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Frankfurter Automobilausstellung: Familienfest für Fahrzeugfans

Von 32 Automarken, 140 Fahrzeuge – in der Klassikstadt in Fechenheim kamen Motorfans gestern voll auf ihre Kosten. Die Frankfurter Automobilausstellung, die unter anderem von einer Schwestergesellschaft dieser Zeitung „auf die Räder gestellt“ wurde, lockte mehr als 8000 Besucher an.
Bei der Frankfurter Automobilausstellung in der Klassikstadt bummelten bei herrlichem Wetter Tausende von Menschen. Bilder > Foto: Holger Menzel Bei der Frankfurter Automobilausstellung in der Klassikstadt bummelten bei herrlichem Wetter Tausende von Menschen.
Frankfurt. 

Für Jürgen Hallberg kommt nur ein Elektroauto infrage. Der Familienvater aus Hemsbach an der Bergstraße ist am Sonntag extra zur Frankfurter Automobilausstellung gereist, um sich über „Elektromobilität“ zu informieren und entsprechende Fahrzeuge zu begutachten. Seine Familie hat er in die Klassikstadt in Fechenheim mitgebracht: Ehefrau Kristine und die Söhne Jannis (9) und Marlon (3). Sie haben es sich im BMW i8 gemütlich gemacht. Welches Auto es sein soll? „Der da“, ruft Jannis begeistert aus.

Bilderstrecke Große Automobilausstellung in der Klassikstadt Fechenheim
32 Automarken und 140 Ausstellungsfahrzeuge drängten sich am Sonntag rund um die Klassikstadt in Fechenheim. 8000 Besucher kamen.Klicken Sie für weitere Impressionen.

8000 Besucher sind am Sonntag insgesamt zur Frankfurter Automobilausstellung (FAA) gekommen. Die Schau wird „auf die Räder gestellt“ von RheinMainMedia, einer Schwestergesellschaft dieser Zeitung, und der Automeile, dem Autohändlerverein der Hanauer Landstraße. In Frankfurt ist die FAA schon etabliert: Lokale und regionale Autohändler zeigen ihre Angebote und treten mit potenziellen Kunden in Kontakt. Daneben gibt es ein buntes Rahmenprogramm, das die Ausstellung auch für diejenigen zum Magneten macht, die kein Auto kaufen möchten. Ulrich Brass zeigt sich zufrieden. Der Geschäftsführer der Brass-Gruppe aus Aschaffenburg, dem größten Opel- und GM-Händler in Frankfurt, ist persönlich in die Klassikstadt gekommen. „Es herrscht eine gute Stimmung, und wir erfahren viel positive Resonanz.“

Ein Hybrid muss es sein

Insgesamt 32 Autohäuser präsentieren die aktuelle Modellpalette. Manche, wie VW, mit Showtruck und kleiner Aufführung. 140 Ausstellungsautos sind rund um die Klassikstadt geparkt, 50 dienen als Testfahrzeuge – und stehen den ganzen Tag nicht still.

Auch Norbert Huber schaut sich um: „Ich möchte ein neues Auto“, sagt er, „und es muss wieder ein Hybrid sein.“ Huber sitzt im Toyota RAV 4. Fühlt sich seinem Gesichtsausdruck nach ganz gut an. „Bislang fahre ich einen Prius, doch das muss nicht so bleiben.“

Auch Hans-Jörg Bender und seine Frau Christa haben Kaufinteresse. „Hier stehen alle Marken nebeneinander, man kann viel leichter vergleichen als in der Hanauer Landstraße“, sagt der 72-Jährige. Momentan fährt das Ehepaar einen älteren Mercedes. Das neue Auto soll ein SUV sein. Man sitzt höher, kann leichter einsteigen. Sie begutachten einen Honda CR-V.

Einige Meter weiter, am Mercedes-Stand, führt Verkäufer Christian Hockmann ein Kundengespräche nach dem anderen: „Es ist gut hier – noch mehr Besucher als im Vorjahr“, sagt Christian Hockmann. Konstruktive Gespräche mit Kunden gebe es. „Aber das Hauptthema ist nicht das Verkaufen“, sagt Hockmann. An diesem Tag sei es eher das Familienevent.

In der Tat: Viele machen sich auch ohne Kaufabsicht einen entspannten Tag. So auch Stefan und Kristina Klauslitzer aus Oberursel. „Hier ist eine sehr gute und entspannte Atmosphäre“, sagt der Mann. „Nicht so hektisch wie auf der IAA.“ Die Frau ergänzt: „Dort könnten wir mit unserem kleinen Sohn Julian gar nicht hingehen.“ Hier hingegen tollt der Einjährige munter auf dem Bobbycar herum. Ein Auto zu kaufen kommt für die Familie nicht in Betracht. „Es ist unser Sonntagsausflug.“

Einige Meter weiter können Kinder auf den Kletterturm des Abenteuerspielplatzes Riederwald steigen, gesichert mit Seilen. Eine Attraktion für die Erwachsenen sind die Segways. Die Elektroflitzer huschen schon seit einigen Jahren durch Frankfurt. Die Firma Segway Citytours bietet Stadtrundfahrten an. Auf der Automobilausstellung konnten die Besucher die Fahrzeuge mit zwei Rädern testen.

Die FAA ist schon zum dritten Mal in der Klassikstadt zu Gast. In einem renovierten Fabrikgebäude parken Besitzer ihre Oldtimer. Diese können während der Öffnungszeiten angeschaut werden. „Und natürlich ist das hier auch ein attraktiver Standort für die FAA“, sagt Holger Kranz von RheinMainMedia. „Wir bieten hier ein Wohlfühlpaket mit alten und neuen Autos, gutem Essen und Attraktionen.“ Erst am vergangenen Wochenende war die Klassikstadt nach der Winterpause wieder eröffnet worden.

Bei der FAA gibt es auch eine Geländestrecke, auf der die Besucher Fahrzeuge verschiedener Hersteller testen konnten, und eine Teststrecke für Fahrräder und E-Bikes. Stefan Scholz, Inhaber des Radsporthauses Kriegelstein in Zeilsheim, hat dafür dieses Jahr wieder Räder zur Verfügung gestellt. „Das ist für uns Werbung“, sagt er.

E-Auto als Zweitwagen

In Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung bietet die FAA auch eine große Sonderausstellung Elektromobilität. E-Autos großer Marken ebenso wie Exoten à la Tesla standen zur Begutachtung. Jan Gant (37) sucht gezielt ein Elektroauto als Zweitwagen. Er ist von der Elektromobilität überzeugt, bedauert aber, dass die Industrie in den vergangenen beiden Jahren nicht wesentlich vorangekommen sei. „Vor zwei Jahren war ich schon einmal bei der FAA. Da war das Angebot auch nicht anders als jetzt.“

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