E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 32°C

Ferienprogramm des Quartiermanagements bietet Attraktionen: Fechenheim: Den Stadtteil spielend verändern

Fechenheims Spielplätze und Grünanlagen sind in keinem guten Zustand. Oft fehlt es Kindern und Jugendlichen an geeigneten Freizeitstätten. Das Spielplatzprogramm des Quartiermanagements soll auf die Missstände im Stadtteil aufmerksam machen – und Alternativen zeigen.
Quartiersmanagerin Nora David (37, Mitte) kümmert sich mit den Erzieherinnen Nadine Borger (21, links) und Isabelle Schlüßler (22) um die Ferienspiele. Foto: Heike Lyding Quartiersmanagerin Nora David (37, Mitte) kümmert sich mit den Erzieherinnen Nadine Borger (21, links) und Isabelle Schlüßler (22) um die Ferienspiele.
Frankfurt. 

Der Spielplatz an der Wächtersbacher Straße im Norden Fechenheims ist in keinem guten Zustand. Die Spielgeräte sind veraltet, die Wiese ist ungepflegt und überhaupt wirkt der Raum vor der Wohnsiedlung wenig attraktiv. Das rote Zelt des Spielplatzprogramms des Frankfurter Programms Aktive Nachbarschaft sticht deshalb besonders hervor und ist schon von weitem zu sehen. Darin sitzen Kinder aus der angrenzenden Wohnsiedlung und basteln glitzernde Bilder, nebenan spielen andere Fußball und toben umher.

Zumindest in den Sommerferien soll das Spielplatzprogramm des Quartiersmanagement etwas Leben in die grauen Grünanlagen bringen und diese so in bunte Spielwiesen verwandeln. Jeden Montag von 13 bis 17 Uhr stehen neben „Spiel, Spaß & Sport“ vor allem die Wünsche der Kinder im Vordergrund. Dafür sind extra zwei angehende Erzieherinnen an Ort und Stelle, die die Kleinen betreuen und die nötigen Materialien und Spielgeräte mitbringen. Dahinter steht auch der Versuch, zu demonstrieren, dass es anders geht und ein kinderfreundlicherer Stadtteil möglich ist. „Es geht darum zu zeigen, dass dies ein Spielplatz für Kinder ist und keine Hundewiese. Wir wollen wieder Herr im Haus werden und gemeinsam mit den Kindern den Spielplatz zurückerobern“, erklärt Quartiersmanagerin Nora David.

Ins Gespräch kommen

Zu lange sei das Quartier mit seinen Grünanlagen von der Stadt vernachlässigt worden, nicht mal das Loch im Zaun des nahe liegenden Bolzplatzes sei geflickt worden. Der Ort werde nun vermehrt von älteren Jugendlichen und Erwachsenen genutzt, die den Kindern den Platz streitig machten. In einer Stadtteilstruktur mit vielen Geringverdienern und mangelnder Infrastruktur fühlten sich viele Menschen abgehängt und das drücke sich auch auf solchen Spielplätzen aus, sagt David. Das Programm sei auch eine Möglichkeit, mit den Eltern und Kindern ins Gespräch zu kommen und diese an der Gestaltung ihres Viertels zu beteiligen.

Die Forderungen der Aktiven Nachbarschaft orientieren sich deshalb auch eng an den Wünschen der Anwohner. „Die Stadt muss deren Interessen berücksichtigen“, fordert David. So solle der Platz räumlich abgetrennt und klar als Spielplatz kenntlich gemacht werden, daneben könne eine separate Hundewiese Platz finden. Die vorhanden Spielgeräte sollten saniert werden und um neue, moderne ergänzt werden.

Ort der Begegnung

Darüberhinaus seien solche Plätze auch „Orte der Begegnung“, wo Menschen zusammen kommen und sich kennenlernen könnten, da besonders im Norden ein Stadtkern fehle, sagt David.

Das Problem betrifft jedoch auch den Süden Fechenheims, deshalb setzen Quartiersmanagement und der für Fechenheim zuständige Ortsbeirat 11 sich auch für die Sanierung und Aufwertung für das Gelände Konstanzer Straße / Bodenseestraße ein. Auch dort ist in den Sommerferien das Team des Spielplatzprogramms anzutreffen – immer mittwochs von 13 bis 17 Uhr stehen dort für die Kinder und Jugendlichen Sport-, Musik- und Bastelangebote bereit.

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen