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Neuer Bauantrag: Eröffnung der Lidl-Metropolfiliale verschiebt sich um ein Jahr

Im Januar wurde die alte Lidl-Filiale in der Goldsteinstraße abgerissen, im März folgte der Spatenstich für den Neubau. Doch jetzt stockt es auf der Baustelle des Discounter-Riesen mit dem blau-gelben Logo. Als Grund nennt das Unternehmen konzeptionelle Änderungen bei den Parkplätzen.
Die Baustelle wird abgeräumt, die Betonpfeiler wurden aus dem Boden gerissen und der Kran in seine Einzelteile zerlegt. Foto: Michael Faust Die Baustelle wird abgeräumt, die Betonpfeiler wurden aus dem Boden gerissen und der Kran in seine Einzelteile zerlegt.
Niederrad. 

Der Zeitplan des Discounter-Konzerns Lidl war sportlich. Nur neun Monate nach dem Spatenstich im März sollte bereits die neue Filiale an der Goldsteinstraße stehen. „Spätestens“, wie ein Unternehmenssprecher damals betonte. Doch daraus wurde nichts – die Baustelle ist noch immer eine Baustelle. Und eigentlich noch nicht einmal mehr das. Dort, wo am Anfang noch fleißig gebaggert und gebuddelt wurde, herrscht seit einigen Wochen himmlische Ruhe. Sogar die Baukräne wurden abgebaut und die bereits in die Erde gerammten Betonpfosten wieder herausgerissen. Grund für den Stillstand ist ein neuer Bauantrag, den der Discounter bei der Bauaufsicht Frankfurt eingereicht hatte. „Es gab konzeptionelle Änderungen für die Anordnung der Parkplätze, um das Parken noch kundenfreundlicher zu gestalten“, sagt eine Sprecherin des Discounters.

Statik und Brandsschutz

Die neue Planung für die Parkplätze betreffe sowohl die Statik als auch den Brandschutz des Gebäudes, erläutert Uwe Amend, stellvertretender Leiter der Bauaufsicht, warum dieser Schritt überhaupt nötig gewesen sei. „Der erste Bauantrag wurde im Februar 2017 genehmigt. Dann folgten die Änderungen. Am 27. September 2018 ist die Genehmigung für den neuen Bauantrag erteilt worden“, sagt er. Dass die Neu-Konzeption des Parkplatzes Einfluss auf die Statik des Gebäudes hat, ist auch für den Discounter Lidl neu. Denn bislang wurde stets nach dem gleichen Konzept gebaut: Parkplätze und daneben die Filiale.

Doch im Lyoner Quartier wird alles anders sein. Denn dort entsteht die erste Metropolfiliale Deutschlands. Diese „platzsparende Filiale“, wie der Discounter sein neues Konzept bezeichnet, setzt sich aus einem ebenerdigen Parkplatz sowie der darüber liegenden Verkaufsfläche zusammen.

Wird sonst für den Bau einer Filiale eine Fläche von rund 6000 Quadratmetern benötigt, ist bei der Metropolversion der Bau bereits auf einem halb so großen Areal möglich. Das neue Konzept gilt damit als eine Lösung für Bauen in sehr dicht besiedelten Ballungsgebieten. Zudem kann die Filiale um Wohnungen aufgestockt und Büroflächen erweitert werden.

Das wird jedoch in Niederrad nicht passieren – dort wird im Discounter-Gebäude nur eine Apotheke zusätzlich untergebracht. „Wir haben vor fünf Jahren die Planungen begonnen. Damals wusste keiner, welche Wendung das Thema Wohnen in der Bürostadt nimmt“, heißt es bei Lidl. Deswegen wird das Dach in Niederrad begrünt.

103 Stellplätze

Die Kunden werden die Verkaufsfläche im ersten Stock über Rollsteige erreichen. Geplant sind aktuell 103 Stellplätze, schon bald soll mit dem Bau weitergemacht werden, heißt es aus der Zentrale des Discounters. Durch die Verzögerung steht allerdings auch fest: Die geplante Eröffnung im Dezember kann nicht eingehalten werden. „Wir planen aktuell, die Filiale im Herbst nächsten Jahres zu eröffnen“, sagt die Unternehmenssprecherin.

Für die Kundschaft bedeutet dies: Sie müssen ein Jahr länger in die Ersatzfiliale in der Lyoner Straße 13 ausweichen; dort, wo einst die Deutschland-Zentrale des IT- und Beratungsunternehmens IBM stand.

Einen Schritt weiter geht der Discounter Lidl übrigens im westlichen Stadtteil Gallus: Dort wird die bestehende Filiale durch einen Neubau ersetzt – inklusive 110 Wohnungen. Realisiert wird dieses Projekt gemeinsam mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding.

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