E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 32°C

Wohnungsmarkt: Experten: Viele Mieter kennen und nutzen ihre Rechte nicht

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt und der Rhein-Main-Region trauen sich Experten zufolge zahlreiche Mieter nicht, ihre Mieterrechte in Anspruch zu nehmen. Nur wenige Betroffene wehrten sich etwa bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse.
Mietwohnungen in Frankfurt Foto: Susann Prautsch (dpa) Mietwohnungen in Frankfurt
Frankfurt. 

Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt trauen sich Experten zufolge zahlreiche Mieter nicht, ihre Rechte in Anspruch zu nehmen. Nur wenige Betroffene wehrten sich etwa bei Verstößen gegen die Mietpreisbremse, sagte der Geschäftsführer des Mieterschutzvereins Frankfurt, Rolf Janßen, der Deutschen Presse-Agentur.

Kaum Fragen zu Nebenkostenabrechnungen

"Da bekommen wir nur die Spitze des Eisbergs mit." Bestandsmieter scheuten sich häufig, Fragen etwa zur Nebenkostenabrechnung zu stellen. "Die Sorge, eine Kündigung zu provozieren, ist sehr groß", betonte Janßen. Frankfurt sei nun mal ein von Vermietern diktierter Wohnungsmarkt.

Auch der Leiter der Stabsstelle im Frankfurter Amt für Wohnungswesen, Willi Müller, sagte, es gebe bei Neuverträgen durchaus Verstöße gegen die Mietpreisbremse. Heißt: Die Miete wird kräftiger nach oben geschraubt als zulässig. Allerdings kämen nur wenige Betroffene damit zur mietrechtlichen Beratung. "Sie schlucken das, weil man es schlucken muss", sagte Müller.

Mietpreisbremse unverzichtbar

Tobias Schmitz, Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim Verein "Mieter helfen Mietern" in Frankfurt, hält die Mietpreisbremse grundsätzlich für unverzichtbar. Wichtig sei aber, vorhandene Schlupflöcher zu schließen. Derzeit seien etwa Vermieter nicht auskunftspflichtig, was die Vormiete angehe. Das müsse sich ändern.

dpa

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen