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Stadtteil-Serie: Fechenheim: Das Dorf in der Stadt

In unserer Stadteil-Serie haben wir Fechenheim unter die Lupe genommen. Trotz Industrie wurde hier der ursprüngliche Charakter bewahrt.
Frankfurt. 

Neben der Innenstadt wird wohl kaum ein anderer Frankfurter Stadtteil täglich von so vielen Menschen frequentiert wie Fechenheim. Die meisten Besucher kommen zum Einkaufen oder Arbeiten in die Betriebe der Hanauer Landstraße. Die Verkehrsachse durchzieht Fechenheim über mehrere Kilometer. Geprägt ist sie von Großgewerbe, Industrie und Teilen des Osthafens. Für den zweiten Teil der Serie „Der unbekannte Stadtteil“ hat sich FNP-Reporter Ben Kilb Fechenheim angeschaut.

Jenseits der Geschäftigkeit auf der Hanauer Landstraße erscheint Fechenheim wie eine dörflich geprägte Kleinstadt: Mit dem Linneplatz hat der Stadtteil wohl die urigste Ortsmitte Frankfurts, das Fechenheimer Mainufer gehört zu den idyllischsten im Stadtgebiet. Doch in dem von Enkheim, vom Riederwald, dem Ostend sowie Offenbach und Maintal-Bischofsheim umgebenen Stadtteil herrscht nicht nur heile Welt. Fechenheim ist auch geprägt von sozialem Wohnungsbau und einer im Vergleich zum Rest der Mainmetropole relativ hohen Arbeitslosenquote, was auch an den vergleichsweise niedrigen Mieten im Stadtteil liegt. Im alten Ortskern bestimmen nicht Dorfkneipen das Stadtbild, sondern Ein-Euro- und Döner-Läden. Auch weil sich die Fläche Fechenheims über gut sieben Quadratkilometer erstreckt, herrscht nicht überall im Stadtteil eine gute Nahversorgung. Vor allem im Nordosten Fechenheims fühlen sich daher viele Menschen abgehängt.

Rund 17 000 Einwohner – von denen fast die Hälfte ausländische Wurzeln hat – zählt das ehemalige Fischerdorf am östlichsten Stadtrand von Frankfurt, das 1928 zu Frankfurt eingemeindet worden ist.

Eine Szene, die man so wohl nur in Fechenheim zu sehen bekommt: Werner Weischedel und seine Frau Anne reiten mit zwei Schimmeln über den Linneplatz. Im Schlepptau haben beide zwei weiße Schäferhunde sowie einen Rehpinscher, den die anderen Hunde als Herr im Haus akzeptieren, weil er der älteste Hund von Werner Weischedel ist.

Kinder warten in der Wächtersbacher Straße im Norden Fechenheims schon auf den Eisverkäufer. Jene Gegend des Stadtteils ist größtenteils geprägt von sozialem Wohnungsbau. Die Infrastruktur, vor allem die Nahversorgung, lässt hier zu wünschen übrig. Viele fühlen sich abgehängt.

Rhakul Tharmakulanathan ist in Fechenheim aufgewachsen, mittlerweile weggezogen, betreibt mit seinen Eltern aber einen Kiosk hier. Er besuchte des schlechten Rufs wegen schon Schulen in anderen Stadtteilen. Was ihn an Fechenheim etwas stört, sind die Handy- und Dönerläden im alten Ortskern. „Dadurch verliert der Stadtteil ein wenig seinen Charakter.“

Der Frankfurter Künstler Guido Zimmermann malt Bilder von Sportarten, die im Stadtteil betrieben werden, an eine Wand. Initiiert wurde das Projekt vom Verein Polymer, der in Fechenheim Kunst und Kultur fördert – vor allem jene, die den Blick auf den Stadtteil positiv beeinflusst. Dazu soll bald auch am Mainufer ein Stadtteilpark sorgen.

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