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Benefizturnier im Juni: Eintracht-Fans brauchen Hilfe beim Helfen

Stell dir vor, du willst Gutes tun, aber weißt nicht, für wen. So ergeht es zurzeit dem Verein „Fußballer und Fans helfen“. Stets im Frühling organisiert er ein Benefizturnier und spendet die Einnahmen bevorzugt an finanzschwache Sozialprojekte. Das Problem dieses Jahr: Die Eintracht-Anhänger finden niemanden, dem sie helfen können.
16 000 Euro kickte der Verein „Fußballer und Fans helfen“ für die Behindertenwohnanlage „An der Praunheimer Mühle“ 2014 zusammen. Foto: Dietmar "Highlander" Tietzmann 16 000 Euro kickte der Verein „Fußballer und Fans helfen“ für die Behindertenwohnanlage „An der Praunheimer Mühle“ 2014 zusammen.
Frankfurt. 

Er hat sich bei den Fans umgehört, er hat Aufrufe über die sozialen Netzwerke gestartet – und ist immer noch nicht fündig geworden. Für den Verein „Fußballer und Fans helfen“ wird die Zeit langsam knapp. „Wir brauchen jetzt dringend eine soziale Einrichtung oder Initiative, an die wir spenden können“, sagt Vorstandsmitglied Klaus Nagel.

Der 57-jährige Eintracht-Fan aus Bockenheim hat den Verein vor acht Jahren gegründet, seit 2009 organisiert er die Benefizturniere auf dem Sportplatz am Praunheimer Hohl. Dieses Jahr steigt der wiederum von zahlreichen Firmen gesponserte Freizeitkick mit Abendprogramm im Bierzelt am 10. Juni. Wie immer werden gut 800 Eintracht-Anhänger von Fanclubs in ganz Hessen erwartet, im vergangenen Jahr waren sogar Mannschaften aus der Slowakei am Start.

Die Einnahmen von damals gingen als Startkapital an das noch junge Selbsthilfe-Netzwerk des Eintracht-Fanprojekts, „Der 13. Mann“ genannt. In den Jahren zuvor hatte „Fußballer und Fans helfen“ unter anderen die „Hilfe für krebskranke Kinder“, ein Frankfurter Kinderhaus und die Behindertenwohnanlage „An der Praunheimer Mühle“ unterstützt. Fast 100 000 Euro sind bei den Turnieren insgesamt zusammengekommen.

Seit 2014 ist der bereits mit Preisen bedachte und im Kanzleramt geehrte Verein als gemeinnützig eingetragen; eine ganz klare Philosophie hat er von Anfang an verfolgt. „Wir wollen eher kleinen finanzschwachen Einrichtungen oder Initiativen helfen, die nur wenig bekannt sind, die nicht ständig in den Medien stehen und deshalb eher wenig Spenden erhalten“, sagt Klaus Nagel. Mit anderen Worten: Einrichtungen, die am Limit arbeiten, die jeden Euro gut gebrauchen können und bei denen jeder Euro auf schnellem Weg bei den Bedürftigen ankommt. Deshalb hat der Vorstand die bisherigen Vorschläge für dieses Jahr aus den Fan- und Bekanntenkreisen abgelehnt. „Da waren natürlich renommierte Einrichtungen wie die Kinderkrebsstation der Uniklinik dabei, aber für die sind unsere 15 000 Euro jetzt nicht so enorm wichtig“, findet Nagel.

Dass mancher auf die Aufrufe in den Netzwerken deshalb zurückhaltend reagiert, weil Fußball-Chaoten im Allgemeinen und auch die der Eintracht im Besonderen zuletzt für Negativschlagzeilen gesorgt haben, glaubt Klaus Nagel nicht. „Die Leute können doch differenzieren.“

 

Einrichtungen und Initiativen, die sich für eine Spende von „Fußballer und Fans helfen“ ins Gespräch bringen wollen, können sich an den Vorstand wenden. Er nimmt gerne auch Vorschläge von jedermann an. Die E-Mail-Adresse lautet: vorstand@fufh.org. Weitere Informationen stehen im Internet auf fufh.org/ und auf der Facebookseite des Vereins, www.facebook.com/fufh.org/

 

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