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Treffpunkt im Kleinen Zentrum: Ein neuer Anstrich für den Jugendclub

Von Seit Mitte Juli ist der Jugendclub „Kleines Zentrum“ dicht, denn die 280 Quadratmeter werden grundsaniert. Für die Jugendlichen bedeutet das vor allem eins: Sie haben nicht mehr Platz, aber mehr Rückzugsmöglichkeiten – vor allem die Mädchen.
Gemeinsam anpacken für den neuen Jugendclub: Die Betreuer Tarik Moufid und Kathrin Szameitat sind froh, wenn die Renovierung im November endlich abgeschlossen ist. Gemeinsam anpacken für den neuen Jugendclub: Die Betreuer Tarik Moufid und Kathrin Szameitat sind froh, wenn die Renovierung im November endlich abgeschlossen ist.
Nordweststadt. 

Der Billardtisch ist mit einer festen Pappe abgedeckt, darauf stehen Farbeimer, Pinsel liegen herum, leere Wasserflaschen stapeln sich. Es sieht dort eben genau so aus, wie es auf einer Baustelle aussehen muss. Und genau das ist der Jugendclub „Kleines Zentrum“ seit Mitte Juli. Denn die 40 Jahre alten Räume hatten eine Frischekur dringend nötig. Angestoßen hat diese der Verein Junularo seit drei Jahren Träger des Jugendclubs.

Mehr als 100 000 Euro kostet die großflächige Sanierung, bei der auf den 280 Quadratmetern nicht nur alte Wände eingerissen, sondern auch neue gezogen wurden. „Ein Großteil kommt aus Sondertöpfen von der Stadt. Das Musikstudio wurde mit 8500 Euro von der Firma Auren gesponsert, der Träger selber zahlt mehr als 15 000 Euro. Hinzu kommen Spenden, die gesammelt wurden“, erklärt Junularo-Geschäftsführerin Barbara Weichler auf welche Schultern sich das Großprojekt verteilt.

Für die Jugendlichen – zehn Mädchen und 60 Jungs kommen regelmäßig – bedeutete die Baustelle in den vergangenen Monaten vor allem eins: Sie mussten sich andere Orte in der Nordweststadt suchen, an denen sie gemeinsam ihre Freizeit verbringen konnten. „Wir waren eben viel draußen“, sagt Marouan, der mit seinen Kumpels ansonsten fast täglich im Jugendclub abhängt.

Immer präsent

Die Kids wurden in dieser Phase jedoch auch nicht allein gelassen, die Betreuer Kathrin Szameitat und Tarik Moufid, waren im Stadtteil unterwegs und so stetig als Ansprechpartner präsent. Zudem werden an zwei Tagen Treffs im Quartiersbüro angeboten. „Wir möchten an den Jugendlichen dranbleiben, sie während dieser Zeit nicht alleine lassen“, erklärt Moufid, der allerdings nicht verheimlichen kann, wie sehr er sich freut, wenn der „neue“ Club endlich fertig ist. Am 30. November soll er ab 17 Uhr eingeweiht werden. „Der Termin steht und wird auch nicht mehr verschoben“, sagt Weichler, nachdem die Eröffnung bereits wegen bautechnischer Schwierigkeiten um einige Wochen verschoben werden musste.

Kids reden mit

Auch Marouan und sein Freund Mohamed sind aufgeregt, denn an dem für sie wichtigsten Raum, dem Playstation-Raum, laufen bereits die Detailplanungen. Denn auch wenn die Jugendlichen nicht mitarbeiten dürfen, so dürfen und sollen zumindest ihre Ideen mit einfließen. „Die Wand wird blau-metallic gestrichen, dort in der Ecke steht bald die riesige Eckcouch, gegenüber der große Flatscreen“, erklärt Marouan. Früher, sagt er, hätte die Spielekonsole in dem großen Aufenthaltsraum mit Kicker und Billardtisch gestanden. Ruhe zum Zocken habe man dort nicht gehabt.

Wie die Jugendlichen sich ihre Räume wünschen, das wird beim Baustellentreff besprochen. Immer freitags um 14.30 Uhr treffen sie sich dafür auf der Baustelle. Einer der Höhepunkte im neuen Club wird der Mädchenraum sein. „Wir brauchen einen Ort, wo die Jungs uns in Ruhe lassen“, sagt Samantha und schwärmt von den fliederfarbenen Wänden, dem flauschigen Teppich und dem Ohrensessel, den sie und ihre Freundinnen sich gewünscht haben.

Mit diesem Rückzugsort erhofft sich Barbara Weichler auch, dass künftig noch mehr Mädchen in den Jugendclub kommen. Zwar wird der Treff auch weiterhin freitags nur für Mädchen geöffnet sein, aber mit solch einem zusätzlichen Angebot sei man künftig einzigartig im Stadtteil. „Während der Schließung haben wir bemerkt, dass viele Mädchen im Nordwestzentrum ihre Zeit verbringen. Das muss nicht sein“, sagt sie.

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