Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Oratorium wird kurz vor Weihnachten uraufgeführt: Eine Sternstunde in Liebfrauen

„Sternstunde“ heißt das Oratorium von der Ankunft und Menschwerdung Gottes, das im Dezember in der Liebfrauenkirche uraufgeführt wird. Die Musik stammt von Peter Reulein, den Text hat Lutz Riehl geschrieben.
Peter Reulein Bilder > Foto: Salome Roessler Peter Reulein
Innenstadt. 

Kaum ein anderes Fest ist in einem solchen Maß mit Traditionen und Erwartungshaltungen verbunden wie Weihnachten. Eine tragende Rolle spielt hierbei die Musik, was sich nicht nur auf Weihnachtslieder bezieht, sondern auch, wie im Fall von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, auf ganze Kompositionen. Ein modernes Weihnachtsoratorium sollte textlich wie musikalisch auf der Höhe der heutigen Zeit sein, aber auch die Tradition im Blick haben.

Lutz Riehl, freier Autor und Kirchenmusiker, hat sich das zu Herzen genommen. Er hat den Text für das Oratorium „Sternstunde“ geschrieben, das am Samstag, 17. Dezember, in der Liebfrauenkirche uraufgeführt wird. Der Text spannt inhaltlich einen großen Bogen von der Adventszeit bis zum Fest „Darstellung des Herrn“ (2.Februar), das bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils in den 1960er Jahren als Abschluss des Weihnachtsfestkreises gefeiert wurde.

Fünf Solopartien

Es gibt fünf Solopartien, die allesamt nicht nur inhaltliche, sondern auch symbolische Funktion besitzen: der Prophet steht für das Alte Testament, Maria, die Gottesmutter, für das Neue Testament, der Engel für die himmlische Ebene, das Evangelistenpaar für die menschliche Ebene. Die Evangelisten sind bewusst mit beiden Geschlechtern besetzt, um die Gesamtheit der Menschen zu zeigen.

Die Musik dieses Oratoriums erklingt im neo-romantischen Klanggewand ergänzt mit modernen Elementen. Das Werk ist dennoch stark durchdrungen von weihnachtlichen Musiktraditionen: Viele bekannte Advents- und Weihnachtslieder werden teils sofort ersichtlich, teils versteckt zitiert. Die Musik stammt aus der Feder von Peter Reulein, der Kantor von Liebfrauen ist.

Bläser und Trommler

Bei der Uraufführung wird das Vocalensemble Liebfrauen vom Frankfurter Streichorchester mit erweitertem Bläser- und Percussion-Ensemble begleitet. Solisten sind Andrea Reuter (Sopran, Maria), Rahel Luserke (Sopran, Engel), Iris Schwarzenhölzer (Mezzosopran, Evangelistin/Elisabeth), Stefan Heitkamp (Tenor, Evangelist) und Dominik Herrmann (Bariton, Prophet/Simeon). Die Leitung hat Peter Reulein.

Die Aufführung beginnt am Samstag, 17. Dezember, um 20 Uhr in der Liebfrauenkirche. Der Eintritt kostet zwischen 15 und 18 Euro, ermäßigt 10 Euro. Karten gibt es telefonisch unter 297 296 – 30 an der Klosterpforte Liebfrauen und der Abendkasse.

(red)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse