulen und Kindergärten eingeladen – vormittags gibt es für die Jugend spannende Experimente, sie dürfen etwa Quark rühren und Butter schütteln.

Natürlich darf auch gekostet werden: Hessische Bauern bieten an zahlreichen Ständen ein vielseitiges Angebot an frischen Nahrungsmitteln aus der Region an. Ob Hausmacherwurst, Käse, Obst, Gemüse, Honig oder Apfelwein – hier gibt es alles, was die heimische Landwirtschaft so hervorbringt. Ein Füllhorn an Genüssen, dabei fiel die Ernte dieses Jahr eher schlecht aus.

„2016 war für die Landwirte ein Krisenjahr“, betont der Frankfurter Kreislandwirt Matthias Mehl. „Petrus hat es zu gut mit uns gemeint.“ Für gewöhnlich fielen binnen eines Jahres bis zu 600 Liter Niederschlag pro Hektar. „2016 fielen allein von Januar bis Ende Juni mehr als 500 Liter pro Hektar vom Himmel,“ sagt Mehl. Die permanente Nässe habe zu weit verbreiteten Pilzkrankheiten geführt. „Außerdem hat der Regen die Pflanzenschutzmittel von den Gewächsen gespült“, so der Experte.

Gut für Zuckerrüben

„Von den heißen Temperaturen in den letzten Wochen konnten wir nicht mehr profitieren,“ bedauert der Kreislandwirt. „Da war alles Getreide schon gedroschen.“ Nur die Zuckerrüben dürften noch an Süße gewonnen haben. „Hier erwarten wir einen überdurchschnittlichen Ertrag“, zeigt sich Mehl verhalten optimistisch. Damit sei zumindest die Futterversorgung der Tierbestände gesichert.

Am Rossmarkt werden die Lebensmittel jedenfalls nicht knapp: Zum ersten Mal erfahren Festteilnehmer dieses Jahr, wie sich die frischen Zutaten zu delikaten Speisen zubereiten lassen. Der Karbener Sternekoch Reiner Neidhardt macht es vor, schwenkt auf der Showbühne Töpfe und Pfannen und zaubert ein facettenreiches Menü, das später zur Verkostung bereitsteht. jrd

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