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Eltern sammeln Ideen für Oberstufe

Von Die Initiative „Kind im Gallus“ kämpft weiter für ein eigenständiges Oberstufengymnasium. Gleichzeitig wird die Forderung nach einem weiteren neuen Gymnasium für die westlichen Stadtteile lauter.
Gallus. 

Noch fahren die Schüler, die an der Gymnasialen Oberstufe Gallus lernen, täglich auf den Riedberg. Erst in einigen Jahren wird ihre Schule tatsächlich im Stadtteil angesiedelt sei. Mit welchem Schulprogramm und welchen Verbindungen in den Stadtteil, das soll im September Thema einer Kreativwerkstatt sein. Diese wird von der Elterninitiative AG GOG (Arbeitsgruppe Gymnasiale Oberstufe) auf die Beine gestellt. Am 17. September sollen Referate der Schulbehörden und externer Referenten wichtige Anregungen geben, wie die Oberstufe weiter entwickelt und in den Stadtteil eingebunden werden kann. „Wir werden die Kreativwerkstatt nutzen, um erste Weichen zu wichtigen Themen wie dem Sprachangebot zu stellen“, erklärte Dirk Schneider beim monatlichen Treffen der Initiative.

Chinesisch bis zum Abi

Ideen gibt es viele, um schon bestehende und neue Schulformen um zukunftsweisende Projekte zu ergänzen: So referierte Schneider, Teil einer deutsch-chinesischen Familie, auch über die Bemühungen der Initiative, die chinesische Sprache und Kultur im Gallus von der Grundschule bis zum Abitur zu fördern. Dafür habe er bereits 450 Unterstützer. Eine Initiative, die auch der Schulleiter der Paul-Hindemith-Schule Matthew George unterstützt, um das Bildungsangebot im Gallus auszubauen.

„Wir hoffen sehr, dass das Land Hessen durch eine Novelle im kommenden Herbst die Voraussetzungen für ein Oberstufengymnasium in unserem Stadtteil schafft“, erklärte der Schulleiter. Bislang ist die vor zwei Jahren eröffnete Oberstufe eine Dependance der Max-Beckmann-Schule. Doch sie soll nach ihrem Einzug in einen Neubau an der Idsteiner Straße Gymnasiasten aus der ganzen Stadt aufnehmen. In Frankfurt ist man überzeugt, dass sie deshalb besser eigenständig sei. Dafür plädieren der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung, doch die schwarz-grüne Koalition in Wiesbaden will über eine solche Neuerung erst im Rahmen einer Novelle des Schulgesetzes entscheiden.

Derweil hat Nicolas Pérez bereits 769 Unterschriften für ein weiteres Gymnasium gesammelt: Wie berichtet, startete der im Europaviertel wohnhafte Vater kürzlich eine Online-Petition mit dem Ansinnen, für die Schüler im Westen der Stadt einen geeigneten Standort für eine solche neue Schule zu schaffen, nachdem das für Nied versprochene Gymnasium stattdessen am Campus Westend angesiedelt werden soll: „Vorgeschlagen haben wir ein Areal am Rebstockbad, da von dort aus verschiedene Stadtteile wie auch Rödelheim oder Sossenheim gut erreichbar sind“, erläuterte Pérez beim Elterntreffen.

Doch das Bildungsdezernat hat andere Pläne: „Wir werden für Nied die Problematik der Seveso-Richtlinie klären und planen bei weiterem Anstieg der Schülerzahlen weiterhin ein Gymnasien an der Mainzer Landstraße“, erklärt Martin Müller, Referent des Schuldezernats.

Neue Grenzen

Dort versucht die Elterninitiative auch mit der Forderung durchzudringen, die Schulbezirke im Gallus und im Europaviertel flexibler abzustecken und dabei auf eine Durchmischung alter und neuer Wohngebiete zu achten. „Der Ortsbeirat wird nach dem Stand der Neuordnung fragen“, versprach die Ortsvorsteherin Eva Triantafillidou (Grüne) beim Treffen. Laut Müller sollen die Grenzen 2017 mit der Errichtung der provisorischen Grundschule in der Stevensonstraße neu gezogen werden.

Als Freizeitangebote für Kinder und Familien planen verschiedene Kooperationspartner im Auftrag des Stadtteilarbeitskreises Gallus das Suppen- und Kulturfest „Gallus gibt Gas(t)“ am 21. Mai auf dem Schulhof der Günderrodeschule. Zudem möchte sie das bisherige Sindlinger Straßenfest zu einem Straßenfest im Lotte-Specht-Park ausbauen. „Dort brauchen wir weiterhin einen Bolzplatz, der Europagarten kann den Bedarf alleine nicht decken“, forderte Helga Roos vom Sportkreis Frankfurt.

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