Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Pilotprojekt für neue Weihnachtsbeleuchtung in den Stadtteilen: Ein Stern für die Schweizer Straße

Von Die Schweizer Straße hat in diesem Jahr eine neue Weihnachtsbeleuchtung. 62 leuchtende Holzsterne prangen dort nun an den Straßenlaternen. Schon im nächsten Jahr könnten die Dekoration auch in anderen Stadtteilen zu sehen sein. Die Sachsenhäuser Flaniermeile dient als Testballon.
Sie sind ganz angetan von der neuen Weihnachtsbeleuchtung an der Schweizer Straße: Wirtschaftsdezernent Markus Frank (Mitte) und der Vorstand der Aktionsgemeinschaft Tatjana Braun-Siebert (v.l.), Gregor Meyer, Torsten Schiller und Ralf Wagner. Foto: Michael Faust Sie sind ganz angetan von der neuen Weihnachtsbeleuchtung an der Schweizer Straße: Wirtschaftsdezernent Markus Frank (Mitte) und der Vorstand der Aktionsgemeinschaft Tatjana Braun-Siebert (v.l.), Gregor Meyer, Torsten Schiller und Ralf Wagner.
Sachsenhausen. 

Es ist erst drei Jahre her, da hat die Schweizer Straße eine neue Festbeleuchtung zur Weihnachtszeit bekommen. Finanziert wurde sie aus dem Budget des Ortsbeirats 5 (Frankfurter Süden). Edda Reyl, damals noch an der Spitze der Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße, hatte dies initiiert. Doch die Zeiten ändern sich. Längst hat der Rechtsanwalt Torsten Schiller das Ruder des Gewerbevereins übernommen, unterstützt wird er dabei von Tatjana Braun-Siebert, Gregor Meyer und Ralf Wagner. Und so hat der neue Vorstand nun die alte Weihnachtsbeleuchtung entsorgt und eine neue angeschafft. Diese lässt die Schweizer Straße seit Dienstag in festlichem Glanz erstrahlen.

Ein Holzgeflecht

„Die alte Dekoration wurde noch von Glühbirnen beleuchtet“, sagt Gregor Meyer. Jahr für Jahr hätten hunderte der Birnchen ausgewechselt werden müssen. Ein teures Unterfangen. Deshalb entschied man sich für eine neue Variante. Die Sterne aus einem Holzgeflecht erstrahlen mittels 160 kleiner LED-Lämpchen. Das Holz ist zertifiziert, stammt aus der Region und ist recyclebar. „Damit ist die Beleuchtung nicht nur stilvoll und elegant, sondern sie spart auch Strom und ist nachhaltig“, sagt Tatjana Braun-Siebert.

Die neue Weihnachtsbeleuchtung – produziert von der österreichischen Firma MK Illumination, die auch schon für das Lichtkonzept am Einkaufszentrum Skyline Plaza gesorgt hat – besteht aus 62 Sternen aus Holz. Sie wurden entlang der Einkaufsstraße an den historischen Laternen montiert. 35 000 Euro hat die neue Beleuchtung gekostet. Den Löwenanteil – immerhin 25 000 Euro – übernimmt die Stadt Frankfurt. Einen entsprechenden Förderbescheid hat Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) nun höchstpersönlich in Sachsenhausen vorbeigebracht und an Torsten Schiller überreicht.

Mit der neuen Illumination nimmt die Schweizer Straße eine besondere Rolle in der Stadt ein. Sie dient als Pilotprojekt. Schon im kommenden Jahr könnten die Sterne auch entlang der Flaniermeilen in anderen Stadtteilen hängen – etwa an der Berger Straße in Bornheim oder der Königsteiner Straße in Höchst. „Wir wollen ein einheitliches Bild schaffen“, sagt Frank. Ein entsprechendes Konzept soll im Januar den Gewerbetreibenden der verschiedenen Stadtteile präsentiert werden.

„Wir finden es bemerkenswert, wenn sich in den Stadtteilen die Geschäftsleute zu Gewerbevereinen zusammenschließen und zusammenarbeiten“, so Frank. „Das ist unterstützenswert.“ Deshalb gebe es einen Fördertopf, Frank nennt ihn „Werkzeugkiste“, der die Gewerbevereine in den Stadtteilen stark machen soll, um die kleinen inhabergeführten Läden zu erhalten. Das reiche von Marketingmaßnahmen über den verkaufsoffenen Stadtteil-Sonntag bis hin zur Weihnachtsbeleuchtung.

„Wir haben leider feststellen müssen, dass die Stadtteile in der Adventszeit nicht mehr so schön leuchten wie früher“, sagt der Wirtschaftsdezernent. „Aber es gehört doch zu Weihnachten dazu, dass die Straßen geschmückt sind.“ Das würde ein Gefühl von Heimat vermitteln. „Und dort, wo man sich zu Hause fühlt, geht man auch gerne einkaufen“, sagt Frank. Er bezeichnet die christlichen Symbole entlang der Schweizer Straße als „anmutend“, wenn man in Richtung Norden blickt und dort, auf der anderen Mainseite, die Hochhäuser emporragen.

Der Haken

Einen Haken gibt es bei dem Anblick aber, wie Gregor Meyer findet. Die Leuchtsterne hängen nur bis zur Hans-Thoma-Straße. „Im nächsten Jahr würden wir sie gerne bis zum Main aufhängen.“ Doch dafür bräuchte es auch im letzten Abschnitt der Flaniermeile Straßenlampen. Meyer blickt Frank an und sagt: „Vielleicht kann die Stadt da ja auch was machen.“

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse