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Fahrradclub kritisiert Kampagne der Polizei

"Da bist du platt!" – so heißt eine Präventionskampagne, bei der die hessische Polizei seit Anfang des Jahres unter anderem in Frankfurt vor den Gefahren des Radfahrens warnt.
Frankfurt. 

"Da bist du platt!" – so heißt eine Präventionskampagne, bei der die hessische Polizei seit Anfang des Jahres unter anderem in Frankfurt vor den Gefahren des Radfahrens warnt. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Hessen hat in einer Pressemitteilung jetzt kritisiert, dass die Kampagne "unnötig Angst vorm Radfahren" schüre. Laut ADFC sei Fahren mit dem Rad ebenso sicher wie mit dem Auto: "Und je mehr Radfahrer auf den Straßen unterwegs sind, desto sicherer wird es für uns alle." Die Unfallstatistik werde falsch dargestellt. Die laut ADFC "größte Unfallgefahr" benenne die Polizei gar nicht: "In Hessen verunglücken die meisten Radfahrer deshalb, weil sie Rad- und Fußwege auf der linken Straßenseite benutzen." Besonders verärgert sei man, dass die Polizei die "Verursacherfrage verschleiert", da zwar mehr als die Hälfte der Radunfälle vom Radler selbst verschuldet seien, es sich aber bei rund einem Drittel um Unfälle ohne andere Beteiligte handelte.

Polizeisprecher André Sturmeit ist verwundert über die Kritik: "Die Kampagne läuft schon seit einigen Monaten. Der ADFC hat sich direkt an die Presse gewendet, ohne zuvor mit uns zu sprechen. Und damit nur in eigenem Interesse gehandelt." Er räumt ein, dass es diskussionswürdige Punkte gibt: "Wir lassen die Kampagne von unseren Verkehrsexperten prüfen, die die Kampagne konzipiert haben."

Grundsätzlich schätzt er das Radfahren aber als gefährlich ein: "Was bei Autos nur Beulen verursacht, kann beim Radfahrer schnell zu gebrochenen Knochen führen. Und manch ein Verhalten von Radfahrern in der Frankfurter Innenstadt kann man als lebensmüde bezeichnen."fnj

(fnj)
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