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Frankfurter Wahrzeichen: Experten: Wiederaufbau des Goetheturms in Holz problemlos möglich

Nach dem verheerenden Brand scheint es in Frankfurt unstrittig, dass der Goetheturm wiederaufgebaut werden soll. Diskutiert wird jedoch, in welcher Form das erfolgen soll. Ein Neubau des Goetheturms in Holzkonstruktion ist nach Ansicht von Experten problemlos möglich
Die Überreste des Frankfurter Goetheturms. Foto: Lukasz Galkowski Die Überreste des Frankfurter Goetheturms.
Frankfurt. 

„Natürlich kann der Turm in Anlehnung an seine ursprüngliche Form wieder hergestellt werden“, sagt Rainer Graefe, der in Dreieich ein Ingenieurbüro betreibt und unter anderem den Atzelbergturm in Kelkheim konstruiert hat. „Aber es bleibt natürlich immer ein Gefahrenpotenzial.“ Vor Vandalismus sei man nie sicher, helfen könne allenfalls Videoüberwachung.

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Allenfalls der Eiserne Steg kann es unter den Frankfurter Wahrzeichen mit dem Goetheturm aufnehmen, sagt Dr. Thomas Bauer vom Institut für Stadtgeschichte. Im Interview mit Online-Redakteur Michael Forst beschreibt der Historiker, was der Verlust des Turmes für Frankfurt bedeutet.

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Graefe plädiert für einen neuen Holzbau, würde die Konstruktion aber etwas verändern. „Die Treppen waren oben schon sehr eng und schmal, das könnte man anders machen.“ Ein barrierefreier Zugang jedoch sei nur schwer zu realisieren. Denn ein Aufzug lasse sich in eine Holzkonstruktion nicht integrieren. Stahl habe zwar nicht die selbstbrennenden Eigenschaften wie Holz, „aber das hat man im Wald nicht so gerne“.

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Auch der Darmstädter Ingenieur Klaus Berner, Seniorprofessor für Baustatik, Holz, Stahl- und Verbundbau an der Fachhochschule Mainz, hält nichts von einer Stahlkonstruktion. „Versuche haben gezeigt, dass Stahl bei einem Brand schon nach neun Minuten weich wird“, sagte er. Außerdem sei der Korrosionsschutz sehr aufwendig. Holzbalken hingegen verkohlten zunächst nur außen, blieben aber im Kern stabil. Man könne sie so bemessen, dass sie einem Feuer 30 oder sogar 60 Minuten standhalten.

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Zwar gebe es auch Anstriche, die bei einem Brand aufschäumen und verhindern sollen, dass sich das Feuer ausbreitet. „Aber das ist sehr teuer und funktioniert meist nicht.“ Aktuelle Bauvorschriften oder Normen stünden einem neuen Aussichtsturm aus Holz nicht entgegen. „Das ist technisch keine außergewöhnliche Konstruktion.“ Berner empfiehlt die Holzbauweise deshalb „aus voller Überzeugung“ – obwohl er sich zuletzt vor allem mit Stahlbau beschäftigt hat.

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