Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Ein buntes Fest für die Inklusion

Beim ersten Aktionstag „Inklusion & Diversity“ des Netzwerks Inklusion Frankfurt konnten sich Besucher am Samstag an mehr als 30 Ständen an der Hauptwache über die Arbeit verschiedener Initiativen aus der Region informieren.
Die Kinder ließen sich auch durch den Regen die Spielfreude nicht vermiesen. Foto: Christes Die Kinder ließen sich auch durch den Regen die Spielfreude nicht vermiesen. Foto: Christes
Frankfurt. 

Die vier Musiker der Band „Blind Foundation“ stehen, umringt von Schülern der Frankfurter Förderschulen, auf der großen Bühne an der Hauptwache. Als die ersten Takte ihres Inklusions-Songs aus den Boxen schallen, zeichnen sie gemeinsam das Wort „Inklusion“ in Gebärdensprache in die Luft. Inmitten bunter Regenschirme eröffnen sie am Samstag bei strömendem Regen das Programm des ersten Aktionstags „Inklusion & Diversity“ (Inklusion und Vielfalt) des Netzwerks Inklusion Frankfurt. Dieses setzt sich für die Integration körperlich oder geistig beeinträchtigter Schüler in den Regelunterricht ein. Auch die Besucher lassen sich von den Klängen des selbst geschriebenen Liedes der Band aus zwei blinden und zwei sehenden Musikern von den nassen Bänken reißen. Sie tanzen das ungemütliche Wetter einfach weg. Helfer in Regenjacken mit der Aufschrift „Wir sind alle Inklusion“ wischen im Minutentakt Tische und Bänke trocken.

 

Inklusion betrifft alle

 

„Wir machen heute Inklusion“, hat Alexandra Cremer bei der Begrüßung auf der Bühne angekündigt. „Machen Sie mit.“ Die Sprecherin des Netzwerks hat den Aktionstag mit Initiativen und Vereinen organisiert. „Gehen Sie aufeinander zu, sprechen Sie miteinander“, forderte sie die Besucher auf. „Feiern Sie gemeinsam.“ Auch Bildungsdezernentin Sarah Sorge begrüßte die Besucher. „Inklusion ist wichtig, weil Inklusion alle betrifft“, sagte die Stadträtin. Es sei normal, dass alle Menschen verschieden sind. „Deshalb ist Inklusion selbstverständlich.“

Bilderstrecke Inklusionstag in Frankfurt
Beim Aktionstag Inklusion & Diversity kamen trotz des schlechten Wetters zahlreiche Besucher auf dem Frankfurter Römer zusammen.
Fotos: ChristesEs folgen Impressionen von der VeranstaltungAktionstag Inklusion & Diversity

Die Moderatoren, Linda Furich und Andreas Winkel, freuen sich über die zahlreichen Besucher. „Das Frankfurter Wetter spielt zwar nicht richtig mit“, sagt Winkel. „Doch durch die bunten Regenschirme bekommt der Begriff ,Schirmherrschaft‘ eine neue Bedeutung. Wir sind alle Teil der Aktion.“

An mehr als 30 Ständen können sich die Besucher vor der Katharinenkirche über die Arbeit verschiedener Initiativen aus der Region informieren, bei Bratwurst und Apfelwein über Inklusion diskutieren oder bei zahlreichen Aktionen wie einem Rollstuhl-Parcours oder einem Videodreh mitmachen.

 

Bunte Aktionen der Vereine

 

Am Stand des Netzwerks Inklusion verteilen Ute Freundt und Jennifer Brauch Mützen, Shirts und Regenjacken mit dem Motto des Aktionstags. „Das ist eine tolle Sache, dass in Frankfurt so etwas stattfindet“, finden sie. Am Stand des Vereins Kaleidoskop aus Eschersheim informiert Mitarbeiter Sebastian Platt (29) über die Arbeit des Vereins, der sich für die Entwicklung von Kindern einsetzt. Für den Aktionstag hat sich Kaleidoskop eine bunte Aktion ausgedacht: An einer Farbschleuder können Kinder Pappteller bunt verzieren und als Andenken mit nach Hause nehmen.

Nebenan basteln Mara (6) und Leonie (11) aus Papier und bunten Stoffresten ein Rollstuhl-Zeichen. „Es ist wichtig, dass die Kinder früh den Umgang mit behinderten Kindern erlernen“, findet Astrid Diemer. Sie ist mit Tochter Katharina (9) aus dem Gallus zum Aktionstag gekommen, um die Arbeit des Netzwerks kennenzulernen.

Marion Richter ist mit ihren Töchtern aus Preungesheim gekommen. „Ich hatte selbst lange Schwierigkeiten im Umgang mit Behinderten“, gibt sie offen zu. Seit Tochter Emilija (8) auf die Valentin-Senger-Schule gehe, eine Schule mit integrativem Unterricht, habe sich das geändert, so die Mutter.

Sofian (5) hat mit einem Rollstuhl in einem Parcours eine Rampe und andere Hindernisse überwunden. Jetzt steht er stolz aus dem Stuhl auf. Gar nicht so einfach, findet auch Sandra Berkholz. Die Förderschullehrerin will ihren Sohn spielerisch an das Thema heranführen. „Es ist wichtig, dass er das Thema Inklusion kennenlernt.“

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse