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Frauenhofschule bekommt tierische Unterstützung: Ein klasse Hund fürs Klassenklima

An der Frauenhofschule befindet sich Hündin Nelly gerade in ihrer Ausbildung zum Schulhund. Der Vierbeiner soll den Kindern unter anderem dabei helfen, respektvoll miteinander umzugehen.
Schulhund-Besitzerin Sylvia Czerwinsky ist sich sicher, dass Nelly in der Schule gut zurechtkommen wird. Bilder > Foto: Michael Faust Schulhund-Besitzerin Sylvia Czerwinsky ist sich sicher, dass Nelly in der Schule gut zurechtkommen wird.
Niederrad. 

Ruhig sitzt die 13 Monate alte Hundedame Nelly neben ihrer Besitzerin Sylvia Czerwinski. Auf ein Signal ihrer Trainerin Tanja Kohl flitzt sie flink durch die Beine der Schüler, die sich hintereinander aufgestellt und einen Tunnel gebildet haben. Am anderen Ende angekommen erwarten Nelly ein Leckerli und der Applaus der Kinder.

 

Gutes Klassenklima

 

Die Hündin soll an der Niederräder Frauenhofschule bald als Schulhund eingesetzt werden. Schulhunde begleiten die Lehrer in den Unterricht und tragen auf ihre Art und Weise dazu bei, den Kindern Respekt und Selbstvertrauen nahezulegen. Tanja Kohl bildet bereits seit zehn Jahren Schulhunde aus. Sie kennt viele Tricks, mit denen die Vierbeiner das Klassenklima verbessern können. ,,Es ist wichtig, dass der Hund gehorcht“, sagt sie. Zudem sollte der Hund gutmütig sein und auch bei einer großen Schülergruppe ruhig bleiben. Bei Nelly handelt es sich um die Rasse ,,Double Doodle“ – also eine zweifache Kreuzung aus Labrador und Pudel. ,,Die sind für ihre Gutmütigkeit bekannt“, erklärt Kohl.

 

Viele Kunststücke

 

Auch wenn die Hundedame noch sehr verspielt ist, gehorcht sie meistens und hat auch schon den ein oder anderen Trick auf Lager. So beherrscht sie neben einfachen Kommandos wie ,,Pfötchen geben“ auch das Apportieren. ,,Nelly ist außerdem sehr intelligent“, sagt Tanja Kohl. So stellten auch knifflige Rätsel, bei denen Nelly mehrere Klötze auf einem Brett verschieben musste, um an Futter zu gelangen, kein Hindernis dar – und das obwohl die Hündin erst seit einer Woche im Training sei. Eine Ausbildung zum Schulhund kann bis zu acht Monate dauern. ,,Ich glaube aber, dass Nelly in fünf Monaten fertig ist“, sagt Kohl. Die insgesamt zehn Tricks, die Nelly während des Trainings lernt, sollen abschließend in den Unterricht eingebracht werden. Dabei hat schon allein das Verhalten des Hundes Einfluss auf die Kinder. ,,Der Hund kommt nur dann zu den Kindern, wenn sie ihn freundlich und respektvoll behandeln“, erklärt Kohl. Ein großer Vorteil sei, dass Hunde jeden Menschen so lieben, wie er ist – unabhängig von der Herkunft oder der Beliebtheit in der Klasse.

Weiterhin müssen die Kinder im Unterricht leise sein, damit Nelly keine Angst bekommt. Wenn die Schüler alle Regeln einhalten und sich im Unterricht anstrengen, dürfen sie zur Belohnung mit Nelly einige Tricks vorführen. ,,Das ist für die Kinder eine enorme Motivation“, sagt Schulleiterin Brigitte Enzmann. Auch Schreiben macht mit Nellys Hilfe gleich viel mehr Spaß. Dabei trägt die Hündin Buchstaben aus Schaumstoff zu den Kindern. Mit diesen müssen Wörter gebildet werden. In Mathe hat Nelly ein besonderes Kunststück parat. Die Hündin wirft zweimal einen Schaumstoffwürfel. Die Schüler müssen dann beide Augenzahlen zusammenzählen. Auch beim Aufräumen zeigt Nelly, wie’s geht, und räumt ihr Spielzeug in eine Kiste.

Weiterhin sollen die Schüler lernen, sich um ein Lebewesen zu kümmern. ,,Wir haben einen Wassernapfdienst und einen Dienst zum Spazieren eingeteilt“, sagt Enzmann. Beim Spazieren darf immer ein Kind mit einem Erwachsenen den Hund ausführen. Das kommt bei den Schülern gut an. ,,Wir geben uns in der Stunde Mühe, damit wir was mit Nelly machen dürfen“, erzählen Shayan, Henri und Mateo. Die drei haben Nelly schon jetzt ins Herz geschlossen.

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