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Gerätehaus der Brandschützer kostet 2,4 Millionen Euro: Ein neues Heim für die Feuerwehr in Heddernheim

Von Die beengten Verhältnisse der Freiwilligen Feuerwehr Heddernheim könnten endlich ein Ende haben – 2,4 Millionen Euro investiert die Stadt Frankfurt in den Bau des neuen Gerätehauses. Entstehen soll es am Gleisdreick an der Hessestraße.
Die seit 1969 betriebene Wache in der Dillgasse ist marode. Foto: Rainer Rüffer Die seit 1969 betriebene Wache in der Dillgasse ist marode.
Frankfurt. 

Es ist eng in der Dillgasse, dort wo das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Heddernheim steht. Parkt ein Auto falsch, dann müssen die Brandschützer das Einsatzfahrzeug zentimetergenau manövrieren, um ohne Blechschaden um die schmale Kurve zu kommen. Hinzu kommt der Zahn der Zeit, der am Gebäude genagt hat – es genügt schlichtweg nicht mehr den taktischen und funktionalen Anforderungen eines modernen Feuerwehrgerätehauses.

Lange Verhandlungen

Nach mehreren Jahren ist es nun soweit: Das neue Gerätehaus rückt in greifbare Nähe – beschlossen werden muss es nun noch von der Stadtverordnetenversammlung. Gebaut werden soll es am Gleisdreieck, 2,4 Millionen Euro investiert die Stadt in den Neubau auf dem Areal an der Hessestraße. Bereitgestellt werden die Investitionskosten aus dem Prioritätenprogramm für Neu- und Umbauvorhaben von Gerätehäusern der Freiwilligen Feuerwehren in Frankfurt. Insgesamt 3,7 Millionen Euro sollen bis 2021 in Um- und Neubauten, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, fließen.

Weil sich der Neubau des Gerätehauses für die Wehr Heddernheim bereits vor einigen Jahren angedeutet hatte, war die Stadt bereits aktiv geworden. Das Grundstück an der Hessestraße wurde 2011 gefunden – allerdings mussten für den Neubau auch Flächen in Anspruch genommen werden, die bislang baurechtlich als Verkehrsflächen ausgewiesen war. Langwierige Verhandlungen seien es gewesen, teilte die Stadt jetzt mit, bis alle bau- und planungsrechtlichen Fragestellungen geklärt werden konnten. Das Areal an der Hessestraße wird im Erbbaurecht von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) gepachtet, die Laufzeit beträgt 99 Jahre. Eine 2014 gestellte Bauanfrage wurde positiv beschieden.

Aus einsatztaktischen Gründen sei das Grundstück vor allem durch seine technische Anbindung für das geplante Bauvorhaben gut geeignet. Bestehende, zum Teil aber bereits geräumte Gebäude sollen für den Neubau abgerissen werden.

Für gute Laune sorgte der nun endlich auf den Weg gebrachte Neubau nicht nur bei der Feuerwehr, sondern auch bei den Mitgliedern des Ortsbeirates 8 (Heddernheim, Nordweststadt, Niederursel). Dort hatte man immer wieder auf die Dringlichkeit eines neuen Gerätehauses aufmerksam gemacht. „2017 sind wir drin“, hatte der leitende Branddirektor Reinhard Ries noch vor anderthalb Jahren versprochen.

Zuvor hatte Wehrführer Tobias Schwab zum wiederholten Male berichtet, wie marode die seit 1969 betriebene Wache in der Dillgasse sei: Die Garage sei zu klein, weshalb ein Feuerwehrwagen stets im Freien geparkt werden müsse. Außerdem bröckele die Hofeinfahrt und regne es hin und wieder durch das Flachdach.

Mehr Platz

Das alles soll sich im Neubau der Wehr ändern. Die Garage biete Platz für drei Löschfahrzeuge und besitzt Tore an der Vorder- und Hinterseite. Daran schließen wiederum ein 170 Quadratmeter großer Übungshof und ein zweistöckiges Funktionsgebäude an. Im Erdgeschoss finden sich Umkleideräume, Sanitäranlagen und eine Werkstatt. Das Obergeschoss wartet mit Büros sowie Räumen für die Jugend- und Minifeuerwehr, für Schulung und Lehrmittel sowie einer Küche auf.

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