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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen 53-Jährigen: Familienvater schüttet Ehefrau heißes Öl ins Gesicht

Weil sich seine Frau von ihm trennen wollte, hat ein Familienvater ihr siedendes Öl ins Gesicht gekippt. So steht es zumindest in der Anklage der Staatsanwaltschaft. Der Mann aber spricht von einem Unfall
Symbolbild Foto: Daniel Reinhardt (dpa) Symbolbild
Frankfurt. 

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat jetzt Anklage wegen schwerer und gefährlicher Körperverletzung aus Eifersucht gegen einen 53 Jahre alte Familienvater aus der Obernhainer Straße (Bornheim) erhoben. Der Mann war mit der von seiner Frau angestrebten Trennung offenbar nicht einverstanden. Um dafür zu sorgen, dass die 36-Jährige für einen möglichen Nebenbuhler oder Nachfolger erst gar nicht in Frage kommt, schüttete er ihr eine Tasse mit heißem Öl ins Gesicht.

Oberstaatsanwältin Nadja Niesen stellte gestern Einzelheiten der beim Landgericht vorliegenden Anklageschrift vor: An jenem 18. April dieses Jahres erhitzte er einen Kessel Speiseöl auf dem Küchenherd. Als die Flüssigkeit zu brodeln und sprudeln begann, füllte er sie in eine Tasse um und begab sich in den Flur der Wohnung. Dort schüttete er der Ehefrau das siedende Öl in Gegenwart der beiden sechs und 14 Jahre alten Kinder ins Gesicht.

Das Opfer erlitt Verbrühungen zweiten Grades und musste ins Krankenhaus. Voraussichtlich würden Pigmentierungen und Narben zurückbleiben, berichtete Niesen. Aufgrund dieser dauerhaften Entstellungen kommt neben der gefährlichen Körperverletzung auch der Tatbestand der schweren Körperverletzung in Betracht.

Die Ehe wurde in Bangladesch, der Heimat beider Eheleute, geschlossen – unter welchen Umständen, konnte Niesen nicht sagen. In Deutschland aber sei es auch schon vor der Tat zu handfesten Streitigkeiten gekommen. Die Frau habe von Schlägen ihres Ehemannes berichtet. Gleichwohl versuchte der Beschuldigte, den Vorfall bei der Polizei herunterzuspielen: Er habe mit dem Öl Pommes Frites für die Kinder zubereiten wollen und die Flüssigkeit aus Versehen verschüttet. Ob dies tatsächlich so war, wird eine große Strafkammer des Landgerichts zu überprüfen haben. Verhandlungstermine stehen noch nicht fest. (ge)

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