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Ein Sprungbrett für Filmemacher

Noch bis zum 12. September läuft die Anmeldefrist für die Visionale 2014.
Erhan Dogan (Mitte) hat zwei Mal bei der Visionale teilgenommen und hat anschließend bei Festivals mehrere Preise abgeräumt.	Foto: Weis Erhan Dogan (Mitte) hat zwei Mal bei der Visionale teilgenommen und hat anschließend bei Festivals mehrere Preise abgeräumt. Foto: Weis
Ostend/Gallus. 

Erhan Dogan hat es geschafft. Bei der Visionale Hessen 2010 gewann er mit seinem zweiminütigen Kurzfilm „Madeleine“ den dritten Preis in der Kategorie „Young Professionals“, ein Jahr später schloss er sein Studium als Regisseur mit dem Bachelor of Arts ab. Seit 2012 betreibt er seine eigene Medienproduktion „1 take“ in Offenbach, in diesem Jahr wurde er bei der 64. Berlinale als „Beste Kamera“ und in Straßburg als „Bester ausländischer Nachwuchsregisseur“ ausgezeichnet.

Wertvolle Erfahrung

„Es war für mich eine wertvolle Erfahrung, meinen Film auf der Leinwand vor dem Publikum zu präsentieren und gleich die Anregungen und Reaktionen mitzuerleben“, erinnert sich Dogan. Auch dieses Jahr ist es wieder so weit: Vom 21. bis 23. November veranstalten die Hessische Zentrale für politische Bildung, das Medienzentrum, das Gallus Zentrum, das Filmhaus sowie das Jugend- und Sozialamt die 27. Visionale, bis 12. September können die Teilnehmer noch ihre Beiträge einreichen: Bis zu 20 Minuten lang dürfen die Beiträge sein, die Bewerber nicht älter als 27 Jahre alt sein. Auch muss durch den Wohnort ein Bezug zum Bundesland Hessen erkennbar sein.

Dogan ist nur einer von vielen Regisseuren, die bei dem hessischen Filmwettbewerb wichtige Berufserfahrungen gesammelt haben. „Rund 100 Einsendungen haben wir immerhin schon bekommen, freut sich Alia Pagin, Medienpädagogin im Medienzentrum Frankfurt. Bis zu 150 weitere Einsendungen könnten nach Ferienende sicher noch hinzukommen, von denen bis zu 80 Filme ausgewählt werden. Schule, Liebe, Mobbing, Berufswahl und andere Facetten des Erwachsenwerdens gehören naturgemäß zu den gefragten Themen, denen sich die angehenden Jungregisseure besonders häufig widmen. So schilderte Dogan in seinem Film „Madeleine“ das Gefühlsleben einer Jugendlichen, die offenbar von ihrem Vater missbraucht wird.

Verschiedene Kategorien

Der Wettbewerb wird auch in diesem Jahr wieder in den drei Alterskategorien bis elf Jahre, zwölf bis 15 Jahre, 16 bis 19 Jahre sowie 20 bis 27 Jahre und als zusätzliche Kategorie die „Young Professionals“ ausgeschrieben. In den ersten drei Kategorien können sich auch Schulklassen und Gruppen bewerben. Außerdem sind zum Sonderwettbewerb zum Thema „Das geht dich doch gar nichts an – zwischen Freiheit und Kontrolle“ alle genannten Altersgruppen eingeladen, ihre Produktionen einzureichen. Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung lobt die Preise aus, die Filme werden während des Festivals auf großer Leinwand für das Publikum gezeigt.

„Ich hoffe, dass ich demnächst mal in der Jury der Visionale sitzen darf“, wünscht sich Erhan Dogan. „Dann könnte ich den Leuten, die sich oft auch ehrenamtlich engagieren, das zurückgeben, was ich damals auch bekommen habe.“ Immerhin, in der Vorjury zur Auswahl der Filme ist er bereits vertreten und wäre zukünftig auch in der Hauptjury eine Bereicherung, wie Alia Pagin betont. Dieses Jahr sitzen als Preisträger der Visionale 2013 Lukas Rinker, Matthias Kreter und Noemi Kelemen in der Jury, außerdem Petra Kappler (Hochschule Rhein-Main), Jan Tussing (Hessischer Rundfunk), Esther Kuhn (Medienprojektzentrum Offener Kanal Offenbach) sowie Katja Pahn (Projektbüro Kulturelle Bildung).

Beiträge sind per Post als CD, DVD oder Stick an Medienzentrum Frankfurt c/o Visionale 2014, Ostbahnhofstraße 15, 60 314 Frankfurt, zu senden.

(got)
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