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Hauptverkehrsstraße beschäftigt den Ortsbeirat 9: Eschersheimer: Umbau beginnt

Von Bauen und Wohnen – das sind die beiden großen Themen, die den Ortsbeirat 9 im kommenden Jahr beschäftigen. Mit diesem letzten Ausblick für 2017 beenden wir unsere Serie „Ortsbeirat im Fokus“.
Links wird gefahren, rechts wird geparkt. Schon im Frühjahr wird mit dem Umbau der Eschersheimer Landstraße begonnen, in 18 Monaten gibt es nur noch eine Fahrspur. Foto: Heike Lyding Links wird gefahren, rechts wird geparkt. Schon im Frühjahr wird mit dem Umbau der Eschersheimer Landstraße begonnen, in 18 Monaten gibt es nur noch eine Fahrspur.
Nordwesten. 

Zwei Jahre nach Beginn des Probebetriebes ist es tatsächlich soweit: Im Frühjahr fließt der Verkehr auf der Eschersheimer Landstraße auf dem Abschnitt zwischen Weißen Stein und der Hügelstraße nur noch auf einer Fahrspur. 4,1 Millionen Euro kostet der Umbau, 18 Monate lang soll die noch zweispurige Trasse Richtung Norden dann eine Baustelle sein.

„Dieses Thema wird uns im Ortsbezirk bestimmt mehrmals beschäftigen“, sagt Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU). Schon bei der Vorstellung der Planungen hatte der Ortsbeirat eingewandt, dass sich der Verkehr dann auf andere Strecken wie über die Kurhessenstraße verlagere. „Die Diskussionen waren vorab schon sehr heftig. Es war gut, dass wir als Ortsbeirat damals die Probephase durchsetzen konnten“, so Hesse. Die hatte bestätigt: Es gibt keine großen Staus, der befürchtete Verkehrskollaps blieb aus. Ob dies auch beim dauerhaften Umbau so funktioniert, werde sich erst zeigen, wenn die Einspurigkeit wirklich da ist.

2,50 Meter breite Fahrspur

Zur Erinnerung: Künftig gibt es jeweils rechts und links der U-Bahn-Trasse einen 2,25 Meter breiten Gehweg, zwei Meter breite Parkstreifen mit 50 Zentimeter Abstand zu einem 1,25 Meter breiten Schutzstreifen für Fahrradfahrer sowie eine 2,50 Meter breite Fahrspur für die Autos. Die jetzt vorhandene zweite Fahrspur, die in großen Teilen als Parkfläche genutzt wird, fällt damit weg.

Ein weiteres bestimmendes Thema wird, wie auch schon 2016, die Nachverdichtung der Platensiedlung sein. Rund 600 neue Wohnungen sollen dort in einem ersten Bauabschnitt entstehen, auch dort sollen die Baufahrzeuge im kommenden Frühjahr anrollen. Weil es immer wieder Proteste von den Mietern gibt, will der Ortsbeirat im ersten Quartal des Jahres einen runden Tisch organisieren. Mit Frank Junker, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding, sowie dem Architekten Stefan Forster, der die Pläne entwickelt hat. „Auch dabei sein sollen die Fachämter der Stadt, die sich um die Infrastruktur kümmern. Zudem wollen wir Frank Junker und den Planungsdezernenten Mike Josef bitten, in einer der nächsten Sitzungen die endgültigen Pläne vorzustellen“, sagt Hesse.

In Mieter-Dialogen mit der ABG konnten die Bewohner des Quartiers ihre Wünsche einfließen lassen. Eine Möglichkeit, die der Ortsvorsteher befürwortet. „Es ist lobenswert, dass ein Kompromiss stattgefunden hat. Denn es ist Fakt: Wir brauchen Wohnungen!“, betont er.

Auch eines von Hesses „Babys“, da ist er sicher, wird in den kommenden zwölf Monaten in den Fokus des Stadtteilgremiums rücken. Wieder einmal. Denn die Umgestaltung des Platzes vor dem „Haus Dornbusch“ ist ein echter Dauerbrenner im Ortsbezirk 9. „Wir haben den Magistrat aufgefordert, den Platz auf die Prioritätenliste Schöneres Frankfurt zu setzen. Zudem sollten zeitnah ein zusätzlicher Fußgängerüberweg über die Eschersheimer Landstraße gebaut sowie ein unterirdischer Glascontainer installiert werden“, lässt er erahnen, dass der Ortsbeirat in diesem Punkt sicher noch ein- oder mehrmals nachhaken wird.

Neuer Bebauungsplan

Für großes Aufsehen sorgte im Herbst des vergangenen Jahres die Rodung der wildgewachsenen Fläche südlich der Autobahn A 661. Das Areal wird Teil des neuen Bebauugsplanes, hier soll einmal das neue Wohngebiet nördlich der Anne-Frank-Siedlung entstehen. „Noch geht es ruhig zu, allerdings ist demnächst mit der Vorstellung des Bebauungsplanes im Ortsbeirat zu rechnen“, sagt Hesse. Ohne die genauen Planungen zu kennen, hat der Ortsbeirat bereits deutlich gemacht, worauf es ihm ankommt. Er fordert eine nachbarschaftliche Begegnungsstätte, einen Lebensmittelmarkt sowie eine oder mehrere öffentliche Grünflächen.

Noch nicht ganz verdaut hat der Ortsbeirat derweil den barrierefreien Umbau der Bushaltestellen an der Hügelstraße. „Es gibt zum Glück keinen Verkehrskollaps. Aber wir wurden nicht informiert. Das geht bei solch einem großen Projekt nicht und muss sich in Zukunft ändern“, fährt Hesse hier eine ganz klare Linie.

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