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Ein Kunstrasenplatz muss her

In Nieder-Eschbach sieht Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU) zwei große Themen im Stadtteil: Der Neubau der Schulturnhalle und der Kunstrasenplatz des TuS Nieder-Eschbach. Beides jedoch sind echte Dauerbrenner.
Nieder-Eschbach. 

Um gleich mit der schlechten Nachricht zu beginnen: Realistische Chancen für einen Kunstrasenplatz gibt es kaum. Nachdem die Stadt ihre Absichten bekannt gegeben hat, vier weitere Plätze in Frankfurt mit Kunstrasen zu versehen, ist für 2018 alles entschieden. Dies sagte Gerwin Fassing, persönlicher Referent von Sportdezernent Markus Frank (CDU). Es sind die Hartplätze in Harheim (Riedhalsstraße), Niederrad (Hahnstraße), Fechenheim (Pfortenstraße) und Unterliederbach (Hans-Böckler-Straße). Die Stadt investiert 3,825 Millionen Euro.

Nieder-Eschbach steht nicht auf der Liste der Plätze. „Wir sind bald der letzte Verein im Norden, der noch einen Hartplatz hat!“, ärgert sich Dr. Steffen Wende, der Vorsitzende des TuS Nieder-Eschbach. Dabei hat der Ortsbeirat rechtzeitig mit Anträgen an die Stadt darauf hingewiesen, hatte Nieder-Eschbach einen Platz auf der Liste der zu sanierenden Hartplätze. „Ich verstehe nicht, weshalb die Bezirkssportanlage in Nieder-Eschbach nicht berücksichtigt wurde“, sagt deshalb Ortsvorsteher Ernst Peter Müller. „Wir werden es weiter fordern!“ Immerhin könne die Stadt vom Stadtteil im Norden nicht immer nur fordern – neue Baugebiete, mehr Verkehr – aber nicht im Gegenzug auch etwas geben. Gerade für Kinder und Jugendliche sei Fußball eine beliebte und wichtige Freizeitbeschäftigung.

Nur noch acht Teams

Beim TuS ist die Zahl der Jugendmannschaften gesunken, von zwölf Mannschaften im Jahr 2015 auf nur noch acht und eine Spielgemeinschaft – eine Folge der schlechten Trainingsbedingungen angesichts zu weniger Plätze. Die Kinder kicken, lernen im Verein das Fußballspielen, aber wenn die ersten Spiele anstehen, verlassen viele Kinder den Verein und gehen dorthin, wo es Kunstrasenplätze gibt. „Wir haben“, berichtet Wende, „einen Rasenplatz und eben den Hartplatz. Weil der Rasenplatz öfter mal geschont werden muss, müssen die Kinder häufig auf dem Hartplatz spielen.“ Im Fall von Stürzen gibt das jedes Mal sehr schmerzhafte Hautabschlürfungen, oft verbunden mit Verschmutzungen.

Jetzt, nachdem mit Harheim auch der letzte Hartplatz mit Kunstrasen belegt wird, bleibt die Situation nur noch in Nieder-Eschbach schlecht – mit voraussichtlich unerfreulichen Folgen: Dort werden wohl noch mehr Jugendmannschaften aufgelöst werden.

Hallendach erneuern

Das zweite große Problem im Ortsbeirat Nieder-Eschbachs ist 2018 die Turnhalle der Otto-Hahn-Schule. Auch hier sieht Ernst Peter Müller die Stadt in der Pflicht. „Das geht ja schon lange“, sagte er. Die Deckenkonstruktion ist identisch mit derjenigen der eingestürzten Eissporthalle in Bad Reichenhall. Am 2. Januar 2006 wurden in den bayerischen Städtchen 15 Menschen von der unter der großen Schneelast eingestürzten Holzkonstruktion des Daches erschlagen, darunter zwölf Kinder. Damals hat Frankfurt das Dach der Schulturnhalle in Nieder-Eschbach getestet und festgestellt: Das hält noch zehn Jahre.

Diese Garantie ist seit zwei Jahren abgelaufen. „Es kann doch nicht sein, dass so etwas nicht schnell und umfassend repariert wird“, kritisiert der Ortsvorsteher. Schließlich gehe es um die Sicherheit der Mädchen und Jungen – bald gebe es zudem noch mehr Schüler, wenn die Otto-Hahn-Schule erweitert wird. „Wir werden keine Ruhe geben!“, kündigt Müller schon einmal an.

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