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Eine Kita im Bankgebäude

Kinderbetreuung direkt am Arbeitsplatz: Die genossenschaftliche DZ Bank eröffnete gestern einen 17 Millionen Euro teuren Pavillon mit Kantine, Besprechungsräumen und Kita für 45 Kinder. Elf der Betreuungsplätze stehen dem Stadtteil zur Verfügung.
Noelle hat unter den Augen von Nicole Hubig und Thomas Ullrich sichtlich Spaß in der neuen Kita der DZ Bank. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Noelle hat unter den Augen von Nicole Hubig und Thomas Ullrich sichtlich Spaß in der neuen Kita der DZ Bank.
Westend. 

Es hätte ein weiterer Turm für die Frankfurter Skyline werden können, Genehmigungen der Stadt dafür lagen vor. Stattdessen entschied sich die genossenschaftliche DZ Bank jedoch, das Rondell am Platz der Republik anders zu erweitern: Zu den beiden Bürotürmen „City-Haus I“ und „Westendtower“ sowie dem siebenstöckigen „City-Haus II“ baute die Bank in den vergangenen 18 Monaten einen Pavillon hinzu. Außer modernen Besprechungs- und Konferenzräumen beinhaltet dieser auch eine große Kantine, eine Fahrradgarage und die Kindertagesstätte „KiDZ“ mit 45 Betreuungsplätzen in drei altersgemischten Gruppen.

„Die Türme brauchen wir nicht“, erklärte DZ-Vorstandsmitglied Thomas Ullrich bei der gestrigen Eröffnung des Pavillons. Die neuen Räumlichkeiten hingegen würden sehr wohl benötigt: Weil das Bankgeschäft komplexer geworden sei, habe die Bank in den vergangenen fünf Jahren viele neue Mitarbeiter eingestellt, weshalb aber nicht mehr Büros, sondern eine größere Kantine gefragt sei, erläuterte er. Davon abgesehen befindet sich die DZ Bank gerade in einer Fusion mit der WGZ Bank, wodurch zahlreiche Besprechungen durchgeführt und mehr entsprechende Räumlichkeiten verlangt würden. Insgesamt beschäftigt die Bank knapp 3400 Mitarbeiter am Frankfurter Standort.

Zum Stadtteil gehörend

Als „Herzstück“ des fünfstöckigen, 18 Millionen Euro teuren Pavillons bezeichnete Ullrich derweil die Kita. Diese solle einerseits Angestellte entlasten, indem sie ihre Kinder direkt am Arbeitsplatz betreuen lassen könnten – zwischen „City-Haus I“ und Pavillon gibt es sogar eine Brücke. Andererseits sieht Ullrich die Kita als Schritt ins Westend hinein, schließlich stünden elf der 45 Betreuungsplätze Kindern aus der Nachbarschaft zur Verfügung: „Die DZ Bank gehört zum Stadtteil. Es gibt keine Berührungsängste mit der Stadtbevölkerung, wie sie der Branche manchmal nachgesagt wird.“

Alexander Diez, Facility Manager der DZ-Immobilien, betonte daher auch, dass die Baustelle aus Rücksicht auf die Nachbarn in einer Verschalung eingehaust wurde. „Es wäre schon eine enorme Belastung mit Lärm und Staub gewesen. Man kann das heutzutage geräuschmäßig stark dämpfen, deshalb haben wir die Emissionen möglichst reduziert.“

Attraktivität erhöhen

Für Unternehmen in der Größe der DZ Bank findet es Ullrich heutzutage selbstverständlich, dass Angestellte in der Kinderbetreuung unterstützt werden: „Es ist wichtig, als Arbeitgeber die eigene Attraktivität zu erhöhen, um insbesondere junge Mitarbeiter zu binden.“ Vor diesem Hintergrund erklärte er auch den Bau von 140 Fahrradstellplätzen, von denen zehn als Ladestationen für E-Bikes fungieren. Dort angekommen, können sich Mitarbeiter künftig in Sozialräumen duschen und umziehen.

Eltern aus dem Stadtteil, die an Betreuungsplätzen der Kita interessiert sind, können weitere Informationen bei der Betreibergesellschaft BVZ GmbH (www.bvz-frankfurt.info) erhalten. Die Anmeldung erfolgt über www.kindernetfrankfurt.de.

(peh)
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