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Aktionsgemeinschaft demonstriert für Verkehrsberuhigung: Fechenheim: Wilhelmshöher soll sicherer werden

Von Manche Seckbacher Eltern haben Angst, ihre Kinder die Wilhelmshöher Straße entlang laufen zu lassen. Auch Senioren finden die Seckbacher Hauptstraße gefährlich. Die Aktionsgruppe „Verkehrsberuhigung Wilhelmshöher“ lädt daher zur Demonstration ein.
Bonny Fischer und Kalle Kröber zeigen eines der Plakate, die sie für die geplante Demonstration zur Beruhigung der Wilhelmshöher Straße entworfen haben. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Bonny Fischer und Kalle Kröber zeigen eines der Plakate, die sie für die geplante Demonstration zur Beruhigung der Wilhelmshöher Straße entworfen haben.
Frankfurt. 

Sicher zu Fuß durch Seckbach zu laufen, entlang der vielbefahrenen Wilhelmshöher Straße, ist gefährlich, sagt Bonny Fischer, Sprecherin der Aktionsgruppe (AG) „Verkehrsberuhigung Wilhelmshöher“. Ihr Mitstreiter Kalle Kröber hat das schon öfter leidvoll erfahren müssen. Vom Außenspiegel vorbeifahrender Autos ist er schon mehrfach gestreift worden, als er die Wilhelmshöher Straße entlang durch den alten Ortskern ging. Im März rammte ein Sattelschlepper einen Balkon, Putz und Steine verfehlten zwei Mädchen auf dem Bordstein nur knapp (wir berichteten). „Senioren des Budge-Heims trauen sich kaum noch, zu Fuß in den Ort zu gehen, weil sie die schweren Fahrzeuge kaum wahrnehmen“, betont Kröber.

Eine der Hauptforderungen der AG, die schon bei ihrer Gründung im Januar 60 Mitglieder hatte, bei ihrer ersten großen Demonstration wird daher sein: Mehr Sicherheit für Fußgänger und auf dem Schulweg. Am kommenden Dienstag, 27. Juni, beginnt die Demonstrationszug um 8 Uhr am östlichen und westlichen Ende der Seckbacher Ortsdurchfahrt: Am Wendehammer Wilhelmshöher Straße/Arolser Straße sowie an der Einmündung zum Klingenweg. „Wir treffen uns dann an der Zentgrafenschule zu einer Kundgebung.“

Stadtteil entlasten

Positiv aufgenommen habe die AG, dass Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) unlängst verkündete, die Wilhelmshöher Straße müsse notfalls gesperrt werden, um den Stadtteil von Pendlerströmen geplagten Stadtteil zu entlasten, sagt Fischer. „Wir empfinden das als direkte Nachricht an uns, dass er unsere Anliegen gehört hat und uns ernst nimmt.“ Zumal er auch andere Forderungen der AG aufgegriffen habe, etwa jene nach mehr Park-and-Ride-Parkhäusern und einem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs.

Gleichzeitig sei klar, dass dies nur langfristige Maßnahmen seien, sagt Fischer. „Wir müssen aber schnell etwas tun.“ Schon vor 40 Jahren hätten Seckbacher gegen den vielen Verkehr demonstriert – und außer Tempo 30 einzuführen sei nicht viel passiert. Wichtig sei, die Lastwagen aus der Wilhelmshöher Straße heraus zu bekommen und das Durchfahrtverbot in der Straße „Im Trieb“ durchzusetzen. „Wir haben die Fahrzeuge gezählt. Im Trieb waren es durchschnittlich 200 Autos in einer halben Stunde, davon fünf Lastwagen. Die Wilhelmshöher befahren laut Stadt rund 13 Laster. Zusammen mit den Linienbussen ist das ein schweres Fahrzeug pro Minute. Das ist zu viel.“ Allein schon deshalb, weil sie ihrer Breite wegen an vielen Stellen auf den schmalen Bürgersteig ausweichen müssten.

Zügig die Straße sanieren

Zügig müsse die geplante grundhafte Sanierung samt Umbau der Wilhelmshöher Straße erfolgen. „Die Planung, die die Stadt vorgestellt hat, bedeutet eine Beruhigung des Verkehrs. Wir begrüßen sie deshalb.“ Klar sei aber auch, dass dies die Geschwindigkeit und Zahl der Fahrzeuge nur bedingt senke. „Bei unseren Geschwindigkeitsmessungen war der Schnellste am frühen Abend mit 78 Stundenkilometern unterwegs. Das ist inakzeptabel.“ Ein „Blitzer“ in der Wilhelmshöher Straße sei nötig, um die Geschwindigkeit zu kontrollieren.

Bei der Demo „wollen wir zeigen, wie viele wir sind“, sagt Fischer. „Und den Politiker klarmachen: Das Limit ist erreicht.“ Die Seckbacher demonstrierten aber nicht nur, „wir sind an einer produktiven Zusammenarbeit mit der Stadt interessiert“. So arbeite die AG auch an einem Verkehrskonzept für Seckbach und darüber hinaus. Etwa wie man die Wilhelmshöher Straße für den Durchgangsverkehr sperren, für Busse und Anwohner aber durchlässig halten könne. „Denn für viele ist die Verbindung nach Osten wichtig.“

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