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Eine "Westside-Story" für Mieter

Ein Bauinvestor stellt gemeinsam mit dem Planungsdezernat den Entwurf für den Westside Tower im westlichen Europaviertel vor. Das 66 Meter hohe Gebäude soll eine neue Ära der Wohnhochhäuser in Frankfurt einläuten.
Architekt Holger Meyer Architekt Holger Meyer
Frankfurt. 

Wohnhochhäuser hat Frankfurt viele: im Niederräder Mainfeld, auf dem Seckbacher Atzelberg oder in der Sigmund-Freud-Straße in Preungesheim. Mittlerweile jedoch sind jene Gebäude bloß noch Bausünden der Nachkriegszeit, ihre Umgebung soziale Brennpunkte. Dass Bauinvestoren erst jetzt den Mut aufbringen, anders zu denken, hat viel mit jenen Erfahrungen zu tun. Der Bau des Westside Towers am westlichen Ende des Europaviertels soll den schlechten Ruf der Wohnhochhäuser in Frankfurt revidieren.

Gestern stellte die Revitalis Real Estate AG, der Bauherr des Westside Towers, im Planungsdezernat in der Kurt-Schumacher-Straße die Entwürfe für das 66 Meter hohe Gebäude vor. Zuvor war das Frankfurter Architekturbüro "msm meyer schmitz-morkramer" als Sieger des von Revitalis für den Westside Tower ausgelobten Architekturwettbewerbs hervorgegangen.

Das 21-stöckige Gebäude mit Haupteingang in der Europa-Allee soll im zweiten Quartal 2015 fertig sein. Es soll 223 gehobene Mietwohnungen mit Wohnflächen zwischen 55 und 130 Quadratmetern bieten. Der Preis für einen Quadratmeter soll zwischen zehn und 20 Euro liegen, je höher die Wohnung, umso teurer der Mietpreis. Das Investitionsvolumen liegt nach Auskunft von Revitalis-Vorstand Jan-Oliver Meding bei rund 65 Millionen Euro.

Im Erdgeschoss ist eine Kindertagesstätte mit einer Fläche von 1100 Quadratmetern vorgesehen. "Wir befinden uns bereits mit mehreren interessierten Trägern im Gespräch. Diese möchten die Kita entweder teilweise öffentlich oder ganz öffentlich betreiben." Im Untergeschoss soll eine Parkgarage mit 200 Plätzen entstehen, die Zufahrt erfolgt über die Pariser Straße.

Trotz der schlechten Erfahrungen mit Wohnhochhäusern ist Meding von der Zukunft dieser Wohnform überzeugt. Ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlich großen Mietwohnungen, einige davon teilmöbliert, soll für eine ausgewogene Mischung an Mietern sorgen. Revitalis plant 1-Zimmer-Wohnungen für Wochenendheimkehrer, aber auch 5-Zimmer-Wohnungen im Penthouse-Stil.

Dass sich die Jury nach siebenstündiger Sitzung letztlich für den Entwurf vom Architekturbüro "msm" entschied, hatte nach Angaben des Planungsdezernenten Olaf Cunitz (Grüne) folgende Gründe: "Es war die Summe vieler Anforderungen wie des Brandschutzes, der Erschließung oder der Aufteilung von Freiflächen, auch die Funktionalität überzeugte."

Holger Meyer, Geschäftsführer von "msm", nannte den Entwurf "eine spannende Aufgabe". Es sei darauf angekommen, eine Verdichtung zu schaffen, um Freiräume wie den Europagarten zu ermöglichen. "Es war uns zudem daran gelegen, eine Eigenständigkeit des Gebäudes zu entwickeln, um keine Gleichmäßigkeit wie bei vielen Bürogebäuden entstehen zu lassen", so Meyer.

Mit der Vermietung der Wohnungen möchte Revitalis im Jahr 2014 beginnen. "Ich gehe davon aus, dass bereits zum Richtfest des Westside Towers alle Wohnungen vermietet sind", wagte Planungsdezernent Cunitz eine Marktprognose.

Der Westside Tower soll schließlich auch eine wichtige städtebauliche Funktion erfüllen. Gemeinsam mit einem weiteren Wohnhochhaus, das gegenüber in der Europa-Allee entsteht, soll er ab 2015 eine Art Stadttor im Europaviertel bilden. bki

(Benni Kilb)
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