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Neue Anlage in Kalbach eingeweiht: Ein Skatepark für den Norden

Die Idee für einen Skatepark in Kalbach kam schon vor vielen Jahren auf. Gestern wurde die Anlage eingeweiht. Ortsbeirat und Grünflächenamt hoffen, dass viele Jugendliche sie nutzen. Und dass das Angebot die Lage im Hafenpark entschärft.
Percy Damß probierte die neue Skateranlage gleich einmal aus. Bilder > Foto: L.Hamerski Percy Damß probierte die neue Skateranlage gleich einmal aus.
Kalbach. 

Während sich auf der Wiese rund um den Pavillon des Grünflächenamts etliche Gäste tummeln, die bei der Einweihung des neuen Skateparks an der Josef-Eicher-Straße dabei sein wollen, ist es auf den Rampen und Geländern der Anlage auffallend ruhig. Nur ein einziger Skater ist bei dem durchwachsenen Wetter unterwegs, probiert einige Tricks aus und testet die Winkel der 880 Quadratmeter großen Anlage, auf der er heute zum ersten Mal unterwegs ist.

Der Name des Skateboard-Fahrers ist in der Frankfurter Szene kein unbekannter: Percy Damß steht seit knapp 40 Jahren auf dem Brett, hat die Skaterszene an der Hauptwache mitbegründet, als in der Stadt an Skateparks noch nicht einmal zu denken war. Er hat auch schon den hessischen Meistertitel im Street- und Freestyle eingefahren. Der 45-jährige liebt es, neue Orte zum Skaten zu testen, ist dafür mit seinem Roller in der ganzen Region unterwegs. Den neuen Park in Kalbach vergleicht er noch mit einem Golfplatz. „Es sieht alles noch sehr gepflegt aus“, lobt Damß, der aus Erfahrung weiß, dass das nicht so bleiben wird.

Die Freude überwiegt

Das Grünflächenamt und die Initiatoren der Anlage vom Ortsbeirat 12 (Kalbach, Riedberg) machen sich darum erst einmal keine Sorgen. Vielmehr überwiegt die Freude darüber, dass der Skatepark, der vor zehn Jahren zum ersten Mal vom Stadtteilparlament angeregt worden war, nun endlich fertig und seit Dezember in Betrieb ist. „Es war ein langer und harter Weg, den wir viele Jahren beschritten haben“, erinnert sich Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU). Sie betont, dass das Projekt in all den Jahren mehr als einmal vor dem Aus stand: „Dass es tatsächlich noch geklappt hat, ist dem starken Willen des Ortsbeirats zu verdanken. Der guten Zusammenarbeit unseres Gremiums mit dem Grünflächenamt. Und auch dem glücklichen Umstand, dass die knapp 460 000 Euro teure Anlage noch über Erschließungsmittel der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme am Martinszehnten finanziert werden konnte, die eigentlich schon als abgeschlossen galt.“

Dass der Skatepark an schöneren Tagen schon genutzt wurde, verraten neben den dunklen Streifen auf dem hellen Betonboden auch die vielen Rückmeldungen, die die Ortsvorsteherin bereits von Skatern erhalten hat: „Das reicht hin von Lob darüber, dass es mit unserer Skateanlage eine neue Alternative im Stadtgebiet gibt, bis hin zur Kritik, dass das Gelände soweit abgelegen ist“, erzählt Friedrich, die glaubt, dass die Skater aber langfristig den Weg auf sich nehmen werden. Denn Probleme wie benachbarte Wohngebiete, die wie berichtet etliche rollerfahrende Kinder und Familienausflügler in den Hafenpark ziehen, gebe es hier zumindest nicht: „Da hat die Abgelegenheit sogar einen Vorteil.“

Rollerfahren verboten

Verboten ist das Rollerfahren hier genauso wie auf der rund dreimal so großen Skate-Anlage im Hafenpark, was das Hinweisschild am Zugang bestätigt. „Der Skatepark ist für Sportler ausgelegt, die schon etwas sicherer mit Skateboard, Inline Skates und BMX-Rädern sein sollten und dennoch in einem nicht nur für Fortgeschrittene geeigneten Park trainieren wollen“, betont Grünflächenamtsleiter Stephan Heldmann.

Damit hofft er, dass vor allem die Jugendlichen aus den Stadtteilen Kalbach, Riedberg, Bonames und Nieder-Eschbach die Möglichkeit zum Skaten nutzen werden. Denn dass das Skaten eine Eintagsfliege wie so manche Trendsportart ist, glaubt der Behördenleiter schon lange nicht mehr: „Die Frankfurter Skateparks haben sich über die vergangenen Jahre noch einmal stark etabliert.“ Dass es beim neuen im Norden anders sein sollte, kann sich Heldmann beim besten Willen nicht vorstellen.

( ska)
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