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Die Vielfalt der Schaumweine: Erstes Internationales Sparkling Festival für Kenner und Könner

Von Zahlreiche Champagner, Crémants und Cavas verkosten – diese Möglichkeit bietet sich nicht jeden Tag. Beim 1. Internationalen Sparkling Festival am Montag geht in der Villa Kennedy dieser Traum allerdings in Erfüllung. Zur ersten Veranstaltung ihrer Art haben wir neun Fakten zusammengestellt.
Prickelnd: Gerhild Burkard schenkt Schaumweine und Champagner gekonnt ein. Prickelnd: Gerhild Burkard schenkt Schaumweine und Champagner gekonnt ein.

1„Nach einem Sieg verdienst Du ihn, nach einer Niederlage brauchst Du ihn“, hat Napoleon Bonaparte über Champagner gesagt. Beim 1. Internationalen Sparkling Festival geht es aber nicht nur um französischen Qualitätsschaumwein. Schließlich geben sich am Montag, 12. Juni, in der Sachsenhäuser Villa Kennedy 49 Hersteller aus neun Nationen ein Stelldichein. „Dazu gehören Spanien, Italien, Belgien, Luxemburg, England, Österreich und Deutschland“, erklärt die Festival-Initiatorin Gerhild Burkard. Einziger Gast aus Übersee ist Südafrika.

Info: Gerhild Burkard ist Botschafterin für die ...

Gerhild Burkard bezeichnet sich selbst als Kind des deutsch-französischen Austauschs. Bei ihren Gasteltern hat sie erstmals Champagner getrunken und sich mit der Faszination für hochwertige Weine infiziert.

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2Die Winzer haben mehr als 130 Erzeugnisse im Gepäck. Weil sie zu den Besten ihrer Branche zählen, lassen sich die Champagner von Heidsieck und Roederer aus Frankreich ebenso probieren wie die Cavas von Gramona und Recaredo aus Spanien. Die italienische Schaumweinvielfalt präsentieren beispielsweise Arunda aus dem Trentino und der Bellavista in der Lombardei. Bei allen Unterschieden haben die Winzer eines gemein: „Sie setzen auf traditionelle Flaschengärung, fügen keine Kohlensäure hinzu“, so die Fachfrau.

3Fragt sich lediglich, wie sie auf die Idee für das Festival gekommen ist? Im vergangenen Jahr hat sie als Jurymitglied an einer Veranstaltung mit deutschem Schaumwein teilgenommen und dabei festgestellt, dass hierzulande sehr gute Erzeugnisse produziert werden. „Plötzlich dachte ich mir: Daraus muss man doch etwas machen. Die Kunden sollen erfahren, dass es in Deutschland nicht nur Masse, sondern auch Klasse gibt.“ Und diese braucht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen.

4Die Masse überwiegt aber nach wie vor. Zwar ist der Verbrauch in der Bundesrepublik dem Deutschen Weininstitut zufolge weltweit am höchsten: Pro Kopf und Jahr werden fünf Sektflaschen konsumiert. Doch handelt es sich bei den Produkten um Billigware, die für nicht einmal 3 Euro über die Ladentheke geht. „Viele meiner Landsleute haben Nachholbedarf in Qualitätsbewusstsein“, sagt Burkard, „sie sollten lieber weniger und dafür besser trinken.“

5Kein Wunder, dass der deutsche Schaumwein im Ausland einen nicht ganz so guten Ruf genießt. Dieses Schicksal teilt er mit dem deutschen Rotwein. Wobei sich dessen Image langsam wandelt. „Deutsche Schaumweinhersteller haben es immer noch schwer, sich neben ausländischen Erzeugern zu positionieren“, so Burkard. Es bestehe aber Hoffnung, respektive Nachfrage nach deutschen Qualitätsprodukten – auch hierzulande.

6Dass sich der Ruf allmählich verbessert, liegt vor allem an Topwinzern wie Bardong und Solter im Rheingau oder Volker Raumland in Rheinhessen. Wer sich von der Qualität ihrer Schaumweine überzeugen möchte, findet sie auf dem Sparkling Festival in der Villa Kennedy. Gleiches gilt für die Weinmanufaktur Reichsrat von Buhl, einem bekannten Hersteller hochwertiger Sekte in der Pfalz.

7Außer etablierten Winzern machen sich auch Newcomer auf den Weg nach Frankfurt am Main, darunter Isabel Strauch und Ehemann Tim Weißbach aus der Strauch Sektmanufaktur in Rheinhessen. Oder Niko Brandner von Griesel & Compagnie an der Hessischen Bergstraße: „Er macht interessante und vielschichtige Sekte“, weiß Burkard, „benutzt dafür Hefen aus der Champagne.“

8Neben einer spürbaren Experimentierfreude liegen auch biologisch produzierte Schaumweine zunehmend im Trend. Nachhaltigkeit ist ebenso bei der Herstellung wie beim Gesamtkonzept angesagt. „Indem die Winzer zum Beispiel leichtere Flaschen verwenden, verbrauchen sie weniger Rohstoffe und können Transportkosten sparen.“ Allerdings gehen mit der ökologischen Produktion auch gewisse Risiken einher. Schließlich sind die Reben ohne Pflanzenschutzmittel anfälliger für Krankheiten.

9Dass sich die daraus gemachten Erzeugnisse nicht nur für besondere Anlässe eignen, beweist das Schaumwein-Menü am Montag, 12. Juni, zwischen 19 und 22 Uhr. Dario Cammarata, Chefkoch der Villa Kennedy, überrascht seine Gäste mit vier Gängen und 13 begleitenden Qualitätsschaumweinen aus unterschiedlichen Anbauregionen. Dafür bezahlen Genießer 149 Euro pro Person.

 

1. Internationales Sparkling Festival, Sachsenhausen, Villa Kennedy, Montag, 12. Juni, 15–18 Uhr für Fachbesucher, 18–21 Uhr für Endverbraucher. Der Eintritt kostet 59 Euro (Frühbucher 49 Euro), Tickets: www.sparklingfestival.de.

 

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