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8-Millionen-Projekt: Evangelische Akademie: Ein Hingucker am Römerberg

Von Die Evangelische Akademie Frankfurt hat ihren markanten transparenten Neubau am Römerberg 9 bezogen. Zu den ersten öffentlichen Veranstaltungen in diesem Gebäude gehören das ökumenische Reformationsfest am 5. Juni und das Friedensforum am 29. Juni, die offizielle Einweihung ist für den 20. August vorgesehen.
Der Panoramasaal im Dachgeschoss gehört zu den Highlights des Gebäudes. Bilder > Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Der Panoramasaal im Dachgeschoss gehört zu den Highlights des Gebäudes.
Frankfurt. 

Schon beim Richtfest im vergangenen Sommer blickte Thorsten Latzel, Direktor der Evangelischen Akademie Frankfurt, mit gemischten Gefühlen zur Skyline und fragte, wie die Welt ein halbes Jahr nach einer erfolgreichen Präsidentenwahl von Donald Trump aussehen könnte. Inzwischen ist der Panoramasaal unter dem Dachstuhl fast fertig und aus der damaligen Ahnung politische Gewissheit geworden: „America First – was bleibt für den Rest?“ heißt deshalb die Veranstaltung des Frankfurter Friedensforums zur neuen Lage der Weltpolitik Ende Juni.

„Zum ersten Mal öffnen wir das neue Haus anlässlich unserer Reformationsfeier am Pfingstmontag, 5. Juni, und Kurzfilme zum Thema Gnade“, erklärt Latzel. Bis dahin werden die letzten Innenarbeiten in der Evangelischen Stadtakademie abgeschlossen und die Klimatechnik eingestellt sein, die dank Lüftungsklappen und moderner Verglasung auch an sehr warmen Sommertagen Wohlfühltemperaturen unter möglichst nachhaltigen Bedingungen erzeugen soll. Am Dienstag, 20. Juni, startet um 18 Uhr das politische Wirtschaftsforum „Die große Umverteilung“, ehe es am 29. Juni ab 19 Uhr um Weltpolitik aus US-amerikanischer Sicht und die Folgen des Brexit geht.

Optisch in Szene gesetzt

Als Forum für den internationalen politisch-wirtschaftlichen Dialog mit der Kirche wird das neue rund acht Millionen Euro teure und transparente Akademiegebäude mit dem Blick zur Skyline und zur Frankfurter Altstadt auch optisch optimal in Szene gesetzt. Und außen bewundern viele Passanten die Glasfassade, in der sich im täglich wechselnden Lichtspiel vor allem die Neubauten des gerade fertiggestellten Historischen Museums spiegeln.

Doch die Rauten und Kreuze in der Struktur der Fassade verstehen sich nicht als Hommage an die ähnlichen Muster der Museumsneubauten oder an die Alte Nikolaikirche, wie die Architekten Florian Schlüter und Claudia Meixner verdeutlichen: „Mit den Rauten und Kreuzen haben wir ähnliche Strukturen in der benachbarten Römerbergbebauung aufgenommen und interpretiert“, sagt Meixner.

„Der Römerberg ist schließlich auch historisch der Ort in unserer Stadt und für unsere Region, an dem Politik, Wirtschaft und interkultureller Austausch bis heute stattfinden“, unterstreicht der evangelische Stadtdekan Achim Knecht. „Deshalb war es auch konsequent und richtig, die Evangelische Akademie Arnoldshain aus den Wäldern des Taunus in die Stadt zu verlegen und an dieser Stelle mit der Evangelischen Stadtakademie Römer 9 zu fusionieren“, ergänzt Ulrich Oelschläger, Präses der Elften Kirchensynode der Evangelische Kirche in Hessen-Nassau (EKHN).

Dass sich die Bauarbeiten am Ende um zwei bis drei Monate verzögerten und 800 000 Euro teurer wurden, sei durchaus vertretbar, wie die Architekten und Bauherren verdeutlichen: „Das entspricht zehn Prozent mehr gegenüber dem ursprünglichen Kostenrahmen und erklärt sich aus Maßnahmen der Statik und Dachsanierung, die so nicht absehbar waren“, erläutert Schlüter. Diese Mehrkosten wird der Evangelische Regionalverband übernehmen.

Wie ein Verein organisiert

Doch das Geld für das umgebaute Haus mit aufgestocktem Dachgeschoss ist gut angelegt, wie auch die Pröpstin in Rhein-Main Gabriele Scherle verdeutlicht: „Die Evangelische Akademie Frankfurt ist als bundesweite Besonderheit wie ein Verein organisiert und bietet so neben den Hauptamtlichen auch vielen Ehrenamtlichen die Möglichkeit, wie Baumeister an ihrer Akademie mitzuarbeiten“, verdeutlicht sie. Auch ist vorgesehen, dass Stiftungen wie die Polytechnische Gesellschaft hier Räume für ihre Veranstaltungen anmieten können.

Zudem bietet die räumliche Nähe zu weiteren wichtigen Institutionen der Stadt die Möglichkeit für weitere Synergien: Das betrifft das benachbarte Historische Museum ebenso wie das katholische Haus am Dom, das sich bereits beim Friedensforum beteiligt. „Natürlich wünschen wir uns, hier zum Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt viele gemeinsame Veranstaltungen mit dem Haus am Dom anbieten zu können“, erklärt Knecht.

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